…..Höhere Wesen befehlen

05.12.2014 - 08.03.2015
Deutsche Bank KunstHalle
Unter den Linden 13-15, 10117 Berlin
http://www.deutsche-bank-kunsthalle.de

Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Frieder Burda

Die Deutsche Bank KunstHalle zeigt eine Auswahl von bisher kaum gezeigten Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Frieder Burda. Präsentiert werden 113 Zeichnungen, Aquarelle und Gouachen aus den Jahren 1955 bis 2009 von Georg Baselitz, Willem de Kooning, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Neo Rauch und Gerhard Richter.

Frieder Burda hat über Jahrzehnte hinweg mit einer großen Passion für die Gegenwartskunst eine der bedeutendsten Privatsammlungen Europas aufgebaut, die sich zeitlich vom Abstrakten Expressionismus bis hin zu aktuellen internationalen Positionen erstreckt. Mit dem italienischen Avantgardekünstler Lucio Fontana fing 1968 alles an. Frieder Burda entdeckte auf der documenta eine leuchtend rote Leinwand, in der drei Schnitte klafften. Das Bild ließ den Unternehmer aus Deutschlands berühmter Druckerei- und Verlegerdynastie nicht mehr los. Es wurde zum Grundstein seiner Sammlung.

In Berlin eröffnet Willem de Kooning stellvertretend für die Heroen des Abstrakten Expressionismus  die Ausstellung. Den Hauptteil bilden vier Künstler, für die Burda weltweit einer der wichtigsten Sammler ist: Georg Baselitz, Sigmar Polke, Arnulf Rainer und Gerhard Richter. Am Ende stehen Papierarbeiten aus dem Frühwerk Neo Rauchs, der als erster Maler des wiedervereinigten Deutschlands die Figuration erneuerte.

Mit diesen ausgewählten Arbeiten auf Papier setzt die Deutsche Bank KunstHalle zum 40-jährigen Bestehen der Sammlung Burda und 10-jährigen Jubiläum des Museums in Baden-Baden eine Reihe fort, die sich aus unterschiedlichen Perspektiven der Zeichnung widmet – jenem lange vernachlässigten Medium, das heute die Diskurse der Gegenwartskunst prägt wie kein anderes.

Zur Ausstellung erscheint im Hatje Cantz Verlag der Katalog „…..Höhere Wesen befehlen“ – Arbeiten auf Papier aus der Sammlung Frieder Burda mit Beiträgen u.a. von Hans-Joachim Müller und Thomas Wagner sowie einem Gespräch zwischen Götz Adriani, Friedhelm Hütte und Neo Rauch.