LIZ MAGOR – you you you / PREM SAHIB – Balconies

01.07.2017 - 03.09.2017
Kunstverein in Hamburg
Klosterwall 23, Hamburg
http://www.kunstverein.de

LIZ MAGOR – you you you

Der Kunstverein in Hamburg präsentiert die erste deutsche Einzelausstellung der kanadischen Künstlerin Liz Magor (*1948, Winnipeg, lebt und arbeitet in Vancouver). In ihrer Karriere hat sie immer wieder die Grenzen von Skulptur und Plastik ausgelotet. Magors Arbeiten sind heute ein wichtiger Bestandteil der internationalen Materialismusdebatte. Sie nimmt sich der gewöhnlichen und vertrauten Dinge unserer Welt an und verwendet sie in ihren Installationen als Readymades oder formt sie mit anderen Materialien nach und befragt das Verhältnis von Kunst und Alltag sowie Wirklichkeit und Repräsentation. Bewusst gesetzte Leerstellen in ihren Arbeiten erinnern an Kurzgeschichten – sie sind Ausschnitte einer übergeordneten Erzählung von den sozialen Nebenschauplätzen unserer heutigen Leistungsgesellschaft. Die Ausstellung vereint Werke der letzten drei Jahrzehnten.

Kuratiert von Bettina Steinbrügge

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Migros Museum für Gegenwartskunst in Zürich konzipiert und in Partnerschaft mit dem Musée d’art contemporain de Montréal und der Vancouver Art Gallery realisiert. Im Anschluss wird sie an das MAMAC – Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain de Nice wandern. Sie entsteht mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, der Botschaft von Kanada und wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation.

Best & Boldest #3:
PREM SAHIB – Balconies
Der Kunstverein in Hamburg zeigt die erste Einzelausstellung des britischen Künstlers Prem Sahib (*1982, London, England, lebt und arbeitet in London) in Deutschland. Sahibs vorwiegend skulpturales Werk geht von der Ästhetik öffentlicher und privater Orte aus. Einfache geometrische Formen und industrielle Materialien erinnern dabei zunächst an die Minimal Art. Anders als dem Minimalismus geht es Sahib aber nicht nur um Objektivität und Logik, sondern seine Skulpturen sind ebenso subjektiv aufgeladen mit persönlichen Erfahrungen, Symbolismus und Emotionen. Ihre klar umrissenen, schematischen äußeren Formen stehen im spannungsvollen Widerspruch zu ihrem intimen Inhalt. Sahibs Arbeiten referieren dabei häufig auf den menschlichen Körper und Berührungen respektive deren Abwesenheit. Für seine Ausstellung Balconies in Hamburg entsteht eine Reihe von neuen Arbeiten, die sich im fragilen Zwischenbereich von Öffentlichkeit und Privatsphäre bewegen.

Kuratiert von Tobias Peper

Die Ausstellung entsteht mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien der Freien und Hansestadt Hamburg, der Hamburgischen Kulturstiftung, der Leinemann-Stiftung für Bildung und Kunst sowie des British Council.