DIE KINDER VON TACLOBAN 100 KAMERAS FÜR 100 KINDER

08.07.2014 - 31.08.2014
Deichtorhallen Hamburg
Deichtorstr. 1-2,, 20095 Hamburg
HTTP://WWW. DEICHTORHALLEN.DE

Website 7

OUTDOOR-AUSSTELLUNG AUF DEM DEICHTORHALLEN-PLATZ
In der Outdoor-Ausstellung »Die Kinder von Tacloban – 100 Kameras für 100 Kinder« werden Bilder von Kinder und Jugendlichen aus dem
philippinischen Ort Tacloban pra sentiert, die ihre Eindru cke vom Leben nach dem verheerenden Taifun »Haiyan« festhielten. Die gemeinsam mit CEWE und dem NDR Fernsehen realisierte Ausstellung geht auf ein Langzeitprojekt des ARD-Fernsehkorrespondenten Philipp Abresch zuru ck, der seit etwa 15 Jahren Einwegkameras in Krisengebieten verteilt.

Mit einem leichten Windzug, einem Lu ftchen, hatte sich »Haiyan«
angeku ndigt. Im November 2013 zieht der Taifun u ber die Visayas,
eine Inselgruppe der Philippinen. »Haiyan« entwickelt sich schnell
zu einem der heftigsten Wirbelstu rme aller Zeiten. Wer ihn u berlebt,
wird spa ter sagen, der Sturm sei so ohrenbeta ubend und donnernd
gewesen wie ein heranbrausender Jumbo-Jet.

Besonders betroffen ist die Ku stenstadt Tacloban. Eine Flutwelle
schießt durch die Straßen, Ha user stu rzen ein. Die Bo en fegen
Wellblechda cher, Steine und Holzsplitter wie Geschosse durch die
Strassen. Bis heute stecken die Splitter so tief in den Palmensta mmen, dass sie mit bloßen Ha nden nicht herauszubekommen sind. An diesem Tag im November sterben in Tacloban etwa 6.000 Menschen.

ARD-Fernsehkorrespondent Philipp Abresch berichtet vom ersten Tag an u ber die Sturm-Katastrophe. Mehrmals kehrt er mit seinem Team in die zersto rte Stadt zuru ck. Er informiert fu r die Tagesschau, die Tagesthemen, den ARD-Weltspiegel und die NDR-Weltbilder u ber die
Folgen des Taifuns.

Wie aber erleben die Betroffenen selbst den Alltag im Ausnahme- zustand? Einen Monat nach dem Taifun versucht Philipp Abresch
ein Experiment: Er verteilt 100 Einwegkameras an Kinder und
Jugendliche. Die jungen Fotografen sollen festhalten, was ihnen
wichtig ist und was sie anderen Menschen zeigen mo chten. In Tacloban entstehen so fast 4.000 Bilder: Schnappschu sse, die den Alltag in den Tru mmern festhalten, Momentaufnahmen, die zeigen wie die Stadt langsam zum Leben erwacht; Bilder, manchmal traurig und erschreckend.
Viel ha ufiger aber voller Energie, Humor und Lebensfreude. Kuratiert
von Ingo Taubhorn ist jetzt erstmals eine Auswahl von 40 Bildern
dieser Fotografien in der Outdoor-Ausstellung vor den Deichtorhallen
Hamburg zu sehen.

Die Bilder der Kinder und Jugendlichen haben eine ganz eigene,
anziehende A sthetik. Sie sind teils verwackelt, ungelenk, amateurhaft. Denn viele der jungen Fotografen haben noch nie in ihrem Leben eine Kamera in den Ha nden gehalten. Sie probieren und experimentieren – begeistert von der Idee, etwas Bleibendes zu schaffen. Unendlich stolz, sich mitzuteilen und geho rt zu werden!

PHOTOS OF HOPE

Seit etwa 15 Jahren organisiert Philipp Abresch Projekte mit
Einwegkameras. Seine Aktionen fu hren ha ufig an die Bruchlinien
unserer Gesellschaft, in Kriegs- und Katastrophengebiete – Kosovo,
Syrien, Irak – in die Weite der Sahara, in den dichten Regenwald
Su dostasiens, in die Armut der Vorsta dte. Die Idee: jungen Menschen
mit Hilfe der Fotografie eine Stimme geben. Abresch nennt sein Projekt
»Photos of Hope«. Das Werk umfasst mittlerweile zehntausende
Fotografien aus u ber 50 La ndern.

FILM

Weltspiegel-Beitrag zum Projekt unter

http://www.tagesschau.de/ausland/philippinen-weltspiegel102.html

ÖFFNUNGSZEITEN

Die Outdoor-Ausstellung ist Tag und Nacht kostenlos auf dem
Deichtorhallen-Platz vom 8. Juli bis 31. August 2014 zu besuchen