Gabriele-Münter-Preis für Leni Hoffmann

Veranstalter
Gabriele Münter Preis ausgelobt durch das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in Zusammenarbeit mit dem Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler, der GEDOK und dem Frauenmuseum
Medirnpartner RBB Inforadio, RBB Kulturradio


Zum fünften Mal wird der Gabriele Münter Preis für Bildende Künstlerinnen ab 40, weltweit der einzige Preis für Künstlerinnen, die älter als vierzig Jahre sind, verliehen. Preisträgerin ist in diesem Jahr Leni Hoffmann. Die Jury wählte die Siegerin unter mehr als 1.450 Bewerbungen aus. Leni Hoffmann überzeugte durch ihre stark farbigen Arbeiten mit Knetmasse. Ihre von Hand hergestellten, strukturierten Farbflächen verändern das Umfeld des Kunstwerkes, so dass Wände oder Fenster die Funktionen von Bildern oder Skulpturen erhalten.


Die Begründung der Jury lautet: „Leni Hoffmanns Arbeiten basieren auf Farbe ohne Malerei zu sein. Mit industriell gefertigten Materialien, u.a. mit Knetmasse, bearbeitet die Künstlerin großflächige Architekturelemente. Die von Hand ausgeführten, stark strukturierten Farbflächen verändern das Umfeld. Darin erhalten Wände, Fensterflächen und andere umgebende Elemente Bildfunktion.


In ihren großdimensionierten Projekten vermittelt die Künstlerin sowohl Innen mit Außen als auch Fläche mit Raum in unterschiedlich medialen Techniken. Die Beteiligung des Publikums am Werkprozess erweitert die Komplexität der Arbeiten. Die Künstlerin überzeugte die Jury durch Stringenz, Neuartigkeit und Entschiedenheit ihres künstlerischen Konzeptes.“


Leni Hoffmann wurde 1962 in Bad Pyrmont geboren. Von 1982 bis 1987 studierte sie an der Akademie der Bildenden Künste in Nürnberg und war Meisterschülerin bei Professor Georg Karl Pfahler. Seit 2002 ist sie als Professorin für Freie Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, Außenstelle Freiburg, tätig. 2003 war sie als Stipendiatin der Villa Massimo in Rom. Die Künstlerin lebt in Düsseldorf und arbeitet vor Ort.


Die vierzig ausgewählten Künstlerinnen der Ausstellung sind:
Uli Aigner, München; Kirstin Arndt, Ludwigsburg; Regine Bonke, Ratzeburg; Petra Böttcher, Efringen-Kirchen; Astrid Brandt, Wilhelmshaven; Katja Brinkmann, Berlin; Susanne Brügger, Essen; Danika Dakic, Düsseldorf; Ingeborg Dammann-Arndt, Sellstedt; Claudia Desgranges, Köln; Ursula Döbereiner, Berlin; Dörte Eißfeldt, Neuenkirchen; Friederike Feldmann, Berlin; Hanna Frenzel, Berlin; Susann Gassen, Ockenheim; Jutta Geier, Berlin; Ute Heuer, Hannover; Christiane ten Hoevel, Berlin; Leni Hoffmann, Düsseldorf (Preisträgerin); Nan Hoover, Berlin; Alexandra Hopf, Berlin; Dagmar Hugk, Köln; Ulrike Kessl, Düsseldorf; Pascale Komarnicki, Berlin; Sigrid Kopfermann, Düsseldorf; Beate Passow, München; Chris Reinecke, Düsseldorf; Inken Reinert, Berlin; Nora Schattauer, Köln; Ute Maria Schmid, Karlsruhe; Yukara Shimizu, München; Ulrike Siecaup, Köln; Heidi Magdalene Sill, Berlin; Annegret Soltau, Darmstadt; Ilse Wegmann, Bad Honnef; Heide Weidele, Frankfurt a.M.; Anna Werkmeister, Berlin; Jeong-Sook Yu, Düsseldorf; Uta Zaumseil, Triebes; Isabel Zuber, Freiburg.


Die bisherigen Preisträgerinnen waren:
2004: Ulrike Rosenbach (Video) und Cornelia Schleime (Malerei)
2000: Rune Mields (Malerei)
1997: Valie Export (Multimedia)
1994: Thea Richter (Installation) und Gudrun Wassermann (Installation)


Die Namenspatin des Preises ist die deutsche Malerin Gabriele Münter (1877–1962), die durch ihre Zugehörigkeit zu der Künstlergemeinschaft „Blauer Reiter“ bekannt wurde und maßgeblich an der Entwicklung der abstrakten Malerei beteiligt war. Zusammen mit Alexander Jawlensky, Marianne Werefkin, Wassily Kandinsky u.a. gründete sie 1909 die „Neue Künstlervereinigung München“ und 1911 die Gruppe „Blauer Reiter“ mit Kandinsky, Alfred Kubin und Franz Marc.


Ausstellung
Ort: Martin-Gropius-Bau



31. Januar bis 9. April 2007

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog, 240 Seiten, Preis: € 18,–



 

Link: http://www.gropiusbau.de