A SINGULAR FORM

25.06.2014 - 24.08.2014
Secession
Friedrichstraße 12,, A-1010 Wien
http://www.secession.at

Mend

Asier Mendizabal, Untitled (Forcola #1), 2013

Kuratiert von Pablo Lafuente
Mit Werken von Martha Araújo, Ricardo Basbaum, Dustin Ericksen, Asger Jorn (mit Gérard Franceschi),
Hilary Lloyd, Asier Mendizabal, Peter Madsen, Bruno Munari, Nicole Wermers und einigen anderen Dingen

A Singular Form führt künstlerische Arbeiten und Alltagsgegenstände zusammen und schafft einen gedanklichen Raum für mögliche Verwendungen und Bedeutungen, die deutlich über jene hinausgehen, die diesen Objekten üblicherweise zugeschrieben werden. Ausgestellt in den Räumen der Secession, legen die Objekte durch ihre bloße Beschaffenheit sowie ihre Anordnung nicht nur einen bestimmten Zugang oder eine spezifische Funktion nahe – vielmehr verweisen sie auch auf die Befreiung von solchen exemplarischen Festlegungen.

Eine kritische Auseinandersetzung mit der Form und der vermeintlichen Bedeutung von künstlerischen wie nicht-künstlerischen Gegenständen ist einerseits ein typisches, andererseits ein sehr abstraktes Anliegen. A Singular Form veranschaulicht es durch den Fokus auf die skulpturale Form, während zugleich durch die Gesamtheit der ausgestellten Objekte eine Verschiebung vom Skulpturalen zum Funktionalen stattfindet. Die derart veränderte Perspektive offenbart, dass die materiellen Strukturen der Objekte Teil eines sich wandelnden Beziehungsgeflechts bzw. einer Abfolge von Tätigkeiten (wie Betrachtung, Handlung, Gebrauch und Verwandlung) sind, denen sie wiederum alternierend als Katalysatoren, Hilfsmittel oder Grundlage dienen.

Das Display rahmt und organisiert die Objekte zugleich als Dinge und Bilder, um so ihre potenzielle Wirkung zu verstärken – eine Kraft, die fixe Funktionszuschreibungen auflöst und damit auch die Bedingungen verändert, unter denen Leben um sie herum stattfinden kann.

Pablo Lafuente wurde eingeladen vom Vorstand der Secession.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation mit Texten von Franz Boas, Roger Caillois, Fernand Deligny, Asger Jorn und Pablo Lafuente.