documenta 12 – Rückblick

Nach 100 Tagen ist die documenta 12 an einem sonnigen Sonntag zu Ende gegangen. Die vom künstlerischen Leiter Roger M. Buergel und der Kuratorin Ruth Noack konzipierte Ausstellung der Arbeiten von 109 KünstlerInnen aus 43 Ländern wurde von 754.301 zahlenden Gästen besucht. Dazu kamen 4.390 FachbesucherInnen und 15.537 JournalistInnen aus 52 Ländern.
Das bedeutet eine in der jüngeren documenta-Geschichte einzigartige Steigerung der Besucherzahlen von 16% bzw. 100.000 mehr zahlenden BesucherInnen als bei der Documenta11.
An den bloßen Publikumszahlen kann eine Ausstellung mit dem Anspruch der documenta jedoch nicht gemessen werden. Sie bedeuten lediglich, dass die documenta ihre Anziehungskraft bei einem internationalen Publikum auch nach über 50 Jahren nicht verloren hat.
Und sie zeigen, dass es gelingen kann, eine populäre Großausstellung zu machen, ohne populistisch zu sein. Den Herausforderungen zeitgenössischer Kunst und einer nicht an den Konventionen des westlichen Kunstmarktes orientierten Ausstellung hat sich das Publikum der documenta 12 mit großer Offenheit und Achtsamkeit gewidmet.


Engagierte Kunstvermittlung – 7.635 Führungen
Ob diese Ausstellung ihrem Anspruch gerecht geworden ist, ein Publikum im mehrfachen Sinn des Wortes zu bilden, lässt sich kaum objektivieren. Einen Hinweis darauf mag die sehr gute Resonanz auf das Vermittlungsprogramm der documenta 12 geben, das sich jenseits der Dienstleistung um eine Aktivierung des Publikums bemühte. Insgesamt sind über 7.635 Führungen durchgeführt worden, darunter über 1.500 Führungen für Schulklassen.


Die Internetseite www.documenta.de bleibt weiterhin erhalten und blickt mit Bildergalerien sowie Interviews verschiedener documenta-AkteurInnen auf die vergangene Zeit zurück. Auch der Podcast zu den 100 Lunch Lectures steht weiterhin zum Download zur Verfügung.


 

Link: http://www.documenta.de