Horst Bartnig | konkret: unterbrechungen

21.02.2017 - 07.05.2017
Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen
Regierungsstraße 4-6, Magdeburg
http://www.kunstmuseum-magdeburg.de

Nur zwei strukturelle Prinzipien ermöglichen Horst Bartnig, seine Malerei in einen Kosmos von kaum vorstellbarer Vielfalt zu dehnen: die variationen und die daraus hervorgegangenen unterbrechungen.
Zählt im Einzelbild seiner Malerei die Geometrie mit ihren klaren Farbwechseln, ist es in der Begegnung mit mehreren Bildern genau umgekehrt.
Es sind keine spontanen oder zufälligen Bilder, die bei Horst Bartnig entstehen. Sie basieren auf computergestützten Berechnungen. Damit ist er ein künstlerischer Sonderfall. Mit seinen Experimenten
in der Computerkunst und der Systematik seiner farb-geometrischen Malerei zählte er international zu einem sehr kleinen Kreis von Künstlern. Bis heute beweist sein Werk, trotz unzähliger Trends
und Strömungen in der Kunst, welche Lebendigkeit und Frische eine solche Malerei verkörpert. Ihre visuellen Möglichkeiten scheinen grenzenlos zu sein. Dabei ist die Menge der Formen eng begrenzt. 
Der künstlerische Weg führte den 1936 in Militsch (Schlesien) Geborenen zunächst nach Magdeburg, an die Fachschule für angewandte Kunst. Danach war er in Berlin als Bühnenmaler tätig.
Einen wichtigen Impuls für die konsequente Hinwendung zur Konkreten Kunst erhielt er 1964 durch die Lektüre der Programmschrift von Kasimir Malewitsch, „Die gegenstandslose Welt“, in der Staatsbibliothek Berlin.
Die Magdeburger Ausstellung rückt nicht nur das einzelne Bild in den Fokus, sondern vielmehr die komplexen Beziehungen der Werke untereinander. 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Horst Bartnig

geb. 1936 in Militsch/Schlesien; 1954-1957 Fachschule für angewandte Kunst, Magdeburg; seit 1959 in Berlin, Tätigkeit als Bühnenmaler z.B. am Berliner Ensemble; 1979 Zusammenarbeit mit dem Zentralinstitut für Rechentechnik und Informatik in Berlin-Adlershof; 1984 Preis der 7. Norwegischen internationalen Grafik Biennale, Fredrikstad; erste grafische unterbrechungen mit Hilfe des Computers; 1993 Will-Grohmann-Preis, Akademie der Künste Berlin; 2001 Hannah-Höch-Preis der Berlinischen Galerie 
Werke befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland, u.a. Forum konkrete Kunst Erfurt; Galerie für zeitgenössische Kunst Leipzig; Haus Konstruktiv – Stiftung für konstruktive und konkrete Kunst Zürich; Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder); Berlinische Galerie; Neues Museum Nürnberg