Kleist: Krise und Experiment

Die Publikation erscheint anlässlich der Doppelausstellung
zum Kleist-Jahr 2011 „Kleist: Krise und Experiment“,
21. Mai 2011 bis 29. Januar 2012, Ephraim-Palais Stadtmuseum,
Berlin, sowie Kleist-Museum, Frankfurt/Oder.
Heinrich von Kleist durchlebte um 1800 die politischen
und gesellschaftlichen Umbrüche in Deutschland und
hatte persönlich, obwohl von adeliger Abstammung,
zeitlebens instabile Lebensverhältnisse. Aus fortwährenden
Krisenerfahrungen heraus entwickelte er Ideen und
Lebensentwürfe, in denen gesellschaftliches Reformdenken
und literarische Experimente einander durchdrangen.
Der vorliegende, reich bebilderte Katalog zum Kleistjahr
2011 beleuchtet im Spiegel von Kleists Werk- und Lebensexperimenten
diesen Zusammenhang von Krise, Kritik
und Reformideen im Vergleich auch zu der Jahrhundertwende
2000 – historisch fundiert und mit Fokus auf die
überraschende Modernität Kleists aus heutiger Sicht.
Textbeiträgen u. a. von
Günter Blamberger, Wolfgang de Bruyn und
Stefan Iglhaut

Biografie
1777 geboren in Frankfurt/Oder
1792-1799 Militärdienst
anschließend Studium in Frankfurt/Oder: Physik, Mathematik
sowie Vorlesungen zu Philosophie, Kulturgeschichte
und Naturrecht
1801-1804 Reise durch Europa: u. a. Paris, Schweiz, Mailand,
Dresden; Beginn schriftstellerischer Arbeit
nach 1805 u. a. Tätigkeit im Staatsdienst, französische
Gefangenschaft, Herausgeber verschiedener Periodika,
Reisen
1811 Suizid am Kleinen Wannsee, Berlin