Ich sehe was, was du nicht siehst

Autismus scheint bis heute ein Phänomen, das mit einer Reihe von Vorurteilen und Mystifizierungen belegt ist und selbst bekannten Künstlern wie Andy Warhol oder Salvador Dalí zugeschrieben wird. Mit dem vorliegenden Band wird die Kreativität als Schlüssel zu einer alternativen Weltbetrachtung sichtbar: unkonventionell, kaum kulturell konditioniert und aus einer veränderten Wahrnehmung gespeist. Gezeigt werden serielle Werke aus unzähligen Schachbretttafeln, Codierungssysteme in rasterhafter Ordnung, imaginierte Parallelwelten oder fragmentarische Bild-Architekturen. „Kunst von autistischen Menschen ist selten an ein Publikum gerichtet und rückt sehr nah an die Idee heran, die in Kunst vor allem den Ausdruck der Persönlichkeit des Künstlers sieht.“ (Jan Hoet) Das vorliegende Buch versammelt erstmals in diesem Umfang Kunst von autistischen Künstlern. Es stellt einen wichtigen Beitrag zur Entdeckung ihres des kreativen Potenzials dar und schafft damit die Grundlage für neue künstlerische Diskussionen sowie einen reflektierten Ansatz zur Betrachtung von Kunst und Leben.

Mit Künstlerportraits von Herlinde Koelbl, Alexander Gehring, Markus Hirschmeier, Wiebke Loeper, Christoph Meinschäfer, Josephine Müller, Patricia Neligan, Tania Reinicke & Ekkehard Busserius, Frank Schinski und Anne Schumann

Anmerkung der Redaktion: Der Katalog gibt einen wunderbaren, vielfältigen Überblick über die künstlerische Arbeit der Autisten und ihrer Wahrnehmung der Welt. Vieles können wir von ihnen lernen. Bemerkenswert sind die Textbeiträge, ein "Muß" für jeden der künstlerisch nicht nur mit Autisten arbeitet.