Horst Wackerbarth anlässlich der „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas

Here & there – Globale Migration am Beispiel der Hafenstadt Duisburg und ihrer Partnerstädte
Sparkasse Duisburg präsentiert Foto- und Videokunstprojekt des Künstlers Horst Wackerbarth anlässlich der „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas“


Das Jahr 2010, in dem die Stadt Duisburg als „Hafen“ der Kulturhauptstadt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses stehen wird, rückt näher. Die Sparkasse Duisburg präsentiert nun in Kooperation mit dem Kulturhauptstadtbüro der Stadt Duisburg ein außergewöhnliches Foto- und Videokunstprojekt, das jetzt gemeinsam mit dem Künstler Horst Wackerbarth im Rahmen einer Pressekonferenz erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wurde.
„Der Fokus der Sparkassen für „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ liegt auf der Förderung von einzigartigen Fotokunstprojekten, die sich insbesondere mit unserer Region auseinandersetzen. Eine der Grundlagen unserer Geschäftspolitik ist das Bekenntnis zur Region, zu unserer Stadt und zu den hier lebenden Menschen. So sind wir für unsere Kunden eine sichere Bank und ein verlässlicher Kreditgeber. Unsere Gewinne investieren wir hier vor Ort in Duisburg und Kamp-Lintfort. Hier unterstützen wir auch soziale, sportliche und kulturelle Belange. Daher freuen wir uns sehr, dass wir im Rahmen der Kulturhauptstadt 2010 ein Projekt unterstützen können, das eben diesen regionalen Bezug aufnimmt.“, erklärte Hans-Werner Tomalak, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Duisburg.


Die „Gallery of Mankind“
Das Projekt „Here & there“, das für das Kulturhauptstadtbüro der Stadt Duisburg entsteht, ist ein Subprojekt des Gesamtprojektes „Gallery of Mankind“ des Künstlers Horst Wackerbarth. Seit über 20 Jahren zieht Horst Wackerbarth bereits mit einer roten Couch und seiner Ausrüstung durch die Welt, um eine Galerie der Menschheit zu erstellen. An den unterschiedlichsten Orten entstehen faszinierende Bilder von interessanten 


Menschen, die der Künstler einlädt, auf der Couch Platz zu nehmen. Kontinent für Kontinent durchreist er und hat unter anderem die Vereinigten Staaten sowie Europa in faszinierenden Bildserien zusammengefasst.
Neben den Fotografien führt Horst Wackerbarth Interviews mit seinen Foto-Protagonisten, in denen er ihnen fünfzehn universelle  Fragen zu Themen wie Arbeit, Glück, Liebe und Tod stellt. Gemeinsamer Nenner für alle Nationen, Religionen, Rassen und Schichten, für kulturelle Vielfalt, Lebensgewohnheiten und Ansichten von Individuen, Szenen, Mehrheiten und Minderheiten ist die leuchtende rote Universal Couch. „In meiner Arbeit wird ein rotes Sofa zur Bühne für Unbekannte und Prominente, Arme und Reiche – für alle Bürger dieser Welt. Ziel des Projektes ist es, einen globalen Dialog zwischen Menschen zu ermöglichen und für jetzige und spätere Generationen eine Anthropologie des 21. Jahrhunderts zu erstellen – eine, die von den Menschen selbst erzählt wird.“, erläuterte Horst Wackerbarth.


Die rote Couch in Duisburg
Auf Initiative des Kulturhauptstadtbüros der Stadt Duisburg mit Unterstützung der Sparkasse Duisburg wird der Foto- und Videokünstler Horst Wackerbarth nun am Beispiel der Stadt Duisburg und ihrer sieben Partnerstädte den Themenschwerpunkt Migration künstlerisch durch Foto- und Videoarbeiten in einem globalen Kontext kommentieren. „Ich freue mich, dass durch die Duisburger Serie das Thema Migration als eines für Duisburg, aber auch für die gesamte Ruhrregion, wichtiges und charakteristisches Themenfeld im Werk von Horst Wackerbarth aufgegriffen wird. Die Einbeziehung unserer Partnerstädte fördert zum Einen den Dialog untereinander und stellt gleichzeitig die Hafenstadt des Ruhrgebietes für „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ in einen globalen Zusammenhang.“, so Adolf Sauerland, Oberbürgermeister der Stadt Duisburg.


Im Rahmen des Projektes „Here & there“ entstehen insgesamt mehr als fünfzig Werke; individuelle Biografien, die jeweils aus Fotografie  und Videoinstallation bestehen. In den Partnerstädten werden Beiträge über Personen mit einem für die jeweilige Region typischen Migrationshintergrund realisiert. In Duisburg werden einige Werke mit „berühmten“ Kindern der Stadt erstellt. Hierzu gehören unter anderem Dr. h.c. Fritz Pleitgen und Vertreterinnen des Duisburger Frauenfußballs.


„Die prominenten Duisburger „adoptieren“ für den Beitrag jeweils einen Mitbürger mit Migrationshintergrund. Die weiteren Motive der Duisburger Serie zeigen Duisburger in ihrer Umgebung, die für die Migrationsgeschichte in der Ruhrregion stehen.“, berichtete Karl Janssen, Kulturdezernent der Stadt Duisburg.


Auch Dr. h.c. Fritz Pleitgen, Vorsitzender Geschäftsführer der RUHR.2010 GmbH, ist begeistert von der Arbeit des Fotokünstlers: „Das Projekt „Here & there“ mit seinem interkulturellen Ansatz passt hervorragend in das Programm der RUHR.2010“.


Zum Auftakt durften bereits die Initiatoren und Unterstützer des Projektes auf der roten Couch über den Dächern der Hafenstadt Platz nehmen. Es bleibt nun mit Spannung abzuwarten, wer im Rahmen von „Here & there“ anlässlich der „RUHR.2010 – Kulturhauptstadt Europas“ noch in die „Gallery of Mankind“ aufgenommen wird.