Andreas Slominski

25.01.2014 - 27.04.2014
Am Wall 207, Bremen
http://www.kunsthalle-bremen.de

Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Dauerleihgabe von Bärbel und Manfred Holtfrerich, die seit 1986 Arbeiten des Künstlers erworben haben. Sie umfasst kleinformatige Objekte, darunter Editionen und Unikate, Skulpturen, grafische Arbeiten und Buchpublikationen aus verschiedensten Werkphasen des Künstlers.
Neben Tierfallen, die als ein Leitmotiv im Schaffen von Andreas Slominski begriffen werden können, zeigt die Ausstellung eine Vielzahl an Werken, die besonders aufwendig zustande gekommen sind: Das „Wiener Schwarz“ wurde extravagant aus Oberschenkelknochen eines Lipizzaners hergestellt, das Fladenbrot mit Hilfe eines Fußballschuhs geprägt. Ein Wassereimer wird über ein Leitungssystem durch die Räume des Museums befüllt. Ein Ofen folgt den Formen des für ihn bestimmten Brennmaterials – Astgabeln.
Die Werke von Andreas Slominski erkunden auf immer wieder überraschende Art soziale, historische und gesellschaftliche Zusammenhänge und Machtverhältnisse, darunter eine Welt verschwenderischer Warenfertigung und Pseudoaktivitäten. Viele Werke bestehen aus oder deuten auf Transformationsprozesse und Kreisläufe hin und lassen sich als Beispiele eines Recyling und „Up“cycling lesen. Das „Wiener Schwarz“ ist Malmittel und Urne, Anfang und Ende zugleich.
Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit Künstler und Sammler.

Eine Ausstellung des Förderkreises für Gegenwartskunst im Kunstverein Bremen