Richtfest des Museum Sammlung Brandhorst

Bei strahlendem Sonnenschein fand am gestrigen Dienstag, den 16. Oktober 2006, auf dem Bauareal an der Türkenstraße 17 in direkter Nachbarschaft der Pinakothek der Moderne das Richtfest für das neue Museum Brandhorst statt. In Gegenwart SKH des Herzogs Franz von Bayern, des Bayerischen Innenministers Dr. Günther Beckstein, des Kunstministers Dr. Thomas Goppel, sowie des Sammlers und Stifters Udo Brandhorst und zahlreicher geladener Gäste würdigte der Bayerische Ministerpräsident, Dr. Edmund Stoiber, das Bauprojekt in seiner Festrede als einen Meilenstein in der reichen Museumslandschaft Bayerns. Das Projekt sei ein besonders gelungenes Beispiel für das erfolgreiche Zusammenwirken von privatem Mäzenatentum und staatlicher Kulturpolitik in Bayern. Edmund Stoiber drückte ferner seine Überzeugung aus, dass das neue Museum Brandhorst zu einem glänzenden Botschafter Bayerns über die Grenzen des Freistaates hinaus avancieren werde und dass die Förderung von Kunst und Kultur eine wichtige Investition in die Zukunft des Landes sei. Innenminister Dr. Günther Beckstein, dessen Ministerium für die Durchführung des Baus verantwortlich zeichnet, lobte den Bau, mit dem sich die Architekten Matthias Sauerbruch und Louisa Hutton 2002 bei einem Wettbewerb durchsetzen konnten. Der Entwurf lasse ein innovatives Tageslichtmuseum mit einer faszinierenden Gestaltung und zugleich energiesparsamen Ausführung erwarten.


Prof. Dr. Reinhold Baumstark, Generaldirektor der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, dankte vornehmlich dem Stifter Udo Brandhorst. Dessen Engagement für die Künste und die Bürger Bayerns sah er in einer großen Tradition im Geiste Ludwigs I., auf dessen Initiative die Alte und die Neu Pinakothek erbaut wurden. Dieser Geist habe bereits in der Pinakothek der Moderne, deren Bau zu einem Teil von den Bürgern Bayerns aus privaten Spenden finanziert worden sei, einen besonderen Widerhall gefunden. Das Museum Brandhorst, jüngster Zögling des Gründungsgedankens der Alten Pinakothek, mache nun das Kunstareal Münchens zu einem einzigartig reichen Ort für die Begegnung mit Kunst.  Abschließend stellte Kunstminister Dr. Thomas Goppel die herausragende Qualität der Sammlung Brandhorst in seiner Ansprache in den Vordergrund. Sie umfasse mehr als 700 Werke bedeutender Künstler des 20. und 21. Jahrhunderts. Erneut drückte er seine Freude darüber aus, dass es dem Freistaat gelungen sei, die hochkarätige Sammlung Brandhorst sowie die gleichnamige Stiftung dauerhaft für Bayern zu sichern. Wie seine Vorredner wünschte er dem Gebäude und insbesondere den Bauleuten, die zurzeit mit Feuereifer an seiner Fertigstellung arbeiten, viel Glück und einen unfallfreien Verlauf.


 

Link: http://www.museum-brandhorst.de