Oscar Tuazon Alone in an emp­ty room

14.02.2014 - 13.07.2014
Hein­rich-Böll-Platz, Köln
http://www.museum-ludwig.de

Os­car Tu­a­zon (*1975 in Ta­co­ma, Wash­ing­ton) ar­beit­et im Außen- und In­nen­raum. Seine raum­greifen­d­en Kon­struk­tio­nen kön­nen Ar­chitek­turen spren­gen oder neue Räume, sicht­bar und un­sicht­bar, schaf­fen. Tu­a­zon ist in­teressiert an kör­per­lich­er Ar­beit und am Ent­ste­hungsprozess eines Kunst­w­erks. Das zeigt sich in sei­nen Ar­beit­en, die sich zwischen Skulp­tur und Ar­chitek­tur be­we­gen, auch durch die ver­wen­de­ten Ma­te­rialien, wie insbe­son­dere Holz, Me­t­all, Stein und Be­ton.

Seine Werke brin­gen Ideen der Land Art mit der Min­i­mal Art in Berührung und verbin­den so die Vorstel­lung von et­was Ab­s­trak­tem mit der tat­säch­lichen Kon­struk­tion; diese ist durch ex­treme ph­y­sische Her­aus­forderun­gen und im­mer un­ter­schiedliche räum­liche Be­din­gun­gen geprägt. Tu­a­zon selbst ist häu­fig ak­tiv am Ent­ste­hungsprozess beteiligt; er ar­beit­et an den ver­schie­de­nen Or­ten mit Ar­beit­ern und Spezial­is­ten zusam­men. Die kollek­tive An­stren­gung und Kom­mu­nika­tion ist per­for­ma­tiv­er Be­s­tandteil des Werkes.

Os­car Tu­a­zons Ausstel­lung im Mu­se­um Lud­wig wird sich über zwei Eta­gen des großflächi­gen Trep­pen­haus­es er­streck­en. Er wird dort ar­chitek­tonische Ver­satzstücke eines Pri­vathaus­es verteilen. Ei­nen er­sten Teil dies­er Ar­beit hat er bere­its im Rah­men der Ne­upräsen­ta­tion der Samm­lung Not Yet Ti­tled im Un­terges­choss des Mu­se­um Lud­wig re­al­isiert. Die Ar­beit stellt ein Ge­ge­nar­gu­ment zur ex­istieren­den Ar­chitek­tur dar. Sie zeigt die di­rekte Verknüp­fung und Ge­genüber­stel­lung von öf­fentlichem und pri­vatem Raum sowie den baulichen Charak­teris­ti­ka und ge­sellschaftlichen Be­din­gun­gen, die damit ver­bun­den sind. Os­car Tu­a­zon er­probt Mod­elle auf neue Art und Weise, in­dem er Konzept und Skulp­tur neu denkt.

Seine Praxis ist auch durch die Au­sei­nan­derset­zung mit der Kun­st­geschichte der let­zten Jahrzeh­nte geprägt – in­haltliche Verknüp­fun­gen mit Kün­stlern wie Carl An­dre, Richard Ser­ra, Bruce Nau­man, Robert Smith­son sowie Gor­don Mat­ta-Clark be­deuten eine neue Veror­tung des Diskurs­es um Raum, Ma­te­rial und Ar­beit in der zeit­genös­sischen Kunst.
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