Vaterland – 3 Filme, 1 Fragment, 7 Töne

Die Filmzeitschrift Revolver veröffentlicht zusammen mit der Filmgalerie 451 als 5. Titel der Revolver-Edition die Doppel-DVD "Vaterland" mit drei Filmen von Thomas Heise, Professor für Film an der HfG-Karlsruhe.

Zu sehen sind die Filme:

VATERLAND (D 2002, 98 min, Silberne Taube Internationaler Wettbewerb Dok Woche Leipzig 2002, Spezialpreis Internationales Dokumentarfilmfestival Visions du reel Nyon 2003)
In Sachsen-Anhalt, nahe der Stadt Zerbst, liegt abseits größerer Straßen,
neben einem verlassenen Militärflugplatz, das Dorf Straguth. Ein unwesentlicher Flecken. Der Zeit hinterher. Oder voraus.
Eine archäologische Reise zu Landschaft, Menschen und Dingen, Spuren von Zeitenwechsel und Übergang. Weite Landschaft und detaillierte Zeichnung der Menschen darin.
Und immer, wenn man die kleine Kneipe Otto Nathos betritt, ist vom Krieg die Rede. Der Zeit der Jugend.

IM GLÜCK (NEGER) (D 2006, 87 min)
Es sind Kinder, die gerade erwachsen geworden sind. Verletzlich. Sven, Lena, Thomas, Stephan und Daniela. Es geht ums Leben. Die Nähe ist ungeheuer wie die Einsamkeit. Es ist alles zu sehen. Es gibt keine Interviews. Es gibt Vorgänge, Bilder, Texte, Briefe, Theater, Bitten, Verwaltungsakte, Blicke, Schwüre, Gesuche. Und einen Brief an mich. (Thomas Heise)

DER AUSLÄNDER (DDR/D 1987/2004, 37 min)
Die Bilder sind grobkörnig, schwarz-weiß, manchmal zoomt die Kamera ganz nah heran, das Gesicht Heiner Müllers in Großaufnahme. Auf einmal blickt Müller hoch, adressiert den Mann hinter der Kamera und sagt: "Und du nimmst das alles erbarmungslos auf." Müller-Schweigen, Müller-Zigarre, Müller-Blick, dann: "Da hast du ja ganz recht." (Ekkehard Knörer)
Quelle: HfG-Karlsruhe.