Gregor Schneider – Zuflucht oder Kerker

Den deutschen Pavillon in Venedig bestückte der 1969 geborene Gregor Schneider 2001 mit Räumen aus dem Mietshaus seiner Eltern in Mönchengladbach-Reydt. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet Gregor Schneider wie besessen an dem von ihm so genannten „Haus ur“. Er setzt Wände vor Wände und baut Räume in Räume ein. Gregor Schneider reizt die Vorstellung, von seinem Haus „verschluckt“ zu werden. Die Autoren haben ihn beim komplizierten Aufbau des „Haus ur“ mit der Kamera begleitet. Der umstrittene Kubus von Gregor Schneider wurde im März 2007 in Hamburg vor der Kunsthalle gebaut. Schneiders an die Kaaba in Mekka erinnernde Großskulptur „Cube“ war auf der Biennale von Venedig 2005 verboten worden, weil die Stadt Anschläge befürchtete. Anschließend gab der Hamburger Bahnhof in Berlin seinen Plan auf, das Kunstwerk zu realisieren. Gregor Schneider hofft, dass der Kubus nach der Hamburger Ausstellung auf Tournee geht und dann auch in New York, Israel und Venedig realisierbar wird. Schneiders Kubus wirft ein Licht auf die Diskussion um die Kunstfreiheit.
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