Thomas Hirschhorn »Nachwirkung«

05.09.2015 - 17.01.2016
Kunsthalle Bremen
Am Wall 207, 28195 Bremen
http://www.kunsthalle-bremen.de

Thomas Hirschhorn (*1957 in Bern) verbindet in seinem neuen temporären Projekt »Nachwirkung« seine intensive Beschäftigung mit dem Themenkomplex der Ruine mit dem spezifischen Ort der Kunsthalle Bremen und der Sammlung des Hauses. Dafür verwandelt er die historischen Räume der Großen Galerie der Kunsthalle in einen ruinenhaften Ort, in den er bedeutende Gemälde aus der Sammlung integriert.
Mit seiner neuen Skulptur »Nachwirkung« hinterfragt Hirschhorn unsere Ideen von Gewissheit und Sinn: »Nachwirkung soll kein billiges Sinnversprechen sein. Es soll eine Arbeit entstehen, die am Abgrund der Sinnlosigkeit steht. Ich will eine Arbeit machen, die an den Grenzen des Sinnmachenden steht und die angesichts dieser Abgründigkeit und angesichts dieser Instabilität eine einfache und leichte Form hat, deshalb das Motiv der Ruine.«

Mit jeder Ausstellung macht Thomas Hirschhorn sein Engagement gegenüber einer nicht-exklusiven Öffentlichkeit geltend. Zu seinen 66 Arbeiten im öffentlichen Raum zählen das »Bataille-Monument« auf der Documenta 11 in Kassel von 2002, das »Bijmer Spinoza-Festival« in Amsterdam von 2009 und das »Gramsci Monument« in der New Yorker Bronx in 2013. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen gezeigt, darunter auf der Biennale in Venedig in den Jahren 1999 und 2015, auf der 27. Sao Paulo Biennale 2006, der 55. Carnegie International in Pittsburgh 2008, der 8. Gwangju Biennale South Korea 2010, dem Schweizer Pavillon auf der 54. Biennale in Venedig 2011, der Triennale im Palais de Tokyo in Paris 2012, der 9. Shanghai Biennale 2012, der Manifesta 10 in Sankt Petersburg und dem Schinkel Pavillon in Berlin 2014. Seine neusten Arbeiten von 2015 sind »In-Between« in der South London Gallery und »Globalization Reversed« in der Ausstellung Atopolis im belgischen Mons. Thomas Hirschhorn erhielt den Preis für Junge Schweizer Kunst im Jahr 1999, den Prix Marcel Duchamp in 2000, den Joseph Beuys-Preis in 2004 und 2011 den Kurt Schwitters-Preis. Von der Stadt Bremen wurde Thomas Hirschhorn 2003 mit dem Rolandpreis für Kunst im öffentlichen Raum ausgezeichnet.

Eine Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein Bremen