Multiple Kunst – Multiple Arts von vor 50 Jahren und seit 50 Jahren

Bill Copley’s legendäre sechs Mappen S.M.S. von 1968
Edition Multiplication Berlin 1962-1968
Edition Ruine der Künste Berlin 1985 – 2017

S.M.S. 1968
Richard Artschwager-Ed Bereal-Diter Rot-Betty Dodson-Ronaldo Ferri-Toby Mussmann-Adrian Nutbeam-Claes Oldenburg-Mischa Petrow-Jean Reavey-Paul Steiner-Bernard Venet-John Giorno-Congo-William Anthony-Nall Batterton- Edward Fitzgerald-Neil Jenny-Angus MacLisa-Bruce Nauman-Mel Ramos-Robert Rohm-William Schwedler-Diane Wakowski-Yoko Ono-The Barber‘ Shop-On Kawara-Paul Bergtold-Princess Winifred-Hollis Frampton-Lil Picard-Roy Lichtenstein-Rotella-Robert Watts-John Cage-Arman Fernandez-Robert Stanley-LaMonte Young und Marian Zazeela-John Battan-Dick Higgins-Man Ray-Ronnie Landfield-Roland Penrose-Hannah Weiner-Aftograf-Enrico Baj-Joseph Kosuth-H.C. Westerman-Terry Riley-Marcel Duchamp-Ray Johnson-Alain Jacquet-Nicolas Calas-Meret Oppenheim-Lee Lozano-Bruce Connor-Bernard Pfriem-Clovis Trouille- Marcia Herscovitz-James Lee Byars-Christo-Walter de Maria-Richard Hamilton-Su Braden-Julien Levy-Kasper König-Sol Mednick-Irving Petlin-Nancy Reitkopf

EDITION
RUINE DER KÜNSTE BERLIN
1985 – 2017
Timo Kahlen-Alfonso Hüppi-Wolfgang Laib-Wojchiech Bruszewski-Milan Knizak-Yin Xiuzhen… + Veronika Radulovic
alle 250 videotapes von Wolf Kahlen, alle NetArt-Stücke Timo Kahlen, Wolf Kahlen, 365 Zeit-An-Sagen, 200 Mal NeuAuflegen, alle Bucheditionen und Kataloge

Eröffnung/opening
Sonntag 3. September 2017
12 –18 h
bis Sonntag, den 14. Januar 2018
jeden Sonntag 12-18 h Eintritt frei

 

PIETER BRUEGEL D. Ä. DAS ZEICHNEN DER WELT

DR. EVA MICHEL
Kuratorin der Ausstellung, Albertina

Mit rund 100 Werken präsentiert die Albertina das faszinierende Spektrum von Bruegels zeichnerischem und druckgrafischem Schaffen und beleuchtet seine künstlerischen Ursprünge anhand der Gegenüberstellung mit hochkarätigen Werken bedeutender Vorläufer wie Bosch oder Dürer. Die Ausstellung zeigt unter anderem rund 20 der schönsten Handzeichnungen des Niederländers aus dem hauseigenen, umfangreichen Bestand sowie aus internationalen Sammlungen und führt dabei sogar zwei seiner letzten Zeichnungen, den Frühling und den Sommer, erstmals seit Langem zusammen. Zahlreiche druckgrafische Schätze – in mehrjähriger Forschungsarbeit in der Albertina aufgespürt und aufwendig restauriert – können außerdem zum ersten Mal gezeigt werden.

 

 

Wenzel Hablik – Expressionistische Utopien Malerei, Zeichnung, Architektur

Wenzel Hablik, Freitragende Kuppel, 1919, Aquarell, Farbstift, Bleistift, 64,9 x 50 cm © Wenzel-Hablik-Stiftung,Itzehoe

Utopische Architekturentwürfe, expressionistisches Interieur, fantastische Farbwelten – all dies ist nur ein Teil des Werkes von Wenzel Hablik (1881-1934), der sich als Universalkünstler dem Gesamtkunstwerk verschrieb. Hablik gilt als einer der wichtigen Vertreter der deutschen expressionistischen Architektur- und Gestaltungsavantgarde. Scheinen die Wege der Kunst der Moderne weitgehend erforscht, so bietet sein Werk immer noch Überraschendes. Im Fokus der Berliner Ausstellung stehen seine Architekturvisionen und sein 1923 farbig gestaltetes Meisterwerk eines Raumkonzepts als Rekonstruktion. Sie werden durch die Präsentation von Malerei und Design ergänzt, denn erst in der Kombination wird der Grundgedanke des Gesamtkunstwerkes, wie Hablik es verfolgte, nachvollziehbar. Obgleich er sich an Ausstellungen der Berliner Secession beteiligte, die Galerie »Der Sturm« von Herwarth Walden bereits 1912 seinen ersten druckgrafischen Zyklus neben Werken von Picasso, Kandinsky und Kokoschka präsentiert, ist es die erste umfassende Einzelausstellung seines Werkes in Berlin.

 

 

 

FERNANDO BOTERO

Ohne Zweifel gehört Fernando Botero heute zu den weltweit bekanntesten lebenden Künstlern
und seine Werke sind durch den berühmten Stil, den er seit den späten 1960er Jahren
entwickelt hat, unverwechselbar. Die voluminösen Übersteigerungen der menschlichen Figur,
aber auch von Tieren und Gegenständen in seinen Gemälden, Zeichnungen und bisweilen
monumentalen Skulpturen haben aber nicht nur einen hohen Wiedererkennungswert, sondern
sind das Ergebnis der intensiven Auseinandersetzung Boteros mit der Kunstgeschichte des
Abendlandes, dem Kanon der Kunst und dem kulturellen Erbe seiner südamerikanischen
Heimat. So verbinden sich Paraphrasen auf die großen Meister und die Formensprache des
Barock, aber auch der Rückgriff auf die Stilsprachen etwa Pablo Picassos mit Reminiszenzen an
die typischen Formen der präkolumbianischen Kunst zu einem ebenso humorvollen wie
ironischen Kommentar auf die Entwicklung der Kunst, der Möglichkeit, Wirklichkeit abzubilden
und die ästhetische Grundfrage der Kunst schlechthin: Was ist Schönheit?
Fernando Botero wurde in der Galerie Thomas schon vielfach ausgestellt und die Galerie
begleitet das Werk des Künstlers seit Jahrzehnten. Ein Höhepunkt dieser Zusammenarbeit war
sicherlich die Präsentation zahlreicher monumentaler Skulpturen des Künstlers auf der Berliner
Museumsinsel im Jahr 2007. Zuletzt zeigte die Galerie Thomas Anfang dieses Jahres eine
Ausstellung mit Fernando Botero und Pablo Picasso auf der Art Basel in Hongkong.
Aus Anlass seines 85. Geburtstages, den Fernando Botero 2017 feiern konnte, veranstaltet die
Galerie Thomas Modern zur Open Art eine Ausstellung mit Werken des kolumbianischen
Meisters. Zu sehen sind Gemälde, Arbeiten auf Papier und Skulpturen aus drei Jahrzehnten, die
einen eindrucksvollen Überblick über das einzigartige künstlerische Schaffen Fernando Boteros
gewähren

 

Sammlung des Wiener Kunsthändlers Reinhold Hofstätter, die am 26. September 2017 im Wiener Dorotheum zum Aufruf kommt.

HOFSTÄTTER DIE ZWEITE

Teil II der Sammlung des Kunsthändlers Reinhold Hofstätter in der Auktion am 26. September 2017 mit Jugendstil-Schwerpunkt

Brunnen Entwurf Otto Prutscher, ausgeführt um 1926 Schätzwert € 30.000-40.000; Dagobert Peche Anrichte, um 1920 € 20.000-30.000; Josef Frank Schrank, um 1912 € 22.000-30.000; Josef Hoffmann, zwei Stühle, um 1910 € 5.000-8.000

Es ist der zweite und gleichzeitig der letzte Teil (der erste wurde erfolgreich im Mai 2017 im Dorotheum versteigert) der Sammlung des Wiener Kunsthändlers Reinhold Hofstätter, die am 26. September 2017 im Wiener Dorotheum zum Aufruf kommt. Versteigert werden insgesamt knapp 400 Objekte: die Ausstattung seines eleganten Wohnpalais an der Strudlhofstiege sowie das Inventar seines ehemaligen Geschäftslokals in der Wiener Innenstadt.

Große Namen beim Jugendstil
Alte Meister, Gemälde des 19. Jahrhunderts, Skulpturen von der Gotik bis zum Barock sind die Klassiker in dieser Auktion. Ein Schwerpunkt liegt jedoch diesmal auf einer eher unbekannten Seite von Reinhold Hofstätters Sammelleidenschaft: Dem Jugendstil, der mit Josef Frank, Josef Hoffmann, Dagobert Peche oder Otto Prutscher prominent repräsentiert ist.

Der in Wien geborene Architekt Josef Frank steht für klare und funktionale Formen. In der Auktion wird eine 1912 entworfene Kommode angeboten. 22.000 bis 30.000 Euro beträgt die Schätzung für dieses Möbel, das 1912 bei der Ausstellung der Kunstgewerbeschule 1912 im Raum XIII, der Wohnhalle in einem Landhaus im ÖMKI (Österreichisches Museum für Kunst und Industrie, heutiges MAK) ausgestellt war.

Dagobert Peche ist mit einer phantasievoll gestalteten Anrichte aus der Zeit um 1920 vertreten: Die Front des gelb lackierten Möbels ist mit farbiger floraler Ornamentik geziert, ebenso mit als Relief ausgearbeiteten floralen Schnitzarbeiten sowie silberfarbener Bemalung (€ 20.000 – 30.000).

Schauspieler-Provenienz
Ein Lot dieser Auktion stammt aus dem Vorbesitz eines bekannten österreichischen Schauspielers: In der Villa des Burgschauspielers Josef Meinrad (1913 – 1996) befand sich jener Brunnen aus der Zeit um 1926, der von Otto Prutscher entworfen und von Wienerberger Keramik ausgeführt wurde (€ 30.000 – 40.000). Zwei Stühle aus weiß bemaltem Holz, entworfen von niemand Geringerem als Josef Hoffmann um 1910, sollen 5.000 bis 8.000 Euro bei der Auktion einbringen. Ein Exemplar dieses Modells wurde für die Ausstattung des Schlafzimmers der Schauspielerin Mimi Marlow verwendet.

In die Op-Art entführt eine Tapisserie von Victor Vasarely, ausgeführt vom Atelier Tabard Freres & Soeurs (€ 8.000 – 10.000).

Makart & Laske
Im Bereich Malerei des 19. und 20. Jahrhunderts sind zwei Arbeiten herausragend: Von Hans Makart wird „Ein Sommernachtstraum“ versteigert. 50.000 bis 70.000 Euro beträgt die Schätzung für dieses 187 x 285 cm große Ölgemälde. Gleich viel wie für Oskar Laskes Tempera-Arbeit „Der jüngste Tag“ aus dem Jahr 1927. Es existieren insgesamt drei Fassungen dieser Laske-Arbeit, eine befindet sich im Besitz der Ostdeutschen Galerie in Regensburg, eine weitere in Wiener Privatbesitz.

Sammlung Reinhold Hofstätter
Der in Wien geborene Reinhold Hofstätter (1927 – 2013) eröffnete 1953 sein erstes Geschäft in der Dorotheergasse, Ende der 1960er Jahre seinen zweiten Standort in der Bräunerstraße. Das Dorotheum versteigerte im Herbst 2016 äußerst erfolgreich Bestände aus seinem privaten Landsitz Schloss Schwallenbach sowie im Mai 2017 ebenso hervorragend den ersten Teil seiner Sammlung. „Die Auktionen haben gezeigt, dass antike Möbel nach wie vor sehr gefragt sind, wenn die Kriterien von hoher Qualität und namhafter Provenienz zusammenspielen“, so Dorotheum-Experte Alexander Doczy zur Auktion im Mai 2017.

SAMMLUNG REINHOLD HOFSTÄTTER TEIL II
Auktionsdatum Dienstag, 26. September 2017, 16 Uhr
Besichtigung ab 20. September 2017
online-Katalog ab Anfang September 2017 www.dorotheum.com

Ort Palais Dorotheum, Wien 1, Dorotheergasse 17

www.dorotheum.com

 

Museum Barberini zeigt die Palast-Galerie:

Seit über 20 Jahren zum ersten Mal wieder zu sehen.
Flankierend zur Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR ist im Museum Barberini vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 die Galerie aus dem Palast der Republik zu sehen.
Zum Palast der Republik, dem zentralen Repräsentationsbau der DDR, gehörten 16 großformatige Bilder, die im Hauptfoyer installiert waren. Die sogenannte Palast-Galerie entstand 1975 zum Thema „Dürfen Kommunisten träumen?“ Künstler wie Bernhard Heisig, Wolfgang Mattheuer, Willi Sitte, Werner Tübke, Walter Womacka und Hans Vent steuerten Werke bei, die von 1976 bis 1990 hier ausgestellt wurden.
Bereits wenige Wochen nach der Eröffnung hatten mehrere Hunderttausend Besucher den Palast der Republik und die Galerie gesehen, die Gemälde wurden vielfach in der DDR in Publikationen abgebildet, einige Gemälde wurden auch als Briefmarkenmotive verbreitet.
Zuletzt war die Palast-Galerie 1995 bei der Ausstellung Auftrag: Kunst im Deutschen Historischen Museum zu sehen, seitdem lagern die Bilder im Depot. Lediglich einzelne Werke waren zwischenzeitlich und für kurze Zeit für Ausstellungen entliehen.
Im gemeinsamen Engagement des Deutschen Historischen Museums, des Bundesverwaltungsamts und des Museums Barberini werden die Werke derzeit restauriert. Dies umfasst die Reinigung der Bildfläche – insgesamt über 200 Quadratmeter –, die Neuinstallation von Aufhängevorrichtungen und Ergänzungen der Rahmen.
Die Definition des Themas und die Einladung der Künstler oblag 1975 Fritz Cremer, Leiter des künstlerischen Planungsstabs des Palasts der Republik. Einzige konkrete Vorgabe war aus architektonischen Gründen die Höhe der Bilder: Sie musste 280 cm betragen, die Breite durfte bis zu sechs Meter erreichen. Die Künstler stellten unterschiedliche Motive dar, die sie frei auswählten. Außer beim Werk von Walter Womacka, Wenn Kommunisten träumen…, waren die Bezüge zum ausgeschriebenen Thema eher lose. Die Künstler malten in ihrem jeweiligen eigenen Stil, blieben jedoch durchweg im Figürlichen und damit in der Tradition der realistischen Malerei in der DDR.
Mit dieser dokumentarischen Präsentation zeigt das Museum Barberini ein Zeitzeugnis aus dem Zenit der Staatskunst der DDR, die das offizielle Verständnis von Kunst nach der 1971 ausgerufenen Leitlinie der „Weite und Offenheit“ widerspiegelt. Vor dem Hintergrund dieser staatlichen Repräsentationskunst wird umso deutlicher, wie reich das Kunstleben in der DDR war, dass sich jenseits davon entfaltete. Dies zeigt die Ausstellung Hinter der Maske. Künstler in der DDR vom 28. Oktober 2017 bis zum 4. Februar 2018 im Museum Barberini.
Zur Palast-Galerie im Palast der Republik
Der Palast der Republik wurde 1973–1976 nach Plänen von Heinz Graffunder auf dem Gelände des Berliner Stadtschlosses erbaut, das derzeit als Humboldtforum wiederaufgebaut wird. Er war Sitz des Parlaments, Repräsentationsgebäude und Kulturhaus. Bis zu seiner Schließung im Jahr 1990 fanden hier Kulturveranstaltungen, Konzerte und Theateraufführungen statt und es gab verschiedene gastronomische Angebote.
Zum Gesamtkonzept des Baus gehörte auch die umfangreiche Ausstattung mit Kunstwerken, darunter eine Marx-Engels-Plastik auf dem Vorplatz und, als prominentestes Element, die Palast-Galerie im Hauptfoyer. Fritz Cremer, Bildhauer und Vizepräsident der Akademie der Künste, wurde 1974 zum Leiter des künstlerischen Planungsstabs des Palasts der Republik ernannt. Ihm oblag es, Künstler zu gewinnen, die Auftragsarbeiten zum Thema Dürfen Kommunisten Träumen? erstellten. Von den 19 angefragten Künstlern nahmen 16 den Auftrag an. Im Dezember 1975 waren alle Arbeiten fertiggestellt, so dass sie mit der Eröffnung des Gebäudes im April 1976 präsentiert werden konnten und bis zur Schließung dort verblieben.
Künstler und Werke:
Günter Brendel (*1930): Großes Stillleben, 1975/76, Dispersion auf Hartfaser, 280 x 368 cm
René Graetz (1908–1974) / Arno Mohr (1910–2001): Krieg und Frieden, 1975, Tempera auf Hartfaser, 280 x 368 cm
Erhard Großmann (*1936): Tadschikistan, 1975, Tempera auf Hartfaser, 280 x 600 cm
Bernhard Heisig (1925–2011): Ikarus, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 450 cm
Wolfgang Mattheuer (1927–2004): Guten Tag, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 281 cm
Arno Mohr (1910–2001): Forscht, bis ihr wißt, 1975, Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 552 cm
Willi Neubert (1920–2011): Gestern – Heute, 1975, Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 345 cm
Ronald Paris (*1933): Unser die Welt – trotz alledem, 1975/76, Dispersion auf Hartfaser, 280 x 600 cm
Kurt Robbel (1909–1986): Die schaffenden Kräfte, 1975/76, Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 160 / 272 / 160 cm
Wolfram Schubert (*1926): Brot für alle, 1975, Tempera auf Hartfaser, 280 x 368 cm
Willi Sitte (1921–2013): Die rote Fahne – Kampf, Leid und Sieg, 1975/76, Öl auf Hartfaser, 280 x 300 cm
Werner Tübke (1929–2004): Mensch – Maß aller Dinge, 1975, Mischtechnik auf Hartfaser in fünf Einzelteilen:
Familie, 170 x170 cm; Liebespaar, 170 x170 cm; Kampf der Zentauren und Lapithen, 85 x 170 cm; Totenklage, 85 x 170 cm; Der Tanz um das goldene Kalb, 85 x 170 cm
Hans Vent (*1934): Menschen am Strand, 1975, Dispersion auf Hartfaser, 280 x 552 cm
Matthias Wegehaupt (*1938): Raum für Neues, 1975, Mischtechnik auf Hartfaser, 280 x 552 cm
Walter Womacka (1925–2010): Wenn Kommunisten träumen…, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 552 cm
Lothar Zitzmann (1924–1977): Weltjugendlied, 1975, Öl auf Hartfaser, 280 x 552 cm

Hinter der Maske. Künstler der DDR
28. Oktober 2017 bis 04. Februar 2018

The Parthenon of Books

Samstag, 9. September 2017
Feier zum Abschluss der Sammlung verbotener Bücher
mit Marta Minujín
12 Uhr, Friedrichsplatz, Kassel

Sonntag, 10. September 2017
Beginn der Verteilung der verbotenen Bücher
mit Marta Minujín
12 Uhr, Friedrichsplatz, Kassel

Am Samstag, den 9. September 2017, um 12 Uhr, lädt Sie die documenta 14 zur Feier des Abschlusses der Sammlung verbotener Bücher für The Parthenon of Books auf den Friedrichsplatz in Kassel ein. Die Künstlerin Marta Minujín wird anwesend sein.

Die Besucher_innen sind herzlich eingeladen, auf verschiedene Weise an der offenen Bühne von The Parthenon of Books teilzunehmen, etwa mit Lesungen auf unterschiedlichen Sprachen aus Büchern, die einst verboten waren, mit Rezitationen aus eigenen Texten oder Gedichten, mit lautlosen Beiträgen wie Tänzen oder performativen Gesten, mit wechselnder Musik oder indem sie einfach im Parthenon mit der Künstlerin, den Kurator_innen und den Teammitgliedern der documenta 14 als Zuschauer_innen und Zuhörer_innen anwesend sind.
Die Teilnehmer_innen werden gebeten, sich bis Donnerstag, den 7. September 2017, um 20 Uhr, unter events@documenta.de mit ihrer Kontaktadresse (mit Namen, E-Mail-Adresse und Telefonnummer) sowie Details zu Art und Dauer ihres eigenen Beitrags (der nicht länger als 5 Minuten dauern sollte) anzumelden. Die documenta 14 wird den Zeitplan für die einzelnen Beiträge, die parallel auf verschiedenen Bühnen stattfinden, per E-Mail bis Freitag, den 8. September 2017, um 20 Uhr, bekannt geben. Bei Regen müssen die angemeldeten Darbietungen leider ausfallen. Bitte beachten Sie, dass auf den Bühnen keine Tonverstärker zur Verfügung gestellt werden.
Nach der Feier beginnt der Abbau von The Parthenon of Books, sodass alle einst verbotenen Bücher wieder ihren Weg in die Öffentlichkeit finden und erneut gelesen werden können. Am Sonntag, den 10. September 2017, um 12 Uhr, läutet Marta Minujín die Verteilung der Bücher an die Bewohner_innen von Kassel und alle Besucher_innen ein. Mit diesem Akt möchte die Künstlerin dem ephemeren und vergänglichen Zustand dieses anti-monumentalen Kunstwerks Ausdruck verleihen. Der kollektive, öffentliche Raum wurde nicht nur von den gespendeten Büchern, die den Widerstand gegen Zensur betonen, geprägt und definiert. Diese einzigartige und prekäre Architektur wurde ebenso durch all die Spender_innen, Besucher_innen und Institutionen mitgestaltet, die durch ihre Geste des Spendens die Bedeutung des Gebens und den Wert der gemeinsamen Beteiligung ausgedrückt haben.
Vom 10. bis 17. September 2017 ist jede_r herzlich willkommen, sich während der regulären Öffnungszeiten ein Buch von der Buchausgabe neben dem Parthenon der Bücher abzuholen.