Sammlung Goetz im Haus der Kunst

1993 legte Ingvild Goetz mit dem Ankauf von Cheryl Donegan, "Untitled (Head)" (1993) den Grundstein für ihre Sammlung von künstlerischen Videos und Filmen. Heute ist diese Sammlung europaweit die bedeutendste ihrer Art. Mit inzwischen 480 Werken von ca. 170 Künstlern bietet sie einen repräsentativen Querschnitt durch das zeitgenössische Kunstschaffen in den Bereichen Film und Video. Zu den Künstlern, die dort vertreten sind, gehören u. a. Doug Aitken, Chantal Akerman, Matthew Barney, Janet Cardiff / George Bures Miller, Nathalie Djurberg, Stan Douglas, Harun Farocki, Omer Fast, Dominique Gonzalez-Foerster, Douglas Gordon, Rodney Graham, Teresa Hubbard / Alexander Birchler, Mike Kelley, William Kentridge, Sharon Lockhart, Steve McQueen, Ulrike Ottinger, Paul Pfeiffer, Pipilotti Rist, Anri Sala, Fiona Tan, Gillian Wearing und Yang Fudong.

Ingvild Goetz hat diese Sammlung längst auch für das Publikum geöffnet – durch wechselnde Ausstellungen in ihrem eigenen Museum und durch wiederholte Kooperationen z.B. mit dem ZKM in Karlsruhe. Ab Februar 2011 bis mindestens 2014 zeigt die Sammlung Goetz nun einen Teil ihrer Filme und Videos im Haus der Kunst. Die Inhalte dieser Dauerausstellung werden zwei- bis dreimal im Jahr wechseln. Durch diese Dauerausstellung wird die Sammlung Goetz der Öffentlichkeit in noch größerem Umfang zugänglich.

Die Teams von Haus der Kunst und Sammlung Goetz freuen sich, mit dieser Vereinbarung auch ein neues Modell der Zusammenarbeit zwischen öffentlicher Institution und Privatsammlung vorzustellen:
· Räume und Infrastruktur für die Dauerausstellung sind vorhanden; der Staat hat keine Baukosten, das Haus der Kunst trägt die Kosten für Instandhaltung der Räume
· Die Sammlung Goetz stellt Werke der Medienkunst zur Verfügung und beteiligt sich mit einem Fixbetrag an allen laufenden Kosten
· Die durch Eintrittsgelder erzielten Einnahmen fließen an das Haus der Kunst
· Dem Staat entstehen keine zusätzlichen Kosten für Lagerung, Konservation, Restauration, Transport, Versicherung und Handhabung von Leihgaben
· Das medienorientierte Jugendprogramm im Haus der Kunst wird an die Dauerausstellung gekoppelt

Das Haus der Kunst stellt für die Dauerausstellung 14 kabinettartige Räume im Luftschutzkeller des Hauses zur Verfügung. Die Errichtung dieses Luftschutzkellers wurde vom Architekten Paul Ludwig Troost schon mit dem Bau des Hauses der Deutschen Kunst 1933/37 projektiert – eine der ersten staatlichen Maßnahmen, mit denen Hitler unmittelbar nach seiner Machtergreifung die Bevölkerung auf einen kommenden Krieg vorbereiten wollte. Der Luftschutzkeller hat eine Fläche von 292 qm², seine Raumfolge ist symmetrisch. Ein eigener Eingang führt direkt vom Parkplatz / Englischen Garten dorthin.

 

Link: http://www.hausderkunst.de