FERNAND LÉGER

30.01.2015 - 21.02.2015
Galerie Thomas,
Maximilianstrasse 25, , München
http://www.galerie-thomas.de

Wir freuen uns, eine Ausstellung mit Werken des Malers Fernand Léger (1881 – 1955), einem
herausragenden Vertreter der französischen Moderne, zu präsentieren.
Befreundet mit den Künstlern Henri Matisse und Robert Delaunay,
künstlerisch beeinflußt von Pablo Picasso und Georges Braque, zählt
Fernand Léger zu den wichtigsten Künstlern des 20. Jahrhunderts in
Europa.
Der Künstler war fasziniert von der Technik der ihn umgebenden
Großstadt, sowie der Dynamik und Geschwindigkeit des modernen
Lebens. In den Jahren um 1920 in der „période mécanique“, zerlegte
Léger in seinen stark vom Kubismus geprägten Bildern Mensch,
Gegenstand und Landschaft in zylindrische Formen.
Nach Ende des Zweiten Weltkriegs kehrte Léger aus den USA, wo er von
1940-1945 als Professor an der Yale Universität lehrte, nach Frankreich
zurück. Dort traf er seinen ehemaligen
Studenten Roland Brice wieder, der sich
in seiner Abwesenheit um das Atelier des
Künstlers gekümmert hatte. Léger schlug dem begabten Keramiker vor, ihm
eine Keramikwerkstatt einzurichten und zu finanzieren. 1949 ließ sich Brice mit
Familie in Biot nieder und begann Keramiken herzustellen, immer auf der
Suche nach neuen Themen, Formen und Farben – im Sinne des Künstlers –
und nach neuen Techniken – im Interesse des Keramikers. Die ersten
Versuche, mit den in der Region üblichen Farben und Glasuren, waren nicht
zufriedenstellend. Der rote Ton, von einer langweiligen Glasur überzogen,
befriedigte Légers Erwartungen nicht. Er bestellte sehr farbintensive und
durchscheinende Emailfarben und begann, großformatige Flachreliefs zu
schaffen, die an einer großen Wand platziert werden konnten. Beispielsweise
entwarf er 1952 für das UNO-Gebäude in New York ein großes
Wandgemälde. Daneben schuf der Künstler Mosaiken und Glasfenster, als
auch dreidimensionale Skulpturen wie “ Le Tournesol“.
Einige Werke von Fernand Léger wurden postum auf der documenta 1
(1955), der documenta II (1959) und der documenta III im Jahr 1964 in
Kassel gezeigt.