GROSZ. KRIEG GROTESK

06.07.2014 - 02.11.2014
Buchheim Museum der Phantasie
Am Hirschgarten 1 , 82347 Bernried
http://www.buchheimmuseum.de

groß
Zwischen Expressionismus und Neuer Sachlichkeit
Anlässlich des hundertsten Jahrestages des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs am 28. Juli 1914 widmet das Buchheim Museum dem Berliner Grafiker, Zeichner, Aquarellisten und Maler George Grosz (Georg Ehrenfried Groß, 1893-1959) eine große Sommerausstellung. Im Fokus steht die durch Grosz geprägte, besondere Art des künstlerischen Umgangs mit den Traumata des Krieges. Kein anderer hat so drastisch diese »Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts« und ihre gesellschaftlichen Folgen ins Bild gesetzt wie er. Die Übersteigerung ins Groteske ist sein Markenzeichen. Sein »messerscharfer Strich« trifft ins Mark. Seine dichten, sich teilweise überlagernden Bilderzählungen durchleuchten mit kritischem Röntgenblick das Geschehen. Grosz war der schärfste Satiriker der Weimarer Republik. Durch die Entwicklung einer massenwirksamen Menschentypologie und massenhaft hohen Auflagen seiner Druckgrafik avancierte er zum umstrittensten und bekanntesten deutschen Künstler der 1920er Jahre. Es ist die erste Museumspräsentation dieses Malers, Zeichners und Grafikers in Bayern seit 1986. Obschon sie Grosz´ gesamtes Schaffen von 1912 bis 1928 umfassend repräsentiert, wurde sie von der international renommierten Kuratorin Annette Vogel auf das Thema der Kriegsgroteske zugespitzt. Das Buchheim Museum ist exklusiv der einzige Ausstellungsort dieser Schau, die aus Werken des Buchheim Museums, der New Yorker Sabarsky Collection und von zahlreichen namhaften institutionellen und privaten Leihgebern zusammengestellt wurde, darunter die Akademie der Künste, Berlin, das Bayerische Armeemuseum, Ingolstadt, die Berlinische Galerie, das Deutsches Medizinhistorische Museum, Ingolstadt, das Militärhistorische Museum der Bundeswehr, Dresden, das Mittelrhein-Museum Koblenz, die Nationalgalerie, Staatliche Museen zu Berlin und die Stiftung Stadtmuseum Berlin.