Neue Barockgalerie in der Bamberger Residenz

Neue Barockgalerie in der Bamberger Residenz

Ab 13. Juli 2013 ist die Barockabteilung der Staatsgalerie in der Bamberger Neuen Residenz nach mehrwöchiger Schließung wieder für das Publikum geöffnet.

Mit 77 frisch restaurierten Barockgemälden aus staatlichem und städtischem Eigentum präsentiert sich die Galerie in acht Sälen weitgehend runderneuert. Zahlreiche, ursprünglich aus der Bamberger Residenz stammende Gemälde konnten in die neue Präsentation integriert werden. Sie alle wurden seit dem letzten Winter in den Ateliers des Doerner Instituts in München durchgreifend restauriert.

Zwei monumentale Galeriebilder von Johann Michael Bretschneider (1656-1727) bilden den Auftakt des neuen Rundgangs. Ein Raum mit 40 Gemälden aus ehemals fürstbischöflichem Eigentum wird in wandfüllender „barocker“ Hängung und mit weitgehend originalen Zierrahmen die Sammel- und Präsentationsgewohnheiten der in Bamberg residierenden Kirchenfürsten verdeutlichen. Kabinette mit erlesenen Beispielen zur niederländischen Stillleben- und Landschaftsmalerei schließen sich an. Ein Raum mit einem sechsteiligen Bilderzyklus des Rubens-Lehrers Otto van Veen (um 1556-1629) sowie ein Saal mit Gemälden des Rembrandt-Zeitgenossen Jan Lievens (1607-1674) werden den Museen auf dem Domberg ein neues Highlight hinzufügen. Den thematisch idealen Abschluss des neuen Rundgangs bildet die großformatige „Allegorie auf den unsterblichen Ruhm der Kunst, welche die Zeit und den Neid besiegt“ von Karel Dujardin (1626-1678).

Ziel der Neukonzeption ist es, die Galerie durch eine hochkarätige Gemäldeauswahl und eine Akzentverschiebung auf das internationale Hochbarock für Kunstkenner wie Laien aufzu¬werten und durch eine stärkere inhaltliche Bindung an den Ort auch für die Einheim¬ischen attraktiver zu machen.

Klima und Licht

Seit Jahrzehnten boten die klimatischen Bedingungen und die Beleuchtungsverhältnisse in der unbeheizten Galerie immer wieder Anlass zu berechtigter Kritik. Aufgrund der historischen Räumlichkeiten können diese Missstände nur mit größter Behutsamkeit angegangen werden. Eine deutlich spürbare Verbesserung des Raumklimas lassen die Isolierungsmaßnahmen an den Fenstern erhoffen, die in der Barockgalerie inzwischen abgeschlossen werden konnten. Der Kälteeintrag (im Winter) wie auch der Wärmeeintrag (im Sommer) sollte sich dadurch spürbar verringern. Auch die Lichtverhältnisse werden nach und nach bis zum Frühjahr 2014 verbessert. Erneute Raumschließungen wird es dafür jedoch nur in geringem Umfang geben.

Ab kommendem Frühjahr 2014, so das erklärte Ziel, soll alles perfekt sein und auch ein neuer Publikumsführer vorliegen.

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