Utopian Pulse – Flares in the Darkroom

20.06.2015 - 16.08.2015
Württembergischer Kunstverein
Schlossplatz 2, 70173 Stuttgart
http://www.wkv-stuttgart.de

KünstlerInnen
4taxis, Halil Altindere, Marco de Ana / Javiera de la Fuente / Rudolf Rostas, AND
AND AND, Oreet Ashery, Barat Ali Batoor, Zanny Begg, Irene Bude / Steffen Jörg /
Olaf Sobczak, Bürgerchor Stuttgart, Constant / PIE flamenco, Margit Czenki / Renée
Tribble, Ines Doujak, Pilar Mata Dupont, Katharina Duve
/ Ted Gaier / Timo Schierhorn & Die Goldenen Zitronen, Echohäuser, Etcétera, Israel Galván / Manuel
Soler, María García Ruiz, Mariam Ghani, Isaías Griñolo / Los Flamencos, Miguel A.
López, Antonio Marín Márquez, Rocío Márquez / Jorge Martínez. Charo Martín,
Megafonchor (Svenja Baumgart, Sylvi Kretzschmar), Mindj Panther, Nobodycorp.
Internationale Unlimited, Daniela Ortiz, Tomás de Perrate / Amador Gabarri, Oliver
Ressler, Pedro G. Romero / Máquina P.H., Christoph Schäfer, The Silent University,
Bert Theis, Undrawing the Line, Videoccupy (Özge Çelikaslan), Stefan Voglsinger,
Wealth of Negations, Katarzyna Winiecka und andere
Ein Projekt von Ines Doujak und Oliver Ressler
in Zusammenarbeit mit
Iris Dressler und Hans D. Christ
KokuratorInnen: Zanny Begg, Pedro G. Romero / Máquina P.H., Christoph Schäfer
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Das von den beiden österreichischen KünstlerInnen Oliver Ressler und Ines Doujak
initiierte Projekt, das im letzten Jahr in der Wiener Secession stattfand, erkundet
utopische Projektionen entlang konkreter gesellschaftspolitischer Zustände. Utopie
wird hier verstanden als eine immer schon unvollständige Alternative, als eine
innerhalb des Bestehenden erfolgende Anrufung von etwas, das mit dem
Bestehenden unvereinbar ist: Utopie als Behauptung des Unrealisierten im Realen
und gegen das Reale.
Die Ausstellung lotet die Grenzen und Möglichkeiten utopischer Entwürfe im
Kontext des umkämpften städtischen Raums – konkret am Beispiel von Hamburg
und Istanbul –, der Flucht bzw. Fluchthilfe sowie der Kulturen des Flamencos aus.
Neben der Ausstellung, an der als weitere KokuratorInnen Zanny Begg (Sydney),
Christoph Schäfer (Hamburg) und Pedro G. Romero (Sevilla) beteiligt sind, wird es ein
dichtes Programm aus Performances, Vorträgen und Workshops geben, dessen
„Bühne“ bzw. räumliches Display ein Zirkuszelt inmitten der Ausstellung darstellt. Zu
den Besonderheiten dieses performativen Charakters der Ausstellung zählt überdies
die tägliche Lesung eines utopischen Manifests durch Mitglieder des Stuttgarter
Bürgerchors.
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Einführung
Vom 20. Juni bis 16. August 2015 zeigt der Württembergische Kunstverein in Stuttgart die
Ausstellung und Veranstaltungsreihe Utopian Pulse – Flares in the Darkroom (Utopischer
Impuls – Flackern im Darkroom).
Das von den beiden österreichischen KünstlerInnen Oliver Ressler und Ines Doujak
initiierte Projekt, das im letzten Jahr in der Wiener Secession stattfand, erkundet entlang
konkreter gesellschaftspolitischer Zustände utopische Projektionen, die der Abspaltung
von der konkreten Gegenwart und dem Widerstand gegen dieselbe dienen könnten.
Utopie wird hier verstanden als eine immer schon unvollständige Alternative, als eine
innerhalb des Bestehenden erfolgende Anrufung von etwas, das mit diesem unvereinbar
ist, ja ihm feindlich gegenübersteht. Es handelt sich um eine Negation des Bestehenden,
um die Feststellung, dass etwas fehlt, aber auch um ein – zwangsläufig unvollkommenes
– Bekenntnis zu dem, was (noch) nicht ist: Utopie als Behauptung des Unrealisierten im
Realen und gegen das Reale.
Utopian Pulse – Flares in the Darkroom wurde in Wien in Form von acht
aufeinanderfolgenden einwöchigen Salons gezeigt – jeweils konzipiert von weiteren
internationalen KokuratorInnen. Vier dieser Salons werden in Stuttgart parallel, jedoch in
veränderter und in das Format Ausstellung übertragener Form präsentiert: Der Salon
Klimbim (Fahim Amir und Ines Doujak), der Salon Public Happiness (Öffentliches Glück,
Christoph Schäfer), der Salon Fluchthilfe (Zanny Begg) und Cuartos de Utopía (Räume der
Utopie; Pedro G. Romero / Máquina P.H.).
Im Zentrum der Ausstellung befindet sich ein großes Zelt aus bunten Stoffstreifen, das
gemeinsam mit einer Discokugel und einer Reihe von Podesten das Display des Salon
Klimbim bildet. In Wien diente es als Rahmen der Auftaktveranstaltung von Utopian Pulse
ein gleichermaßen rauschendes Fest und politisches Manifest, das in Stuttgart in Form einer
filmischen Dokumentation präsent sein wird. In Stuttgart liefert es die Bühne und das Display
für ein dichtes Programm aus Vorträgen, Workshops und Performances, das um
künstlerische und aktivistische Entwürfe, Projektionen und Projekte des Utopischen kreist.
Zu den Besonderheiten dieses performativen Charakters der Ausstellung zählt überdies die
tägliche Lesung eines utopischen Manifests durch Mitglieder des Stuttgarter
Bürgerchors.
Die drei weiteren Salons loten die Grenzen und Möglichkeiten utopischer Entwürfe im
Kontext des umkämpften städtischen Raums – konkret am Beispiel von Hamburg und
Istanbul (Salon Public Happiness) –, der Flucht bzw. der Ansätze eines radikalen
Offenseins dem Anderen gegenüber (Salon Fluchthilfe) sowie der Kulturen des
Flamencos (Cuartos de Utopía) aus.
Ein weiteres Element der Ausstellung sind 14 künstlerisch gestaltete Banner, die für die
Ausstellung in Wien entstanden sind.