Kurt Schwitters: MERZ

12.06.2016 - 30.09.2016
Galerie Gmurzynska
Paradeplatz 2, Zürich
http://www.gmurzynska.com

Eine Retrospektive mit 70 bedeutenden Werken von Kurt Schwitters
Ausstellungsarchitektur von Zaha Hadid
In Zusammenarbeit mit Cabaret Voltaire
Feierlichkeit zum Jubiläum – 100 Jahre DADA
Präsentiert am ursprünglichen Ort der ersten DADA Ausstellung
Begleitet von einer 250-seitigen Publikation
Mit Essays von Kurt Schwitters bis Norman Rosenthal
„Es gibt heutzutage keinen einzigen Künstler, der nicht von Kurt Schwitters beeinflusst wurde“
Norman Rosenthal
Exhibition design (sketch), Zaha Hadid Design
Galerie Gmurzynska freut sich, die Ausstellung Kurt Schwitters: Merz ankündigen zu dürfen. Die große Retrospektive baut auf der fünf Jahrzehnte langen Ausstellungsgeschichte der Galerie mit dem Künstler auf und bringt eine einzigartige Auswahl von 70 Werken in verschiedensten künstlerischen Techniken zusammen. Diese beinhalten Schlüsselwerke aus jeder Periode, wobei einige speziell zu diesem Anlass aus wichtigen Sammlungen geliehen wurden.
Kurt Schwitters: Merz wird in einem vollkommen transformierten Galerieraum präsentiert, der von der kürzlich verstorbenen Architektin und Pritzker Preisträgerin Zaha Hadid entworfen wurde. Die Zusammenarbeit entstand durch die Idee einer architektonischen Hommage Zaha Hadids an den berühmten „Merz Bau“ von Kurt Schwitters. Die Zusammenarbeit würdigt den zweitwichtigsten künstlerischen Einfluss auf Hadids Arbeit – Kurt Schwitters. Bereits vor sieben Jahren wurde ein verwandtes Projekt realisiert, bei dem Hadid die Galerie Gmurzynska, Zürich in einen suprematistischen Raum in Anlehnung an Kasimir Malewitsch verwandelte.
Die Galerie Gmurzynska, Zürich befindet sich in dem gleichen Gebäudekomplex, in dem einst die von den Künstlern Tristan Tzara und Hugo Ball gegründete berühmte Galerie Dada untergebracht war. Im Rahmen der diesjährigen Feierlichkeiten des 100 Jahre Zürich DADA Jubiläums ist diese Retrospektive somit nicht nur längst überfällig sondern auch hochaktuell. Die Ausstellung wird in kuratorischer Zusammenarbeit mit Adrian Notz, dem Direktor des Cabaret Voltaire, einem der Hauptveranstaltungsorte der diesjährigen Hundertjahrfeier, realisiert, wo die DADA Bewegung 1916 ihren Anfang nahm. Adrian Notz wird Ausstellungsbereiche entwerfen, die sich Archiv-Dokumenten widmen: Diese decken Schwitters bedeutende Projekte zu Poesie, Theater, Bühnendesign und Klang ab im Kontext seiner einzigartigen visuellen Praxis.
Die Retrospektive wird auch Schwitters bemerkenswerten Einfluss auf eine Reihe von nachfolgenden künstlerischen Generationen – von David Bowie bis Damien Hirst – beleuchten, oder wie der renommierte Kurator Norman Rosenthal anmerkte: „Es gibt heutzutage keinen einzigen Künstler, der nicht von Kurt Schwitters beeinflusst wurde.“
Zu der Ausstellung wird ein umfassendes, mehr als 250-seitiges Buch mit rarem Archiv-Material sowie neuen Essays publiziert. Diese stammen von dem ehemaligen Direktor des Museum Ludwig, Siegfried Gohr, Patrick Schumacher von Zaha Hadid Architects sowie Peter Bissegger, der den Merzbau für Harald Szeemanns Gesamtkunstwerk Schau 1983 kreiert hat. Außerdem haben der Direktor des Cabaret Voltaire, Adrian Notz, der Kunsthistoriker der University of California – Irvine, Jonathan Fineberg und Norman Rosenthal wissenschaftliche Aufsätze für den Katalog verfasst.
Die Galerie unterstützt die Erhaltung und das Erbe von Schwitters als Hauptspender für den Littoral Arts Trust, um den beschädigten Merzbau des Künstlers in Elterwater, England zu restaurieren.