Willi Baumeister und Paul Klee

04.10.2015 - 10.01.2016
Franz Marc Museum
Franz Marc Park 8-10, 82431 Kochel am See
http://www.franz-marc-museum.de
Struktur und Vision und

shades of black

Grafik der Nachkriegszeit

Trotz ihres Altersunterschiedes von nur zehn Jahren scheinen Paul Klee (1879-1940) und Willi Baumeister (1889-1955) zwei Generationen anzugehören. Während Klee der frühen Avantgarde des 20. Jahrhunderts zuzuordnen ist, wird Baumeister vor allem mit dem Neubeginn der Moderne in Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg in Zusammenhang gebracht. Er gilt als Integrationsfigur, die den Anschluss an die während des Faschismus in Deutschland verfemte Moderne wiederherstellt.

Dieser divergierende Blick lässt vergessen, dass der Weg beider Künstler oft parallel verlief: Beide Maler verfolgten Abstraktionstendenzen, die von einer weit gefächerten technische Experimentierfreude geprägt waren. Dabei sind die Vorgehensweisen – bei unterschiedlichem Ergebnis – vergleichbar und eng zusammenhängend: von der reliefartigen Gestaltung der Fläche über Frottage, écriture automatique, Collage bis hin zu unterschiedlichen Strukturbildungen. Auch das besondere Interesse für natürlich-organische Formen und neue, fremde Bildwelten macht den Vergleich zwischen Willi Baumeister und Paul Klee äußerst spannend und im Hinblick auf beider künstlerische Entwicklungen aufschlussreich. Die Ausstellung verfolgt den künstlerischen Dialog der beiden Maler und hebt wichtige Berührungspunkte durch Gegenüberstellung prägnanter Werke hervor. Dabei geht sie von den bedeutenden, sowohl für Klee als auch für Baumeister repräsentativen Beständen des Franz Marc Museums aus.

Ein Ausstellungsprojekt in Zusammenarbeit mit Studierenden der Kunstgeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München unter der Leitung von Prof.Dr. Burcu Dogramaci. Die Ausstellung geht von den Beständen des Franz Marc Museums aus.

Blog zur Ausstellung: www.kuratierenundschreiben.wordpress.com