VIENNA ART WEEK 2009

Vom 16. bis 22. November 2009 geht die vom Wiener DOROTHEUM initiierte und vom Art Cluster Vienna mitkonzipierte VIENNA ART WEEK 2009 unter dem Motto VERFÜHRUNG ZUR KUNST in ihre fünfte Runde. Museen, Kunsthallen, Galerien und nicht zuletzt viele international anerkannte Künstlerinnen und Künstler haben Wien in den letzten Jahren ins Zentrum des internationalen Kunst-Radars gerückt. Seit fünf Jahren trägt die VIENNA ART WEEK dazu bei, diesen Trend zu verstärken und bringt internationale MuseumsdirektorInnen, KuratorInnen, SammlerInnen und KritikerInnen mit Persönlichkeiten aus der Wiener Kunstszene zusammen.


Die Mitglieder des Art Cluster Vienna, die an der VIENNA ART WEEK 2009 teilnehmen – Akademie der bildenden Künste Wien, Albertina, Architekturzentrum Wien, Belvedere, departure wirtschaft, kunst und kultur GmbH, DOROTHEUM, ESSL MUSEUM, KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien, KUNSTHALLE wien, Kunsthistorisches Museum, Künstlerhaus, Leopold Museum, LIECHTENSTEIN MUSEUM, MAK Wien, Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, MuseumsQuartier Wien, Verband österreichischer Galerien moderner Kunst, Secession und WIEN MUSEUM – gemeinsam mit weiteren Wiener ProgrammpartnerInnen – wie u.a. ADVANCED MINORITY CUBICLE Contemporary Artspace, COCO (Contemporary Concerns), K48 – Offensive für zeitgenössische Wahrnehmung, Song Song – haben heuer einwesentlich breiteres Programmangebot auf die Beine gestellt, das sowohl Kunstexperten als auch dem kunstinteressierten Publikum gleichermaßen die Gelegenheit gibt, sich von der Vielfalt der Kunstszene in Wien und Umgebung lustvoll verführen und inspirieren zu lassen.


Spezialführungen durch Sonderausstellungen, Schausammlungen, spannende Einblicke in private und öffentliche Kunstdepots, Stadtrundgänge zu Kunstwerken im öffentlichen Raum, Studiovisits bei KünstlerInnen, ArchitektInnen, DesignerInnen und ModermacherInnen, Ausstellungseröffnungen in Kunstinsitutionen und in Galerien, Performances, Gespräche mit KünstlerInnen und SammlerInnen, Vorträge und ein hochkarätig besetztes Diskussionsprogramm zu Themen der zeitgenössischen Kunst und zeitgenössischen Architektur schaffen ein anregendes und kreatives Ambiente für Vernetzung, Austausch und Vermittlung.


Mit rund 60 Einzelveranstaltungen stellt die VIENNA ART WEEK die größte jährlich stattfindende Veranstaltung zur Kunst von Barock bis heute in Wien dar. Ziel des Kunstfestivals ist es, die Aktivitäten im Bereich der bildenden Kunst zu bündeln und damit Wien international als lebendigen und innovativen Kunststandort zu positionieren. Mit der Öffnung der Programmkonzeption möchte die VIENNA ART WEEK 2009 ein neues Publikum ansprechen, um dieses in Zukunft verstärkt an Kunst und Architektur heranzuführen.


Informationen zu einzelnen Programmpunkten


Ausstellungseröffnungen im Belvedere, Wien Museum, Essl Museum und in der Secession
Die Gallery Night
Podiumdiskussionen zur kuratorischen Praxis, zu den Dynamiken des Kunstmarktes, zur Pathologie des Sammelns, zur Street Art als neue Kunstform, zum Status Quo der Videokunst in Österreich, zur aktuellen Entwicklung der lateinamerikanischen Kunst und Kunst als Mahnmal
Performances
Studio Visits: Zeitgenössische KünstlerInnen, ArchitektInnen, DesigerInnen und ModemacherInnen hautnah miterleben
Kunst im öffentlichen Raum Wien
Führungen und Gespräche mit MuseumsdirektorInnen, KünstlerInnen, KuratorInnen und SammlerInnen
Schwerpunkt Architektur
Samstag ist Dorotheumstag im Mumok
Eintritt frei für alle in der Zeit von 10 bis 18 Uhr
Und weiteren Veranstaltungen aus der Wiener Kunstszene


 



 

LET’S PARTY FOR A PIECE OF ART——-28. November 2009

PIN.-Fest und Benefiz-Auktion


Wie jedes Jahr veranstaltet PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne das große PIN.-Fest in der Rotunde des Museums. Am Samstag, den 28. November 2009, heißt es wieder „Let’s party for a piece of art“. Mit dem Reinerlös des diesjährigen Abends soll das 40-teilige Portfolio „Analogue“ der bedeutenden, amerikanischen Künstlerin und Fotografin Zoe Leonard angekauft werden. Die Arbeit zählt seit der Erstpräsentation auf der documenta 2007 zu den wichtigsten fotografischen Werken des 20. Jahrhunderts. Nur zwei Institutionen weltweit werden dieses komplette Portfolio besitzen: die New York Library und die Sammlung Fotografie und Neue Medien an der Pinakothek der Moderne.


Im Zentrum des Abends, der mit seiner gelungenen Mischung aus kulturellem Engagement und Entertainment zu den Highlights der Münchner Herbstsaison gehört, steht eine Benefiz-Auktion. Bedeutende Künstler, Galeristen und Sammler lassen hochrangige Werke versteigern, darunter Arbeiten von Nobuyoshi Araki, Georg Baselitz, Daniele Buetti, Marcel Dzama, William  Eggleston, Candida Höfer, Martin Kippenberger, Neo Rauch, Sean Scully und Robert Wilson. Die Auktion übernimmt wieder Andreas Rumbler, Geschäftsführer Christie’s Deutschland, in Kooperation mit Kathrin Stoll, Neumeister Kunstauktionen.


Zu den Gästen gehören neben den vielen Freunden und Förderern der Pinakothek zahlreiche wichtige Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur und Medien. Die Mischung macht’s! In farbige Lichtspiele getaucht, bildet die Rotunde des Museums den idealen Rahmen, um bei Wein, Cocktails, kulinarischen Köstlichkeiten und Tanz zu Live-Musik die Begeisterung für das Haus und seinen großartigen Kunstbestand zu beflügeln. Unterstützt wird der Abend von zahlreichen Freunden und Förderern, darunter Thomas Kemper Friseure, Vestner Aufzüge und Bankhaus Vontobel AG.


PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne unterstützt seit mehr als 40 Jahren die Sammlung Moderner Kunst und die Staatliche Graphische Sammlung. Der stetig wachsende und sehr aktive Förderkreis hat hunderte von Werken für die Sammlungen erworben und setzt sich mit großer Leidenschaft für die Belange der Pinakothek ein.


Das Portfolio „Analogue“ und die zu auktionierenden Werke werden ab dem 10. November in der Pinakothek der Moderne ausgestellt sein. Besichtigungs- und Führungstermine mit den Kuratoren werden zeitnah bekannt gegeben.


Nähere Informationen: Angelika Bohrer, Tel. +49-(089)649 148 36, E-Mail: angelika_bohrer@web.de


PIN. Freunde der Pinakothek der Moderne e.V., Rochusstraße 10, D-80333 München


Tel.: +49- (0)89-28 80 51 90; Fax: +49- (0)89- 28 80 51 92 E-Mail: info@pin-freunde.de


 

Olafur Eliasson gestaltet – Das Hamburger Kinderzimmer –

Das Hamburger Kinderzimmer
Olafur Eliasson gestaltet einen Erlebnisraum für Familien
zum schöpferischen Umgang mit Kunst
Der international renommierte Künstler Olafur Eliasson (geboren 1967 in Kopenhagen) gestaltet für
die Hamburger Kunsthalle im Erdgeschoss der Galerie der Gegenwart einen Seh-, Erlebnis- und Spielort,
in dem Kinder (6-12 Jahre) und Erwachsene auf besondere Weise schöpferisch mit Kunst umgehen
können. Im Zentrum des Raumes steht ein interaktives Werk von Eliasson, das Structural Evolution
Project: Ein großer Tisch mit Zome Tools – vielfarbigen Stäbchen mit unterschiedlichen Durchmessern
und oktogonalen Verbindungskugeln – lädt Kinder und Erwachsene dazu ein phantasievolle Strukturen,
kristalline Formen und Architekturen zusammen zu bauen. Speziell für das Hamburger Kinderzimmer
kombiniert Olafur Eliasson das Structural Evolution Project mit Ansätzen aus seinen anderen Werken:
An den Wänden des Zimmers richtet er eine komplexe Gitterstruktur ein und schafft damit einen
Ausstellungsraum besonderer Art. Die Besucher können ihre selbst gebauten Werke in diesen teils
verspiegelten Regalstrukturen präsentieren.
Um die Kinder zu immer neuen, phantasievollen Schöpfungen mit den Zome-Tools anzuregen, werden
im Hamburger Kinderzimmer zwei kleine, kindgerechte Themenausstellungen pro Jahr präsentiert. Die
erste Kinderausstellung mit Gemälden, Skulpturen und Graphiken von den Niederländern des 17.
Jahrhunderts bis Picasso ist dem Thema Spiegelei gewidmet. Zusätzlich können die Kinder mit Hilfe
einer Wanderkarte, die zur Eröffnung des Erlebnisraumes erscheint, auch andere Ausstellungsräume
des Hauses zum Thema Spiegelei erkunden. Die Karte ist kostenlos an den Kassen erhältlich.
Das Kinderzimmer-Projekt wurde von der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen anlässlich ihres
fünfzigjährigen Bestehens finanziert.



Öffnungszeiten: Montag bis Freitag, 15-17.30 Uhr, Samstag und Sonntag, 12-16 Uhr
Außerhalb der Öffnungszeiten kann der Erlebnisraum auch für Kinder- und Familienfeiern gebucht
werden (auf Wunsch auch mit pädagogischer Betreuung).
Kuratorin des Hamburger Kinderzimmers: Dr. Annabelle Görgen-Lammers
Wir danken der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen für den Ankauf des Werkes von O. Eliassonn sowie der Malschule in der Kunsthalle e.V. , der BUDNIANER HILFE e. V. und Montana Møbler A/S für die weitere Unterstützung.
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Zum Ankauf des Werkes von O. Eliasson durch die Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen (SHK) Die Hamburger Kunsthalle verdankt der Stiftung für die Hamburger Kunstsammlungen den Ankauf des Werkes von Olafur Eliasson.


Jürgen Blankenburg, Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung auf
Fragen zum Hamburger Kinderzimmer:
Wann entstand die Idee für einen Ankauf, bei dem Kinder im Mittelpunkt stehen sollten?
J. Blankenburg: Anlass war das fünfzigjährige Bestehen der Stiftung 2006. Die Stiftung für die Hamburger
Kunstsammlungen hatte auf Anregung des Direktors der Kunsthalle damals bereits beschlossen,
für die nächsten Stiftergenerationen einen besonders stimulierenden Ankauf zugunsten der
Kunsthalle zu tätigen – in Form eines interaktiven, für Kinder nutzbaren Kunstwerkes. Mit dem Kinderzimmer
von Olafur Eliasson erfüllt die SHK der Kunsthalle ihren eigenen Geburtstagswunsch.
Wie schafft es die SHK so beständig Ankäufe zu tätigen?
J. Blankenburg: Etwa 200 private Stifter und Unternehmen finanzieren in der Stiftung seit 50 Jahren
die Ankäufe von Kunstwerken für die Kunsthalle und das Museum für Kunst und Gewerbe. Die jährlich
eingebrachten Spenden werden durch einen von der Höhe des privaten Engagements abhängigen Zuschuss
des Senats verdoppelt oder wesentlich ergänzt. Auf diese Weise sind für Hamburg etwa 460
Kunstwerke im Wert von über 300 Mio • zusammengekommen.
Was erhofft sich die Stiftung von dem Kinderzimmer?
J. Blankenburg: Beim Jubiläumspräsent ging es darum, auch für die Zukunft ein Zeichen für das anhaltende
Engagement der Stifter zu setzen. Dafür sollte ein authentisches, also kein „kindliches“ Kunstwerk
den jüngsten Museumsbesuchern gewidmet werden, das auch sonst, außerhalb eines „Kinderzimmers“
im Museum einen Platz hätte einnehmen können.
Gibt es vergleichbare Museums-Projekte, gestaltet von einem so renommierten Künstlers?
J. Blankenburg: Nein. In dieser Form ist es in Deutschland bisher einmalig – und hierfür Olafur Eliasson
zu gewinnen, der weltweit zu den am meisten gefragten Künstlern der Gegenwart zählt, war ein Traum,
auf dessen Realisierung gerne drei Jahre gewartet werden konnte. Jetzt können die Kinder und Enkel
der privaten Mäzene dieses interessante Werk am 25. September selber ausprobieren, bevor es zwei
Tage später der Öffentlichkeit übergeben wird.

Ai weiwi blog

ai weiwei ist ein scharfer kritiker der politischen führung chinas und fordert ein ende der zensur. im august wurde er wegen seiner politischen aktivitäten kurzzeitig festgenommen; sein blog im internet mehrfach geschlossen. auf einladung des haus der kunst schreibt er nun im eigens für die ausstellung eingerichteten blog erstmals in englischer sprache.

d documenta – konferenz auf dem weg zur documenta 13

Die d documenta ist eine zweitägige Konferenz, die ein Forum zur Diskussion und Reflexion über die Geschichte der documenta mit ihren unterschiedlichen Erscheinungsformen und ihre Zukunft bieten möchte.

documenta ist zu einem alle fünf Jahre wiederkehrenden Schlüsselmoment geworden, an dem zeitgenössische Kunst gezeigt wird und sich an Kunst und ihrem Verhältnis zur Welt interessierte Menschen begegnen, um die Lage zu analysieren und Ein- und Ausblicke auszutauschen. Für die an der Organisation der nächsten documenta Beteiligten beginnt die Reise öffentlich am 18. September 2009.

Als Redner zu diesem Event sind die künstlerischen LeiterInnen aller bisherigen documenta-Ausstellungen eingeladen. Sie wurden gebeten, in der Präsentation ihrer Ausstellung zunächst ihr Gegenwartsverständnis zur Zeit der von ihnen ausgerichteten documenta zu beschreiben: Wie waren sie sich ihrer Zeit bewusst und wie haben sie sich in ihrer Zeit positioniert. Was bedeutete das für sie und inwieweit floss es in ihre Strategien und Entscheidungen mit ein? Zusätzlich sollen sie rückblickend skizzieren, was sie vielleicht anders gemacht hätten – in Anbetracht der Entwicklungen in der Kunst und in der Welt im Allgemeinen nach ihrer documenta.

Das Castello di Rivoli und die documenta 13 danken allen früheren LeiterInnen, dass sie die Einladung angenommen haben und als Vertreter der KünstlerInnen und der Kuratorenteams, mit denen sie gemeinsam documenta konzipiert, imaginiert, erlebt und erträumt haben, über ihre Ideen und Erfahrungen reflektieren wollen.

Die documenta entstand in den frühen 1950ern als direkte Antwort auf die Politik der "entarteten Kunst" des Dritten Reichs. Sie setzt sich dadurch von anderen regelmäßigen internationalen Kunstausstellungen, die sich aus den Weltausstellungsmodellen des 19. Jahrhunderts herleiten, durch ihre theoretische Basis und das Bewusstsein für die gesellschaftliche Notwendigkeit von Kunst ab. Das gilt heute noch genauso wie vor 50 Jahren.

Das Castello di Rivoli bietet sich als idealer Veranstaltungsort für die Konferenz an, weil sein erster Direktor Rudi Fuchs künstlerischer Leiter der 1982er documenta 7 war, und nun Carolyn Christov-Bakargiev – seit 2001 Chefkuratorin am Castello di Rivoli und seit 2009 seine künstlerische Interimsdirektorin – zur künstlerischen Leiterin der 2012 in Kassel stattfindenden documenta 13 ernannt wurde. "Die documenta 13" – so Christov-Bakargiev – "wird aus einer archäologischen Perspektive, einer ökologischen Beziehung zur Vergangenheit heraus entwickelt, in der jedes für die Zukunft geplante Kulturprojekt sich aus einem Blick zurück entwickeln muss – wie stellte man sich etwa in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Gegenwart vor und was galt bei den verschiedenen documenta-Ausgaben jeweils als dringendes Anliegen?" Gleichzeitig begeistert sie sich "…persönlich für das Unlogische, Verspielte und Poetische, für das Zelebrieren von Kunstwerken und dafür, Besucher eines Ereignisses wie der documenta einzubinden und es für sie zu einer einzigartigen Erfahrung zu machen."

Die Konferenz bringt die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der documenta zu einem Dialog zusammen und lädt alle Interessierten ein, daran teil zu nehmen.

Die RednerInnen sind:
Heiner Georgsdorf, Vorsitzender des Kuratoriums der Arnold-Bode-Stiftung und Freund von Arnold Bode,
zur documenta 1955, II. documenta 1959, documenta III 1964 und 4. documenta 1968 unter A. Bodes Leitung.
Walter Grasskamp, Professor für Kunstgeschichte an der Akademie der Bildenden Künste, München, zur documenta 1955, II. documenta 1959, documenta III 1964, 4. documenta 1968.
Jean-Christophe Ammann aus der Arbeitsgruppe, die die von Harald Szeemann geleitete documenta 5 von 1972 kuratierte.
Manfred Schneckenburger, künstlerischer Leiter der documenta 6, 1977, und documenta 8, 1987.
Rudi Fuchs, künstlerischer Leiter der documenta 7, 1982.
Jan Hoet, künstlerischer Leiter der documenta IX, 1992.
Catherine David, künstlerische Leiterin der documenta X, 1997.
Okwui Enwezor, künstlerischer Leiter der documenta 11, 2002.
Roger M. Buergel, künstlerischer Leiter der documenta 12, 2007.
Carolyn Christov-Bakargiev, künstlerische Leiterin der documenta 13, 2012.

Sämtliche Vorträge und Diskussionen werden aufgezeichnet und in elektronischer Form publiziert.