Im Mai 2010 wurde das Centre Pompidou-Metz eröffnet

Die Sammlung des „Musée national d’art moderne“
Vielfalt und Vollständigkeit

Das Centre Pompidou, „Musée national d’art moderne“ (MNAM, das Nationale Museum für moderne Künst), beherbergt, verwaltet und bereichert fortwährend eine der weltweit außergewöhnlichsten Sammlungen moderner und zeitgenössischer Kunst.

Das Centre Pompidou-Metz, das Kunstpanoramen des 20. und 21. Jahrhunderts präsentieren wird, ist für die weitere Entwicklung dieser Bestände ausschlaggebend, sowohl was ihre Verbreitung als auch was ihre Erneuerung angeht.

Von insgesamt 59.000 Werken können nämlich jeweils nur rund 1.300 dem Publikum in Paris gezeigt werden. Das Centre Pompidou-Metz wird keine eigenen Werke besitzen oder erwerben, sondern sich auf die Bestände des Mnam stützen, die im Rahmen speziell für die Einrichtung in Metz konzipierter Ausstellungen oder Veranstaltungen gezeigt werden. So muss in Zukunft nicht mehr auf bestimmte Anschaffungen mit besonders großem Platzbedarf verzichtet werden. 

„Der Besucher erhält einen fast kompletten Überblick über die Kunst des 20. Jahrhunderts. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei auf die Gegenwart gelegt. Nicht alle Museen haben diese Kapazität.“ Alfred Pacquement, Direktor des Musée national d’art moderne

Eine einzigartige Sammlung
Das MNAM, das 1947 gegründet und zunächst im „Palais de Tokyo“ untergebracht wurde, nahm schon bald die Vermächtnisse von Künstlern oder ihren Familien auf, darunter Picasso, Sonia Delaunay, Braque oder Brancusi, die das Museum schon frühzeitig unterstützten. 1977 erhielt es einen zweiten wichtigen Impuls: es wurde ins Centre Pompidou verlegt und kam so in den Genuss besser geeigneter und größerer Ausstellungsflächen.

Heute zählen die Bestände des MNAM Werke aus allen Bereichen der Kunst: Malerei, Bildhauerei, Kino, Fotografie, Architektur, Design und neue Medien. Die Einzigartigkeit der Sammlung des MNAM liegt in dieser Vielfalt, die durch besonders vollständige Präsentationen führender Künstler noch verstärkt wird, was nicht zuletzt auch Schenkungen oder außergewöhnlichen Gaben zu verdanken ist, darunter Matisse (2002), Kandinsky (1976) oder Rouault (1963).

 

Das Centre Pompidou-Metz in einigen Zahlen:

 5 020 qm gesamte Ausstellungsfläche, davon 3 Galerien von je 1 150 qm
 1 großes Hauptschiff mit einer Fläche von 1 200 qm
 1 Auditorium mit 144 Plätzen
 1 Studio mit 196 Plätzen
 1 Café
 1 Restaurant
 1 Buchladen
 1 Informationszentrum

Die wichtigsten Daten des Projekts:

 Januar 2003: Entscheidung zur Ansiedlung des Projekts in Metz
 März 2003: Startschuss zum Architekturwettbewerb
 November 2003: Wahl des Projekts von Shigeru Ban und Jean de Gastines mit Philippe Gumuchdjian
 September 2005: Erteilung der Baugenehmigung
 2007–2009: Bauarbeiten am Centre Pompidou-Metz
 Mai 2010: Eröffnung

 

Link: http://www.centrepompidou-metz.fr