»WIENER MALEREI DES BIEDERMEIER AUS DER SAMMLUNG LIECHTENSTEIN«

Verschiebung der Ausstellung 


Die Neue Pinakothek hat für den Sommer 2008 eine Sonderausstellung zur Wiener Malerei des Biedermeier mit Gemälden und Aquarellen aus den Sammlungen des Fürsten von und zu Liechtenstein geplant, die vom 28. Mai bis 21. September gezeigt werden sollte. Die Ausstellung ist zu diesem Termin von Seiten des Fürstenhauses abgesagt worden. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen bedauern diese Entscheidung, sehen aber die seit jeher gute Zusammenarbeit mit den Fürstlichen Sammlungen in Vaduz und Wien dadurch nicht beeinträchtigt.



Die Liechtensteinischen Fürstlichen Sammlungen zählen zu den größten und bedeutendsten privaten Kunstsammlungen weltweit. Hauptwerke der Renaissance und Barock sind seit 2004 wieder an ihrem angestammten Platz, dem Palais Liechtenstein in Wien, dauerhaft ausgestellt. Weniger bekannt, aber nicht weniger bedeutend ist die Sammlung von Gemälden und Graphiken des 19. Jahrhunderts. Sie wurde zum größten Teil in der Zeit selbst zusammengetragen.



Die geplante Ausstellung soll die Hauptwerke der Sammlung umfassen und die Wiener Malerei zwischen Wiener Kongress und der Revolution von 1848 zeigen, jener Epoche also, die man gerne als »Biedermeier« bezeichnet. Mit Bildnissen von Friedrich Amerling, darunter den berühmten Porträts der Töchter von Fürst Alois II., und den Genrebildern von Peter Fendi umfasst die Sammlung charakteristische Hauptwerke dieser Zeit. Ein weiterer Höhepunkt sind die Aquarelle Rudolf von Alts, unter ihnen zahlreiche Ansichten aus den Palästen und Schlössern der Familie in Wien und in Mähren, Hauptwerke des biedermeierlichen Interieurbildes. Ferdinand Georg Waldmüller, die zentrale Gestalt unter den Wiener Künstlern der Epoche, ist mit herausragenden Porträts, Stillleben und Genrebildern vertreten, vor allem aber mit einer einzigartigen Folge von Landschaftsbildern aus allen Epochen seines Schaffens, von den Salzkammergutansichten des Frühwerks bis zu den späten Landschaften aus dem Wienerwald.



Die Ausstellung in der Neuen Pinakothek soll insgesamt etwa 60 Gemälde und 100 Aquarelle umfassen und durch den bedeutenden hauseigenen Bestand an Werken Waldmüllers und Amerlings ergänzt werden. Die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen hoffen, diese Ausstellung, die Auftrag und Inhalt der Neuen Pinakothek kongenial entspricht, zu einem späteren Zeitpunkt realisieren zu können.


 

Link: http://pinakothek.de