Manet – Sehen Der Blick der Moderne

27.05.2016 - 04.09.2016
Hamburger Kunsthalle Stiftung öffentlichen Rechts
Glockengießerwall 5, Hamburg
http://www.hamburger-kunsthalle.de

Hamburger Kunsthalle, Galerie der Gegenwart, Sockelgeschoss
Mit Manet – Sehen. Der Blick der Moderne zeigt die Hamburger Kunsthalle eine
Ausstellung der Superlative: Präsentiert werden über 60 Arbeiten von Édouard
Manet (1832–1883) – darunter zahlreiche Hauptwerke des Künstlers. Manet ist
einer der bedeutendsten Wegbereiter der modernen Malerei und hat die Kunst im
19. Jahrhundert wie kein Zweiter revolutioniert. Das Thema der Ausstellung,
Manets Blicke, zeigt das Werk des Künstlers in einer neuen Perspektive. Seine
Gemälde, die schon im 19. Jahrhundert in den Pariser Salon-Ausstellungen Publikumsmagneten
waren, lösten wahre Proteststürme aus. Das lag vor allem an
seiner malerischen Strategie, mit bisher unbekannter Direktheit ein spannungsvolles
Verhältnis zwischen den Personen im Bild und den Betrachtern herzustellen.
Diese bisweilen direkte Ansprache des Betrachters fasziniert bis heute.
Manets Gemälde verdeutlichen, wie sich das Sehen in der Öffentlichkeit der modernen
Metropole Paris seit den 1860er-Jahren unaufhaltsam verändert – ein
Wandel, den Manet und seine Zeitgenossen in ihrer Kunst pointiert zum Thema
machten. In der Rückwendung auf Alte Meister, wie etwa auf die großen Spanier
Velázquez und Goya, aber gleichzeitig auch in der Beschäftigung mit den Themen
des modernen Lebens, entwickelt Manet die neue Bildsprache seiner Zeit.
Sehen und gesehen werden war auch das große Thema, das die Pariser zu den
Salon-Ausstellungen lockte. Erstmals zeigt die Hamburger Kunsthalle Bildpaare,
die Manet für die Hängung im Salon ausgewählt hat: Die Nana (1877) aus der
Sammlung der Hamburger Kunsthalle hängt Seite an Seite mit Jean-Baptiste
Faure dans le rôle d‘Hamlet (1877), eine Leihgabe aus dem Museum Folkwang in
Essen; weiterhin begegnen sich die Meisterwerke Le balcon (1868/69) aus dem
Musée d’Orsay in Paris und Le déjeuner dans l’atelier (1868) aus der Neuen Pinakothek
in München; und auch so hochkarätige Werke, wie Lola de Valence (1862)
aus dem Musée d’Orsay oder Philosophe (Le Mendiant) (1865/67) aus dem Art
Institute of Chicago, die Manet gemeinsam in seinem Pavillon anlässlich der
Weltausstellung 1867 präsentierte, werden in Hamburg zu sehen sein.
Mit Manets Spitzenwerken aus internationalen Museen bietet die Ausstellung die
einmalige Gelegenheit, den ganzen Manet vom Frühwerk bis zum Spätwerk zu
sehen – eine Chance, die es in Deutschland seit Jahrzehnten nicht gegeben hat.

Die Schirmherrschaft für Manet – Sehen. Der Blick der Moderne tragen Henri Loyrette, ehemaliger Direktor
des Louvre, und Olaf Scholz, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg sowie seit
Januar 2015 Bevollmächtigter für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit.
Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Katalog mit Essays von Michael Diers, Dorothee Hansen,
Joachim Kaak, Matthias Krüger, Michael Lüthy und Barbara Wittmann sowie Beiträgen weiterer
Autor_innen aus der Hamburger Kunsthalle. Die Publikation ist im Museumsshop zum Preis von 24 Euro
erhältlich und kann online unter www.freunde-der-kunsthalle.de bestellt werden.
Kurator: Prof. Dr. Hubertus Gaßner
Assistenz: Diana Wiehn
Die Hamburger Kunsthalle dankt den Förder_innen der Ausstellung Manet – Sehen. Der Blick der Moderne:
Hubertus Wald Stiftung, Freunde der Kunsthalle e. V., Airbus und der Jury des Ausstellungsfonds der
Freien und Hansestadt Hamburg.
»Die eindrucksvolle Bilderschau von Édouard Manet bereichert die deutsch-französische Partnerschaft.
Kunst erweitert den Horizont, und kultureller Austausch verbindet Menschen. Airbus ist in beiden Ländern
verwurzelt. Darum ist uns die Unterstützung dieser Ausstellung wichtig, und wir werden sie in unseren
Hallen und Büros bewerben«, sagt sich Dr. Georg Mecke, Standortleiter von Airbus in Hamburg.