Laura Eckert. Schichtwechsel

19.06.2016 - 25.09.2016
Museen Böttcherstraße Paula Modersohn-Becker Museum Ludwig Roselius Museum
Böttcherstraße 6–10 , Bremen
http://www.museen-boettcherstrasse.de


Laura Eckert, Geist und Körper, 2013, Foto: Tom Dachs

Laura Eckert ist eine junge Bildhauerin aus Leipzig, deren erste monografische Ausstellung in Deutschland im Paula Modersohn-Becker Museum präsentiert wird. Die Büsten und figurativen Skulpturen entstehen zumeist aus Lagen von gefundenen und wiederverwerteten Holzelementen. Vor allem der konstruktive Prozess der Entstehung steht dabei für sie im Fokus. Laura Eckert arbeitet ohne Modelle oder Skizzen: „Die Köpfe entstehen einfach, sie ergeben sich aus der Form des Holzstücks. Oder sie beruhen aus dem Gesicht eines Menschen, den ich im Vorbeigehen wahrgenommen habe.“

Im dynamischen Spannungsfeld zwischen Abbild und freier künstlerischer Gestaltung, zwischen Gesehenem, Erinnertem und Erfundemem werden Brüche sichtbar. Ganz bewusst setzt die Künstlerin auf das Moment der Irritation und Unschärfe, das aus der Verfremdung eines klassischen Figuren- oder Porträtschemas erwächst. Dieser Kontrast wird insbesondere im Gegenüber mir den mittelalterlichen Werken der Roselius-Sammlung offenkundig, weswegen sich die Ausstellung auch auf die Räumlichkeiten des Ludwig Roselius Museums erstrecken wird.

Laura Eckert – Schichtwechsel ist die erste Ausstellung in der neuen Reihe Sommergäste, die mit diesem Jahr beginnt. Die Museen Böttcherstraße verstehen sich als eine Institution, die ihre Sammlungsbestände in ihrer Zeit, aber eben auch nach Anknüpfungspunkten zur Kunst der Gegenwart befragt. Deswegen werden zukünftig als Sommergäste Nachwuchstalente aller Sparten ausgewählt, die in den Museen Böttcherstraße eine erste öffentliche Plattform für ihre Kunst erhalten und die Kunstwerke der eigenen Sammlungen mit neuen Impulsen beleben.