Art et Liberté – Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938–1948)

15.07.2017 - 15.10.2017
STIFTUNG KUNSTSAMMLUNG NORDRHEIN-WESTFALEN
Grabbeplatz 5, Düsseldorf
http://www.kunstsammlung.de

Kuratoren: Sam Bardaouil, Till Fellrath (Art Reoriented, München und New York)
Kuratorin K20: Doris Krystof

1938: In Berlin, Rom und Moskau sind die Diktatoren auf dem Zenit ihrer Macht, Spanien steht kurz vor der faschistischen Machtübernahme. International schließen sich in vielen Ländern Dichter und Maler, Filmemacher oder Fotografen zusammen, für die der Surrealismus zum Ausdruck des kulturellen Widerstands gegen Faschismus, Kolonialismus und Nationalismus wird. Die Geschichte der heute fast vergessenen ägyptischen Künstlergruppe Art et Liberté, die sich am Vorabend des Zweiten Weltkrieges 1938 in Kairo gegründet hat, dokumentiert jetzt die Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf in einer Ausstellung.

Art et Liberté – Umbruch, Krieg und Surrealismus in Ägypten (1938–1948) belegt mit zahlreichen bisher unbekannten Kunstwerken und Zeitzeugnissen, wie der oft provokative, immer poetische, subversive und anarchische Surrealismus mit seiner engen Verschmelzung von Dichtung und Malerei auch von Kairo aus gegen politische Unterdrückung und für ein freiheitliches Menschenbild eintritt. Mit mehr als 200 Leihgaben aus rund 50 Sammlungen in zwölf Ländern, darunter Gemälde und Grafiken, Fotografien, Filme, Bücher und Dokumente, ist die Ausstellung im K20 vom 15. Juli bis zum 15. Oktober 2017 zu sehen.

Die Ausstellung steht dabei in direkten Bezug zur Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen: So solidarisiert sich das ägyptische Künstlerkollektiv ausdrücklich mit vielen heute in der Sammlung der NRW-Landesgalerie zu sehenden Künstlern.