Dänischer Pavillon auf der Biennale Venedig 2011

The Greek curator KATERINA GREGOS has announced the names of the artists chosen to exhibit in the DANISH PAVILION at the Venice Biennale 2011. Gregos has selected a group of 18 internationally acclaimed and upcoming artists, of different generations (the oldest born in 1934, the youngest in 1981), working in different media: From the renowned experimental Czech film-maker Jan Svankmajer and the legendary American illustrator and cartoonist Robert Crumb to the Dutch pioneer of net art Han Hoogerbrugge and the multi-disciplinary Chinese artist Zhang Dali. The Danish artists in the exhibition are Lilibeth Cuenca Rasmussen and FOS (Thomas Poulsen). The large majority of the artists will be presenting NEW WORKS especially conceived for the exhibition.

Katerina Gregos has chosen FREEDOM OF SPEECH as the theme for the Danish Pavilion, and visitors can look forward to an unusual, critical international exhibition on this subject. The exhibition, entitled SPEECH MATTERS aims to complicate the question of freedom of speech and to examine its different aspects and problematics, both from a national and a global perspective. Please find more information attached.

In Japan wurden viele Kulturgüter zerstört!!!

In Japan wurden durch das Erdbeben und Tsunami wohl auch zahlreiche wertvolle Kulturgüter zerstört. "In der Katastrophengegend im Norden Japans und vor allem um Sendai gibt es viele buddhistische Heiligtümer und Shinto-Schreine…Es gibt in der Gegend auch großartige Museen, die gefährdet sind.", sagte die Japanologin Franziska Ehmcke am Freitag in einem dapd-Interview in Köln. "Die könnten natürlich durch Erdbeben und Tsunami in Mitleidenschaft gezogen sein." Darunter sind in Matsushima der Zuigan Tempel, in Sendai der Osaki-Hachimen-Schrein, in Yamanashi die Budda-Halle des Seuhaku Tempels und in Iwaki die Amida- Halle. Zudem seien in der Gegend auch Ausgrabungsorte, die zerstört worden sein könnten.
Es handel sich aber nicht nur um historische Gebäude, sondern auch Kunstwerke, Schriftstücke und handgeschnitzte Puppen (Kokeshi).

Mehr dazu erfährt man auf der Website der japanischen Agency for Cultural Affairs!

Horst Hoheisel: Reinigung des Aschrott-Brunnens

Horst Hoheisel: Reinigung des Aschrott-Brunnens am Dienstag, den 29. März 2011, um 10 Uhr, gemeinsam mit Carolyn Christov-Bakargiev

Der Künstler Horst Hoheisel wird gemeinsam mit der Künstlerischen Leiterin der dOCUMENTA (13), Carolyn Christov-Bakargiev, am 29. März 2011 um 10 Uhr vor dem Kasseler Rathaus das monatliche Ritual der Reinigung seines Kunstwerks Negative Form durchführen, mit dem er – im Sinne eines Gegen-Denkmals – auf den zerstörten Aschrott-Bunnen hinweist.

Der Aschrott-Brunnen wurde von dem Architekten Karl Roth gestaltet und ist nach Sigmund Aschrott benannt, dem jüdischen Stifter, der den Brunnen 1908 der Stadt Kassel schenkte. Im April 1930 wurde der sich nach oben verjüngende Sandsteinobelisk des Brunnens vor dem Kasseler Rathaus von den Nazis zerstört.

Horst Hoheisel entwickelte seine Arbeit Negative Form 1987. Hoheisels Werk besteht aus einem umgekehrt in den Erdboden versenkten Hohlraum-Modell des 12 m hohen originalen Aschrott-Brunnen. Dazu wurde für einige Tage das Modell wie eine geisterhaft wiederauferstandene Form auf dem Platz ausgestellt, bevor sie mit der Spitze nach unten 12 Meter tief in den Boden versenkt und damit zum Spiegelbild des verschwundenen Orginalbrunnens wurde. Das Negativ ist mit einem begehbaren Gitter gesichert. So spürt der Passant die Leere unter seinen Füßen und sieht und hört, wie das Wasser von der Brunnenoberfläche in den zum Trichter gewordenen Obelisken hinunterstürzt. Es ist ein Geräusch, das uns “in die Tiefen der Geschichte” zieht, wie Hoheisel sagt, wo “wir vielleicht Gefühlen des Verlusts eines zerstörten Ortes oder einer verlorenen Form begegnen.”

Nach unten gekehrt und somit unsichtbar gemacht ist Hoheisels Brunnen eine Art “Gegen-Denkmal”, das mehr mündlich als real existiert, wie ein Gerücht, das die Geschichte und Erinnerung an den Holocaust aufrecht erhält und verbreitet. So wie der Künstler es begreift, ist es kein Ort, “an dem Blumen abgelegt werden”, für ihn ist der Ort “eine Wunde, die nicht verschlossen oder vertuscht werden kann.” In einem monatlichen Ritual reinigt Hoheisel persönlich den Brunnen, wie er es bereits seit 25 Jahren sorgfältig tut.


 

Internetseite des Deutschen Biennale-Pavillon 2011

Mit der Internetseite will Susanne Gaensheimer die Kuratorin des Pavillon auf den Künstler Christoph Schlingensief, der im letzten Jahr verstorben ist, neugierig machen. Seine Vorstellungen sollen  aufgezeigt werden und laufend Informationen gesammelt werden. Man spricht von einer Schnitzeljagd im Internet . Eine interessante Sammlung der Arbeiten des aussergewöhnlichen Künstlers.  

Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar geht ans Netz

Bauhaus Kooperation Berlin Dessau Weimar geht ans Netz

Sammlungsführende Bauhaus-Institutionen Deutschlands kündigen
verstärkte Kooperation an – seit dem 17. Januar 2011 ist die neue
gemeinsame Website www.bauhaus-online.de freigeschaltet
Die drei sammlungsführenden Bauhaus-Institutionen in Deutschland, das
Bauhaus-Archiv Berlin, die Stiftung Bauhaus Dessau und die Klassik Stiftung
Weimar, wollen ihre Zusammenarbeit in Zukunft weiter verstärken.
Überaus erfolgreich war zuletzt die große Jubiläumsausstellung „Modell
Bauhaus“, die 2009 166.000 Besucher in den Berliner Martin-Gropius-Bau
gezogen hat und danach im Museum of Modern Art in New York gezeigt
wurde. „Selbstverständlich arbeiten unsere Häuser vor allem auf
wissenschaftlicher Ebene bereits seit langem eng zusammen. Doch die Schau
in Berlin hat auch einem großen Publikum gezeigt, was die Bauhaus-
Institutionen gemeinsam auf die Beine stellen können“, sagte Annemarie
Jaeggi, Direktorin des Bauhaus-Archiv Berlin. „Sie umfasste nicht nur eine
Vielzahl an Objekten aus den drei Sammlungen, sondern war ein auch
konzeptionell überzeugendes Ergebnis einer gemeinsamen Anstrengung.“
Zugleich habe die Schau eindrucksvoll bewiesen, welch großes Interesse das
Bauhaus und seine Ideen 90 Jahre nach der Gründung noch heute
hervorrufen.
„Unser nächstes Ziel, auf das wir gemeinsam hinarbeiten, ist das
hundertjährige Gründungsjubiläum, das wir 2019 feiern können“, erklärt
Wolfgang Holler, der seit 2009 die Museen der Klassik Stiftung Weimar als
Generaldirektor leitet. „Wir haben für die mit „Modell Bauhaus“ begonnene
Dekade eine ganze Menge vor – in unseren jeweiligen Häusern ebenso wie
als Bauhaus-Gemeinschaft.“ Ziel sei es, sowohl in der Vermittlung des Erbes
gemeinsam aufzutreten als auch wissenschaftlich weiterhin intensiv
zusammenzuarbeiten.
Jüngstes Projekt der drei Häuser ist eine gemeinsame Website, die zu einer
zentralen Anlaufstelle in Sachen Bauhaus werden soll. Unter www.bauhausonline.
de wird fundiertes Wissen zum Thema Bauhaus deutsch- und
englischsprachig angeboten.

Die Seite greift nicht zuletzt auf Forschungsergebnisse
zurück, die der Ausstellung „Modell Bauhaus“ in Berlin zugrunde
lagen, und setzt deren Anliegen einer Vermittlung der Bauhausideen und
-gedanken fort. Ein umfangreicher Atlas stellt Personen, Orte und Werke vor,
ein aktueller Kalender kündigt Veranstaltungen und Ausstellungen an, ein
Magazin wirft einen Blick auf aktuelle Themen und Beiträge rund um das
Bauhaus. Erstmals verknüpft die Seite historische Inhalte dabei systematisch
mit dem Angebot von Google™Maps, das damit zum Navigationsinstrument
und touristischen Wegweiser gleichermaßen wird. Programmiert wurde die
Seite, die auch auf aktuellen Mobilgeräten lauffähig ist, von der Berliner
Agentur Panatom (www.panatom.com). Sie wird rotierend von den drei
Bauhaus-Institutionen gepflegt und soll ihnen zugleich eine Plattform bieten,
um die Öffentlichkeitsarbeit zu vernetzen. Finanziert wurde die Erstellung der
Seite mit Mitteln der Kulturstiftung des Bundes.
„Mit der neuen Seite gibt es erstmals eine zentrale Anlaufstelle, die über das
gesamte Bauhaus, seine Geschichte und sein Erbe informiert. Ein nächster
Schritt unserer Zusammenarbeit in der Bauhausdekade ist ein gemeinsamer
Reiseführer zu den Bauhausstätten in Deutschland“, so Philipp Oswalt,
Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau. „Mit Website und dem Reiseführer, an
dem wir bereits konkret arbeiten, machen wir es unseren Besuchern viel
einfacher, sich über das Bauhaus zu informieren und es vor Ort zu erleben –
sei es in Weimar, in Dessau oder in Berlin. Sogar eigene Reiseangebote dafür
planen wir im Verbund.“
2012 werden die Bauhaus-Institutionen aus Berlin, Dessau und Weimar erneut
eine gemeinsame Ausstellung auf den Weg bringen: Im Frühjahr 2012 wird
eine Präsentation im Londoner Barbican mit einer Vielzahl von Leihgaben aus
Berlin, Dessau und Weimar in die Geschichte und Wirkung des Bauhauses
einführen.

SCHINWALD IM ÖSTERREICHISCHEN PAVILLON ZUR 54. BIENNALE DI VENEZIA

KULTURMINISTERIN CLAUDIA SCHMIED UND KOMMISSÄRIN EVA SCHLEGEL
PRÄSENTIEREN DEN ÖSTERREICHISCHEN BEITRAG ZUR 54. BIENNALE DI VENEZIA 2011

MARKUS SCHINWALD MIT EINER EINZELSCHAU IM ÖSTERREICHISCHEN PAVILLON

"Eva Schlegel ist eine international renommierte, ausstellungserfahrene Künstlerin und ausgezeichnete Kennerin der in- und ausländischen Kunstszene. Zwei Mal war sie auf der Biennale di Venezia als Künstlerin vertreten. Mit ihrer Auswahl des Künstlers und mit der von ihr initiierten Plattform Approaching Venice hat Eva Schlegel als Kommissärin des österreichischen Pavillons bereits jetzt die Weichen gestellt für einen erfolgreichen Österreichauftritt in diesem Sommer bei der 54. Biennale di Venezia", betont Kulturministerin Claudia Schmied bei der Präsentation des österreichischen Beitrags zur 54. Biennale di Venezia 2011 in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Eva Schlegel.

Die Biennale di Venezia ist die älteste und bedeutendste Kunstbiennale weltweit und ein anerkannter Gradmesser in der Kunstwelt für das Aufspüren von aktuellen Tendenzen in der Kunst. Sie findet heuer zum 54. Mal vom 4. Juni bis 27. November 2011 unter dem Generalthema ILLUMInations statt. In diesem Jahr finanziert das Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur mit 400.000 Euro die Konzeption, Organisation und Durchführung der Ausstellung im österreichischen Pavillon.

Eva Schlegel erfährt mit ihren künstlerischen Positionen eine international vielbeachtete Rezeption und war bereits 1990 (44. Biennale di Venezia / Aperto, Kurator Harald Szeemann) und 1995 (46. Biennale di Venezia / The Media Pavilion, Kommissär Peter Weibel) als Künstlerin mit Beiträgen auf der Biennale di Venezia vertreten. Neben ihrer umfangreichen künstlerischen Tätigkeit hat Eva Schlegel auch als Kuratorin zahlreiche Ausstellungen durchgeführt, welche widerständige und auch jüngere Positionen in den Fokus der Betrachter stellten. Seit Juni 2008 ist Eva Schlegel Vorsitzende des Universitätsrats an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz. Neben zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen ist Eva Schlegel auch durch ihre architektonischen Interventionen bekannt.

Markus Schinwald im österreichischen Pavillon
Österreich wird bei der diesjährigen Biennale di Venezia durch den 1973 in Salzburg geborenen und heute in Wien und Los Angeles lebenden und arbeitenden Künstler Markus Schinwald vertreten.

"Markus Schinwald hat vorwiegend im Ausland – u. a. in Zürich, Frankfurt, Brüssel und Budapest – erfolgreich komplexe Installationen in verschiedenen Museen und Kunstinstitutionen realisiert und kann auf ein umfangreiches Œuvre zurückgreifen. In seinen Arbeiten verbindet er performative mit bildnerischen, skulpturalen, filmischen und architektonischen Elementen. Subtil spürt Markus Schinwald Dispositiven der Kontrolle, Disziplinierung und Selbstkorrektur nach. Sie schreiben sich in den menschlichen Körper ein, formen, durchdringen ihn und werden als psychologisch aufgeladene Innenwelten wieder an der Körperoberfläche sicht- und spürbar", begründet Kommissärin Eva Schlegel ihre Wahl des Künstlers.

Schinwalds Arbeiten gehen über die visuelle Wahrnehmung hinaus und verdichten jenen Moment, in dem die rationale Verfügbarkeit über den Körper erlischt. Dies zeigt sich besonders deutlich bei den Überarbeitungen der teilweise auf Auktionen ersteigerten bzw. in Antiquitätenläden oder auf Flohmärkten erworbenen Porträts, Lithografien und Akte des 19. Jahrhunderts: Der Künstler gleicht seine Eingriffe dem Original stilistisch so sehr an, dass man den Eindruck hat, sie seien schon immer vorhanden gewesen.

"Ich freue mich, dass die Wahl mit Markus Schinwald auf einen herausragenden Künstler der jüngeren Generation gefallen ist. Markus Schinwald ist ein vielseitiger Künstler, der mit seinen Performances, Filmen und Skulpturen ebenso zu überzeugen vermag wie mit seiner Malerei und seinen Installationen. Ich vertraue darauf, dass die Arbeit von Markus Schinwald für den österreichischen Pavillon hohe Reputation für Österreich in der Kunstwelt erzeugen wird", so Kulturministerin Claudia Schmied.

In seinem Beitrag zur Biennale di Venezia 2011 setzt sich Markus Schinwald mit dem von Josef Hoffmann 1934 geschaffenen österreichischen Pavillon, einem der markantesten Gebäude in den Giardini, und dessen Umgebung auseinander.

Im Kontext von Bice Curigers Generalthema ILLUMInations verhandelt Markus Schinwald die Darstellung und Manipulation von Raum, Zeit, Licht und Schatten. Er verändert nicht nur die Erfahrung des Raums durch ein Moment der Störung zwischen Sichtbarem und Verborgenem, sondern belässt und thematisiert auch Architektur und Geschichte des Pavillons in all ihren Brüchen, Rissen und Fehlstellen und schafft es somit, Abgründiges gesellschaftspolitisch zu visualisieren.

Approaching Venice
Um die Diskussion über die zu einem medialen Großereignis gewordene Kunstbiennale Venedig zu bereichern, werden ab 26. Jänner 2011 im Abstand von zwei Wochen neun Interviews mit international bekannten KünstlerInnen, MuseumsdirektorInnen, KuratorInnen, ArchitektInnen und KritikerInnen, SammlerInnen und GaleristInnen über die Website www.labiennale.at veröffentlicht. Diese von Eva Schlegel initiierte Videoplattform trägt den Titel Approaching Venice (Annäherung an Venedig) und setzt sich kritisch aus verschiedenen Perspektiven mit der Geschichte der Biennale di Venezia auseinander.

Ab 26. Jänner ist das erste Interview mit Jörg Heiser, Mitherausgeber des internationalen Kunstmagazins frieze und derzeit Gastprofessor an der Universität für künstlerische und industrielle Gestaltung Linz, als Video mit Download- und Podcastfunktion über die Website www.labiennale.at und via Facebook abrufbar. Für Smartphones werden die Interviews auf YouTube gestreamt.

Förder- und Forschungsverein Biennale Venedig
Zur Unterstützung aller österreichischen Beiträge der Architektur- und Kunstbiennalen in Venedig in ihrem kulturwissenschaftlichen Bildungsauftrag wurde auf Initiative von Eva Schlegel außerdem der Förder- und Forschungsverein Biennale Venedig gegründet. Er soll Forschungstätigkeiten, Vorträge und Symposien ermöglichen sowie die Erstellung eines digitalen Archivs zum österreichischen Pavillon.