Ein goldener Pavillon für skulptur projekte münster 07:


Die temporäre Ausstellungsarchitektur „switch+“ wird ab April realisiert:
Auf dem Vorplatz des skulptur projekte Büros entsteht ein
goldener Pavillon, der während der Ausstellungsdauer die Besucherinformation,
eine thematische Buchhandlung und eine Caféterrasse aufnimmt



Hans-Peter Feldmann, WC-Anlage am Domplatz: Die Realisierung des Projekts hat am
Montag, 26.03.07, begonnen ,


die Arbeit von Rosemarie Trockel trägt den Titel „Less sauvage than others“
und erhält im April den zweiten Beschnitt.


Am Projekt von Guillaume Bijl „Archeological Site (Sorry-Installation)“ hat die Geländemodellierung begonnen.


Der britische Künstler Mark Wallinger (*1959) wird eine 0,6 Millimeter
dünne Angelschnur in einem kreisrunden Umfang von fünf Kilometern und
einer Mindesthöhe von 4,5 Metern durch die Stadt spannen. Fünf bis zweihundert
Meter liegen zwischen den Befestigungspunkten an den Häusern,
die sich auf diesem Kreis befinden. Mit seiner Idee, durch das Spannen
einer Angelschnur sehr subtil einen Raum zu markieren und damit eine
Grenzziehung vorzunehmen, bezieht sich der Brite auf drei Phänomene. Zum
einen auf ein Verfahren jüdisch orthodoxer Gemeinschaften, das das Bewegen
von Gegenständen am Sabbat aus dem privaten Raum regelt (Eruv). Da
der Talmud dies eigentlich verbietet, wird durch die Markierung realer
oder symbolischer Grenzen eine Erweiterung des privaten Raums in den
öffentlichen erreicht. Zum anderen beschäftigt er sich mit dem aus der
englischen Geschichte des 14. Jahrhunderts stammenden Begriff Pale. Diese
Zone beschreibt ein in sich geschlossenes Herrschaftsgebiet, das Sicherheit
bedeutet, indem es sich sich nach Außen abgrenzt. Und schließlich
spricht Wallinger auch das Phänomen des Ghettos an, einen Bereich,
der vor allem die Ausgrenzung einer bestimmten Bevölkerungsschicht bezeichnet.
Die Arbeit des Künstlers bezieht so kulturelle, politische und
gesellschaftliche Fragestellungen mit ein.

Link: http://www.skulptur-projekte.de