Smiling at You Sharone Lifschitz: Works 2000―2014

26.02.2014 - 09.06.2014
Sankt-Jakobs-Platz 16, , München
http://www.juedisches-museum-muenchen.de/

Seit der Jahrtausendwende hat Sharone Lifschitz (geboren 1971 in Israel; wohnhaft in London) ein überzeugendes Werk zu den Themen Erinnerung, Identität und Sprache geschaffen. Unter Verwendung durchaus unterschiedlicher Medien wie Fotografie, Video, Druckgrafik und Installation untersucht Lifschitz unsere Beziehung zu unserer individuellen und kollektiven Vergangenheit.

Dabei geht sie den vielfältigen Aspekten menschlicher Wechselbeziehungen sowie der Sprache, die diese ermöglicht, nach und hat zu diesem Zweck fantasiereiche Strategien entworfen, um sich in die Welt zu begeben. Sie tut dies mittels Zeitungsinseraten und systematischen Reisen per Bahn, Bus und U-Bahn. So reiste sie durch Deutschland, Belgien, Nordirland und Großbritannien, ebenso wie nach Israel und in die Vereinigten Staaten, trat mit einer Vielfalt von Menschen in Kontakt und unterhielt sich mit ihnen.

Diese Interaktionen haben sie mit dem Rohstoff für einen Großteil ihrer künstlerischen Arbeit versorgt, die durch Einfühlungsvermögen, Humor und einen spielerischen Umgang mit Sprache gekennzeichnet ist. Dem Münchner Publikum ist bereits ihre Intervention "Speaking Germany" bekannt, die 2007 die gesamte Stadt einbezog und die Eröffnung des Jüdischen Museums begleitet hat. An der Fassade des Museums besteht ein Element dieser Arbeit noch weiter.

"Smiling at You" stellt dieses viel bewunderte Projekt in einen größeren Zusammenhang. Auf einem Stockwerk präsentiert die Ausstellung eine Auswahl an Performance-, Studio- und Video-Arbeiten. Auf einem weiteren Stockwerk werden Projekte zur Schau gestellt, die Deutschland und der Stadt München gewidmet sind. Deren Höhepunkt bildet die Premiere der Videoarbeit "If I Were to Forget You", die eigens für diese Ausstellung erarbeitet wurde — eine Meditation über das Verhältnis zwischen München, wie es sich heute darstellt, und den Erinnerungen mehrerer jüdischer Flüchtlinge aus dieser Stadt.