23.02.2012 - 08:20 Uhr
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Documenta in Kassel

Cyberday informiert seit der Documenta 11, 2002 aktuell über die große Kunstausstellung. Alle Artikel und die Künstlerlisten finden Sie in der linken Navigation.

Die Documenta ist die weltweit wichtigste Grossausstellung zeitgenössischer Kunst. 1955 hob der Kasseler Maler und Kunstprofessor Arnold Bode die Kunstausstellung aus der Taufe. Er wollte die zeitgenössische, deutsche Kunst, die während des Nationalsozialismus nicht gezeigt werden durfte, umfassend dokumentieren. Ziel war es, Deutschland nach dem Krieg wieder in den Dialog mit der Welt zu bringen und Anschluss an das internationale Kunstgeschehen zu finden. Das Konzept der Ausstellung lieferte Werner Haftmann. Die Ausstellung der klassischen Modernen war als Retrospektive und als Forum aktueller Kunst angelegt. Sie war als Beiprogramm zur zeitgleich in Kassel stattfindenden Bundesgartenschau gedacht. Ihr Anspruch war historisch-dokumentarisch. Bewusst wurde ein Bezug zur Propagandaausstellung „Entartete Kunst“ hergestellt, um die Werke und Künstler zu rehabilitieren, so zum Beispiel die „Kniende“ vom Lehmbruck. Vertreten waren die Expressionisten, Fauvisten, Blaue Reiter und Kubisten. Vertreter modernen, aktueller Tendenzen waren Klee, Schlemmer und Beckmann. Die Schau mit 148 Künstlern aus sechs Ländern wurde ein solcher Erfolg, dass sie alle vier Jahre, seit 1972 alle fünf Jahre wiederholt wurde.
Für 1959 plante Bode eine Wiederholung der Schau und installierte so den Ausstellungszyklus der Kassler Documenta, die als GmbH mit den Gesellschaftern Stadt Kassel und Land Hessen organisiert wird. Bis zur Documenta 4 leitete Bode die Präsentation zeitgenössischer Kunst zusammen mit Werner Schmalenbach, Werner Haftmann, Willi Grohmann und Max Imdahl.

Das Konzept wurde vom jeweiligen Kurator entwickelt, wobei das Motto „Wo steht die Kunst heute, wo stehen wir heute?“ nicht außer acht gelassen wurde. Manfred Schneckenburger war der letzte (1977 D6) der vorab ein fertiges Konzept präsentieren musste. Seither genügt das Votum einer international von der documenta GmbH berufenen Findungskommission für die Berufung.

Die Besucherzahlen 1 – 11
Ein wichtiger Teil der Erfolgsgeschichte ist die große Zahl von Besuchern aus aller Welt.
• documenta 1 - (1955)- 130.000
• documenta 2 - (1959)- 134.000
• documenta 3 - (1964)- 200.000
• documenta 4 - (1968)- 207.000
• documenta 5 - (1972)- 220.000
• documenta 6 - (1977)- 355.000
• documenta 7 - (1982)- 380.000
• documenta 8 - (1987)- 476.000
• documenta IX -(1992)- 615.000
• documenta X - (1997)- 631.000
• documenta XI - (2002)- 650.000

(Quelle: documenta.de)
Die umfangreichste Ausstellung war die documenta 5 - 1972 – mit 3200 Werken
Das höchste Defizit verbuchte die documenta 8 – 1987 – mit 465 000 €
Den größten Gewinn machte die documenta 10 – 1997 - mit 720 000 €

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