YES!YES!YES! WARHOLMANIA IN MUNICH

23.06.2015 - 18.10.2015
Pinakothek der Moderne und Bayerische Staatsgemäldesammlungen
Barer Str. 29 |, 80799 München
http://www.museum-brandhorst.de

Präsentiert von Glenn O’Brien und Katja Eichinger
Eine Kooperation zwischen dem Museum Brandhorst und dem Filmfest München

„Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich“ ist eine Kooperation zwischen dem Museum Brandhorst und dem Filmfest München, in der Andy Warhol insbesondere als Maler und Filmemacher vorgestellt wird. In seiner überbordenden Produktivität dringt die Figur Warhol jedoch weit über die Malerei und den Film in die unterschiedlichsten künstlerischen und gesellschaftlichen Bereiche vor: Er war auch Werbegraphiker, Buchillustrator, Musikproduzent; er gründete mit „Interview“ ein Lifestyle Magazin und etablierte in den späten 1970er Jahren – lange vor MTV – eine eigene Fernsehsendung, mit der er den Geist von Punk und New Wave einfing. So gelang es Warhol, gleichermaßen zum Liebling der Hochkunst und des Massengeschmacks, des Auktionsmarkts und der Subkultur zu werden.

Das Museum Brandhorst wird im Rahmen von „Yes!Yes!Yes! Warholmania in Munich“ erstmalig seine gesamten Bestände von Andy Warhol zeigen. Mit über 100 Werken bewahrt das Museum Brandhorst eine der weltweit bedeutendsten Warhol-Sammlungen. Beginnend mit frühen Zeichnungen, die sich noch an Warhols Beschäftigung als Werbegrafiker orientieren, spannt die Sammlung einen retrospektiven Bogen von seinen ersten Siebdrucken, über Ikonen der 1960er Jahre wie „Marilyn“, „Liz“ und „Mustard Race Riot“, bis hin zu zentralen Bildserien seines Spätwerks. Mit der gezielten Vermarktung von Starporträts avancierte Warhol in den 1970er Jahren zum „Hofmaler“ der Kunst- und Modewelt. Daneben setzte er sich intensiv mit Abstraktion auseinander: In „Shadow Paintings“, „Camouflage Paintings“ den „Oxidation“ oder „Piss Paintings“, in denen er die expressionistische Veräußerung des Künstlers ironisiert. Die Präsentation von Warhols malerischem Werk wird in der Ausstellung durch Buchillustrationen, Zeitschriften, eine Filmprojektion und seine Fernseharbeiten ergänzt.

Das ehemalige „Factory“ Mitglied und erster „Interview“ Chefredakteur Glenn O’Brien und die Autorin Katja Eichinger präsentieren gemeinsam mit dem Filmfest München (25. Juni – 04. Juli 2015) in Zusammenarbeit mit dem Andy Warhol Museum Pittsburgh, USA eine weitreichende Hommage an Warhols filmisches Schaffen. Zudem wird in einer gesonderten Filmreihe auf Warhols Einfluss auf Filmemacher wie Sofia Coppola und Harmony Korine hingewiesen.

Begleitveranstaltungen im Museum Brandhorst

SO 28. Juni 2015 | 18.00 und 20.00 Uhr
A NO MAN SHOW. An Evening with Andy Warhol
Theaterperformance von United Puppets
Kein Künstler hat auf der Schnittstelle von Kunst, Selbstdarstellung, Medialisierung und Konsum so viele gesellschaftliche Entwicklungen antizipiert, mitgeprägt und genutzt wie Andy Warhol. In ihrem Theaterprojekt „A NO MAN SHOW. An Evening with Andy Warhol“ blickt die Theatertruppe United Puppets aus heutiger Perspektive zurück auf das „Prinzip“ Andy Warhol. Ausgangspunkt des Theaterabends ist ein unrealisiertes Broadway-Theaterstück Warhols, in dem er von einem hyperrealistisch animierten Roboter vertreten werden sollte: die Reproduktion der eigenen Person als Transzendenz seines seriellen Konzepts – gemäß seinem Motto „I want to be a machine“.

DI 07. Juli 2015 | 18.30 Uhr
FACE VALUE. Vortrag von Douglas Crimp
Der Kunsthistoriker, Kurator und Aktivist Douglas Crimp gilt als einer der einflussreichsten Intellektuellen der Gegenwart. Mit seiner legendären „Pictures“-Ausstellung im Artists Space in New York 1977 definierte er das Schaffen einer ganzen Künstlergeneration. Er ist der Autor von „Our Kind of Movie. The Films of Andy Warhol“, ein Standardwerk zu den Filmen Warhols. In seinem Vortrag spricht er über die 1963-64 entstandenen Stummfilme „Haircut“, „Blow Job“ und „Maria Banana“.

Weitere Begleitveranstaltungen

SO 28. Juni | 15.30 Uhr
GLENN O’BRIEN MEETS… Warhol Panel | Pinakothek der Moderne

DI 30. Juni | 19.00 Uhr
KATJA EICHINGER. Ein Interview mit Glenn O’Brien | Black Box/Gasteig