Die Kuratorin 13. Triennale Kleinplastik Fellbach 2016

Die Kuratorin ist Susanne Gaensheimer

Die Kuratorin für die 13. Triennale Kleinplastik 2016 in Fellbach steht fest. Die viel beachtete Schau für zeitgenössische Skulptur im kleineren Format wird die Handschrift von Susanne Gaensheimer tragen. Die Stadt Fellbach ist glücklich, eine der profiliertesten, international renommierten Kuratorinnen in Deutschland gewonnen zu haben. Dies teilte das Kulturamt der Stadt mit.

Susanne Gaensheimer ist seit 2009 Direktorin des MMK Museum für Moderne Kunst Frankfurt am Main. Davor war sie von 2001 bis 2008 Sammlungsleiterin und Kuratorin für Gegenwartskunst in der Städtischen Galerie im Lenbachhaus in München und von 1999 bis 2001 Leiterin des Westfälischen Kunstvereins in Münster. Sie kuratierte den Deutschen Pavillon auf der 54. und 55. Internationalen Kunstausstellung – La Biennale di Venezia. Für den Deutschen Pavillon 2011, Christoph Schlingensief posthum gewidmet, wurde ihr der „Goldene Löwe“ als bester Länderpavillon verliehen. Anfang 2012 wurde sie u. a. in die Ankaufskommission der Bundesrepublik Deutschland, in den Sparkassen-Kultur-fonds, in die Turner Prize-Jury 2013 und in die Findungskommission für den Kurator der 7. + 8. Berlin Biennale sowie für den Kurator der 14. documenta in Kassel 2017 berufen. Seit 2013 hat sie einen Lehrauftrag am Kunstgeschichtlichen Institut an der Goethe Universität Frankfurt am Main. 2014 gründete sie die Dependance des MMK Museums für Moderne Kunst, das MMK 2.

Susanne Gaensheimer sagte zu ihrer Wahl: „Es ist eine Freude und Ehre, in der Nachfolge so toller Vorgänger die Triennale in Fellbach zu kuratieren. Mich interessiert an dieser Aufgabe gerade das eng umrissene Format der kleinformatigen Skulptur. Gerade in einer Zeit der formalen Entgrenzung und medialen Reizüberflutung liegt in dieser einmaligen Konzentration eine besondere Chance.“

Die Triennale Kleinplastik Fellbach wurde 1980 als Forum für zeitgenössische Skulptur gegründet und findet seither alle drei Jahre statt. Im Jahr 2001 hat sie mit der „Alten Kelter“ einen unverwechselbaren Ausstellungsort bezogen. Er bietet eine Fläche von 3000 qm unter einem riesigen Dachstuhl aus Holz.

Die Erfolgsgeschichte der Triennale wurde maßgeblich von deren künstlerischen Leitern geschrieben. Während für die Triennalen 1-7 geografische und geopolitische Prämissen vorgegeben waren, haben sich die Verantwortlichen seit 2001 – im Zeichen einer Globalisierung der Kunst – für eine konzeptionelle Öffnung entschieden, wodurch ästhetische, kunsthistorische und soziologische Fragen in den Vordergrund rückten. Die Internationalität der ausgestellten Künstler blieb gleichwohl Richtschnur – ebenso eine nicht dogmatisch verstandene Fokussierung auf Skulptur im kleineren Format. Bisherige Kuratoren waren u. a. Manfred Schneckenburger und Catherine David (1986), Christoph Brockhaus (1989 und 1992), Lóránd Hegyi (1995), Thomas Deecke (2001), Jean-Christophe Ammann (2004), Matthias Winzen (2007), Ulrike Groos, Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart (2010), und zuletzt das Kuratoren-Tandem Angelika Nollert, Direktorin der Neuen Sammlung an der Pinakothek der Moderne in München, und Yilmaz Dziewior, ab Februar 2015 Direktor des Museums Ludwig, Köln.

Weitere Informationen: Stadt Fellbach – Kulturamt, Marktplatz 1,
70734 Fellbach, Telefon: 0711/5851-364, E-Mail: kulturamt@fellbach.de, www.triennale.de

Link: http://www.triennale.de