Alte Kunst bei der documenta 12

Buergel will auf der documenta 12 neben der zeitgenössischer Kunst auch die „alte Kunst“ zeigen. Ein Drittel der Exponate sollen aus dem Fundus der Kunstgeschichte stammen.
100 Tage vor Beginn der documenta 12 in Kassel sagt er: „Zeitgenössische Kunst kapiert man nur, wenn man weiß, wo sie herkommt. Dann hat man auch eine Ahnung davon, wo sie hingeht.“ Oder: „Warum sollte es darauf ankommen, wann ein Kunstwerk entstanden ist? Wichtig ist doch nur, dass es uns heute aktuell erscheint.“
Das älteste Stück stamme aus dem 14. Jahrhundert. Eine persische Miniatur, Künstler unbekannt, aus den Archiven der Berliner Museen: „An dem Stück aus dem 14. Jahrhundert sieht man, wie sich persische Künstler eine chinesische Formengrammatik zu Eigen gemacht haben. Das sagt faszinierend viel aus über die Entwicklung der Kunst“so Buergel „Der Künstler war von Persien aus nach China gereist, und das zeigt sich auf dem Bild auch: Der Fluss und die Felsen sind in ihren geschwungenen Linien chinesisch, der Künstler hat sie hineinmontiert in seine persische Landschaft. “

jhs