Malerfürsten gestalten Kirchenfenster

Im spätromanischen Naumburger Dom wurden die aus rubinrotem Glas neu gestalteten Fenster für die Elisabeth-Kapelle übergeben. Die drei, nur rund 150 Zentimeter hohen Glaskunstwerke hat der Leipziger Malerstar Neo Rauch entworfen. Die drei Themen aus der Elisabeth-Legende „Elisabeths Abschied von ihrem Gemahl Ludwig IV vor dessen Aufbruch in den Kreuzzug“, „Ein knieender Bettler, dem Elisabeth einen Umhang schenkt“ und das linke Fenster „In Anwesenheit ihres Beichtvaters Konrad von Marburg pflegt Elisabeth einen Kranken“ erinnern in ihrer Darstellung an den sozialistischen Realismus.


Bereits im August 2007 wurde das von dem Maler Gerhard Richter mit 4.900 Farben gestaltete Fenster im Kölner Dom enthüllt. Wir berichteten darüber.


In der Kölner Pfarrkirche Sankt Andreas sind 2005 zwei Kirchenfenster der Machabäer-Legende des Malers Markus Lüpertz der Öffentlichkeit präsentiert worden.


Sigmar Polke darf zwölf Kirchenfenster im Längsschiff des Grossmünsters der Stadt Zürich neu gestalten. Die Kirchgemeinde hatte im Frühling 2005 einen Einladungswettbewerb ausgeschrieben. Dank eines Legats mit künstlerischem Auftrag sollten die bisher weiss gebliebenen Kirchenfenster neu gestaltet werden. Der Entwurf sollte eigentlich bereits im Jahr 2007 realisiert werden.


Der Herausforderung, Kirchenfenster zu gestalten, können sich Künstler nur stellen, indem sie mit herausragenden Glaswerkstätten zusammenarbeiteten. Ein weiter Weg vom Entwurf zur Ausführung. Nicht immer ein glückliches Zusammenwirken, wie man an den von Neo Rauch entworfenen Kapellenfenstern sehen kann.


(Trotz sorgfältigster Recherche können wir keine Gewähr für die Richtigkeit der Informationen leisten.)

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