Deutsche Museen präsentieren deutsche Landschaftsmalerei in Peking

Gemeinsame Presseerklärung der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München, des Museum Frieder Burda, Baden-Baden, und des National Art Museums of China, Peking


Mit zwei Ausstellungen präsentieren sich große deutsche Museen gemeinsam in Peking. Am 14. Mai eröffnen zeitgleich »Living Landscapes. A Journey through German Art« und »Gerhard Richter. Bilder 1963-2007« im National Art Museum of China (NAMOC). Gezeigt werden insgesamt fast 120 Werke, die einen beeindruckenden Einblick in wichtige Strömungen deutscher Malerei geben: Das Spektrum reicht von der Romantik über den Expressionismus bis hin zur Gegenwart. Zudem wird mit Gerhard Richter einer der weltweit bedeutendsten, einflussreichsten und erfolgreichsten zeitgenössischen Künstler mit einer Retrospektive gewürdigt, der ersten großen in China überhaupt. Möglich wird dies durch die Zusammenarbeit der Staatlichen Museen zu Berlin, der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München. Darüber hinaus verdankt sich die Gerhard-Richter-Ausstellung der Zusammenarbeit mit dem Museum Frieder Burda, Baden-Baden, das einen Großteil der Werke Richters zur Verfügung stellt.


Gemeinsam entfalten die drei großen staatlichen Museumsverbunde Berlins, Dresdens und Münchens eine einzigartige Strahlkraft. Ihre erfolgreiche Zusammenarbeit hatte sich erstmals bereits im letzten Jahr mit der Ausstellung »Blicke auf Europa. Europa und die deutsche Malerei im 19. Jahrhundert« im Palais des Beaux-Arts in Brüssel bewährt. Mit der Gemeinschaftsschau in Peking findet die Kooperation nun eine eindrucksvolle Fortführung. Bereits im Mai letzten Jahres unterschrieben die Generaldirektoren Martin Roth, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Peter-Klaus Schuster, Staatliche Museen zu Berlin, und Reinhold Baumstark, Bayerische Staatsgemäldesammlungen, München, im Beisein des Bundespräsidenten Horst Köhler und des Staatspräsidenten Hu Jintao in der Großen Halle des Volkes einen Kooperationsvertrag mit dem National Art Museum of China. Nun kann das Ergebnis der Zusammenarbeit dem Publikum in Peking erstmals präsentiert werden.


In der Ausstellung »Living Landscapes. A Journey through German Art« werden insgesamt 62 Werke aus dem Bestand der großen Museumsverbunde zusammengeführt. Ein hochrangiges Spektrum deutscher Landschaftsmalerei der letzten 200 Jahre, von der Romantik über den Expressionismus bis hin zur Gegenwart, wird dem Besucher aufgefächert. Dabei ist das Sujet »Figur und Landschaft« das bestimmende und vereinigende Moment. Alle drei Bereiche sind kunsthistorische Meilensteine in der Geschichte Dresdens, Berlins und Münchens als Zentren der Künste und der Künstler. Zudem sind alle drei Strömungen historisch gewachsene Sammlungsschwerpunkte der staatlichen Gemäldesammlungen. Als eine »Reise in Bildern« präsentiert sich die Ausstellung dem chinesischen und internationalen Publikum und entfaltet dabei eine einzigartige Bandbreite mit ausgestellten Werken von Caspar David Friedrich über Carl Spitzweg und Ernst Ludwig Kirchner bis zu Georg Baselitz, um nur einige Künstler zu nennen.


Mit der Ausstellung »Gerhard Richter. Bilder 1963-2007« zeigen die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Museum Frieder Burda, Baden-Baden, in Kooperation mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, München, und den Staatlichen Museen zu Berlin die erste große Retrospektive von Bildern des in Dresden geborenen Künstlers in China. 56 Bilder geben einen Überblick über sein umfangreiches und vielfältiges Werk. Gerhard Richter selbst bestimmte die Auswahl der Werke wie auch die Präsentation im National Art Museum of China. Kuratiert wurde die Ausstellung von Götz Adriani.


Für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist der Auftritt in China eingebettet in das Jahr »China in Dresden in China«. Im Rahmen dieses Themenjahres werden bis zum Frühjahr 2009 in Dresden und Peking vier weitere Ausstellungen gezeigt, die sich der zeitgenössischen chinesischen Kunst wie auch der Begegnung der kulturellen und künstlerischen Traditionen Chinas und Deutschlands widmen. Die Staatlichen Museen zu Berlin präsentieren vom 27. Juni bis zum 14. September 2008 die Ausstellung »Zeichen im Wandel der Zeit. Chinesische Tuschemalerei der Gegenwart«  in der Sonderausstellungshalle der Museen Dahlem.


Internet:


http://www.smb.spk-berlin.de


http://www.skd-dresden.de


http://www.sammlung-frieder-burda.de


http://www.namoc.org


 

– BAUHAUS experience dessau – für ein Jahr in Japan

„BAUHAUS experience dessau“ stößt in Tokio auf großes Interesse. Am ersten Tag der Ausstellung, am 26. April, zählte das University Art Museum in Tokio bis 17 Uhr etwa 750 Besucher. Zwei Tage zuvor wurde die Ausstellung in Anwesenheit des deutschen Botschafters, in Tokio, Hans-Joachim Daerr offiziell eröffnet. Mit „BAUHAUS experience dessau“ wird das historische Bauhaus Dessau – die „Hochschule für Gestaltung“ – erstmals in einem großen Rahmen in Japan vorgestellt. Gleichzeitig gibt die Ausstellung einen Einblick in die aktuelle Arbeit der Stiftung Bauhaus Dessau. Auf einer Ausstellungsfläche von 1200 m2 werden rund 300 Objekte aus der Sammlung der Stiftung Bauhaus Dessau gezeigt.


Schwerpunkt der Ausstellung sind Originalobjekte, die den Unterricht und die Arbeit der Bauhaus-Werkstätten dokumentieren: Studentische Mitschriften, Übungsblätter und Materialstudien, die in den Kursen der Bauhausmeister wie Paul Klee, Wassily Kandinsky,László Moholy-Nagy oder Oskar Schlemmer entstanden, sowie Zeichnungen, Fotografien, Designobjekte und Modelle.


Nach Tokio wird die Ausstellung in drei weiteren Kunstmuseen in Japan zu sehen sein: im „Hamamatsu Municipal Museum of Art“ in Shizuoka, im „Niitsu Art Forum“ in Niigata und im “Utsunomiya Museum of Art” in Utsunomiya-shi, Tochigi. Die Ausstellungen begleitend stellt die Stiftung Bauhaus Dessau u. a. durch Workshops und Vorträge die aktuellen Stiftungstätigkeiten vor.


Die Ausstellung wurde durch ein deutsch-japanisches Kuratorenteam konzipiert: Masato Samatsu, Misato Shimazu, The University Art Museum sowie Torsten Blume und Lutz Schöbe, Stiftung Bauhaus Dessau. Gestaltung: Junji Magara, Tokyo Studio. Projektmanagement: Tomoko Kono, Sankei Shimbun. „BAUHAUS experience dessau“ ist ein gemeinsames Projekt der Tokyo University of the Arts und der Stiftung Bauhaus Dessau. Initiatorin war die japanische Tageszeitung „Sankei Shimbun“, die auch die Finanzierung und das Projektmanagement in Japan übernommen hat. Sankei Shimbun unterstützt auch den Bauhaus Award 2008, der in diesem Jahr unter dem Thema „Wohnungsnöte“ steht.



Termine:
26. 04. – 20. 07. 2008: Tokyo University of the Arts, The University Art Museum, Tokio
29. 07. – 07. 09. 2008: Hamamatsu Municipal Museum of Art, Shizuoka
13. 09. – 19. 10. 2008: Niitsu Art Forum, Niigata
15. 01. – 31. 03. 2009: Utsunomiya Museum of Art, Utsunomiya-shi, Tochigi