Die Ausstellung – Ai Weiwei. So Sorry – ging am 17. Januar 2010 zu End

Die Ausstellung "Ai Weiwei. So Sorry" ging am 17. Januar 2010 zu Ende; sie war seit "Die nie gesehenen Meisterwerke der Barnes Collection" (1995) eine der besucherstärksten Ausstellungen im Haus der Kunst. 
Ai Weiwei hat dem Haus der Kunst angeboten, dass die aus Porzellangefäßen und Bambusstäben bestehende Installation "Bamboo and Porcelain" (2009), die Teil der Ausstellung war, bis auf Weiteres an der Außenfassade zum Englischen Garten bleiben kann. Andere großformatige Werke von Ai Weiwei wie der 400 qm umfassende Teppich "Soft Ground", das Arrangement getrockneter Baumwurzeln "Rooted Upon" sowie die 9.000 an der Fassade befestigten Rucksäcke "Remembering", reisen nun zurück nach Peking.
Der Blog zur Ausstellung aiweiwei.blog.hausderkunst.de wird bis zum Ende des Abbaus aktiv weitergeführt und bleibt anschließend über den Ausstellungsrückblick auf der Website www.hausderkunst.de zugänglich. Mit 98.810 Gesamtzugriffen stieß dieser Blog während der gesamten Dauer der Ausstellung auf kontinuierlich starkes Interesse.
Ai Weiwei hatte kurz nach seiner Ankunft zum Ausstellungsaufbau in München eine Notoperation wegen eines Hämatoms am Kopf – die Spätfolge einer Misshandlung durch chinesische Polizeikräfte. Die Ergebnisse der Nachuntersuchungen, denen sich Ai Weiwei noch in München und zuletzt im November 2009 in Peking unterzogen hat, bestätigen den komplikationsfreien Verlauf von Operation und Rekonvaleszenz.
Im Rahmen der lit.COLOGNE spricht Ai Weiwei am Donnerstag, den 11. März im Schauspielhaus am Offenbachplatz in Köln mit Nobelpreisträgerin Herta Müller über Kunst und Politik. Im Herbst dieses Jahres stellt er in der Turbinenhalle der Tate Modern, London aus, und im Mai 2011 im Kunstmuseum Winterthur. Neben dieser regen Ausstellungstätigkeit ist auch sein politisches Engagement ungebrochen; erst vor kurzem hat Ai Weiwei durch seine Anwesenheit vor dem Gerichtsgebäude seine Solidarität mit dem zu elf Jahren Haft verurteilten Regimekritiker Liu Xiaobo bekundet.
Das Haus der Kunst ist für das Angebot, "Bamboo and Porcelain" noch länger zu behalten auch deshalb dankbar, weil die Terrasse zum Englischen Garten, der Parkplatz hinterm Haus sowie das Teehaus in zukünftige Projekte stärker einbezogen werden sollen.