Beflaggung der Kunstmeile Hamburg

Die international renommierten Künstler Neo Rauch, Lawrence Weiner, Rosemarie Trockel, Hanne
Darboven, Peter Kogler, Maik und Dirk Löbbert, Stephan Balkenhol und Franz Erhard Walther konnten
für ein ganz besonderes Projekt in Hamburg gewonnen werden: Jeder von ihnen gestaltete für jeweils
einen Standort einen Entwurf von drei Flaggen, die ab dem 24. April 2008 an acht Standorten entlang
der Kunstmeile Hamburg zu sehen sein werden.
Die Kunstmeile Hamburg verbindet die sieben großen Kunstmuseen und Ausstellungshäuser
Hamburger Kunsthalle, Museum für Kunst und Gewerbe, Kunsthaus, Galeriehaus, Kunstverein, Freie
Akademie der Künste und die Deichtorhallen sowie die Zentralbibliothek am Hühnerposten miteinander.
Um diese Kunstmeile als Stadtraum sichtbar und erfahrbar zu machen, initiierten die anliegenden
Häuser ein Kunstprojekt zur Markierung der Standorte.

Künstlergruppe robotlab nominiert für den Prix Arx Electronica

Die von robotlab entwickelte Arbeit »autoportrait« entstand 2002 am ZKM
| Institut für Bildmedien: Ein Industrieroboter, eigens für diese
ungewöhnliche Arbeit programmiert, fertigt im Museum Portraits von Besuchern an. Vor der großen Maschine befindet sich eine Zeichentafel, für das Modell steht ein Hocker bereit. Setzt sich jemand, beginnt der Roboter mit der Anfertigung des Bildnisses. Mit einer Kamera wird der zu Porträtierende von der Maschine erfasst und dessen Gesichtszüge mit einem Stift auf die Zeichentafel übertragen. Die handwerklichen Fähigkeiten des Roboters und seine Möglichkeiten, die charakteristischen Merkmale eines menschlichen Gesichts zu erkennen, prägen den ihm eigenen, typischen Zeichenstil. Das Ergebnis dieses Prozesses ist individuell und nicht vorhersehbar – jedes Bild ist ein Unikat. Teil des künstlerischen Konzepts ist, dass alle Porträts vom Roboter nach Beendigung wieder ausgewischt – gelöscht – werden. Gleichgültig hinterlässt die Maschine kein Erinnerungsbild von der Person, die ihm gegenüber saß und nun dem Verschwinden seines eigenen Abbildes beiwohnt.


In »autoportrait« stehen Maschine und Besucher im Verhältnis von Porträtierendem und Modell, von Künstler und Auftraggeber. Der kreative Akt liegt hier bei der Maschine, jedoch ist ihre abbildende Funktion selbst Abbild menschlicher Kreativität. Durch die starke Beziehung des Menschen zu seinem Abbild erhält diese Art der Interaktion ihre besondere Intensität. Bis heute schuf »autoportrait« in über 400 Ausstellungstagen mehr als 14.000 Portraits von Besuchern.



robotlab
Die Künstlergruppe robotlab wurde im Jahr 2000 von den drei Mitgliedern Matthias Gommel, Martina Haitz und Jan Zappe am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe gegründet. Seitdem arbeitet robotlab als unabhängige Gastkünstlergruppe im ZKM | Institut für Bildmedien an Installationen und Performances mit Industrierobotern. robotlab setzt die gewöhnlich in industriellen Produktionsprozessen verwendeten Maschinen als Ready-mades in Kunstprojekten ein. Dabei befindet sich die Maschine stets in autonomen, kreativen Positionen. Auf verschiedensten Ebenen werden so Mensch-Maschine-Beziehungen thematisiert. Anfänglich war die Arbeit der Gruppe gekennzeichnet durch öffentliche Experimentierlabors und experimentelle Anordnungen, bei denen der Besucher auf vielfältige Weise mit den Robotern interagieren konnte.
Diesem Roboterlabor folgten zahlreiche Installationen und Performances, in denen die Roboter bis heute in immer neue thematische oder kulturelle Kontexte eindringen.



 

Die Findungskommission der documenta 13 steht fest


Die Vorbereitungen zur documenta 13 haben begonnen.


Bernd Leifeld, Geschäftsführer der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH, stellte die internationale neunköpfige Findungskommission zur Wahl der Künstlerischen Leitung der documenta 13 in Kassel vor:


Joseph Backstein


Direktor Institute of Contemporary Art Moscow, Künstlerischer Leiter State Centre for Museums and Exhibitions «Rosizo», Moskau Biennale 2007


Manuel J. Borja-Villel


Direktor Museo Nacional Centro de Arte Reina Sofia Madrid (vorher Direktor MACBA Barcelona)


Kathy Halbreich


Stellvertretende Direktorin Museum of Modern Art New York (vorher Direktorin Walker Art Center, Minneapolis, Minnesota)


Paulo Herkenhoff


Freier Kurator (vorher Direktor Museu Nacional Belas Artes Rio, Co-Kurator MoMa New York, Direktor der Sao Paulo Biennale 1998)


Oscar Ho


Direktor MA Programme in Cultural Management, Chinese University of Hong Kong (vorher Ausstellungsdirektor Hong Kong Arts Centre und Gründungsdirektor Museum of Contemporary Art Shanghai)


Udo Kittelmann


Direktor Museum für Moderne Kunst Frankfurt / Main (vorher Direktor Kölnischer Kunstverein und 2001 Kommissar des Deutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig)


Kasper König


Direktor Museum Ludwig, Köln (vorher Direktor Portikus und Professor Städelschule Frankfurt/Main)


Elizabeth Ann Macgregor


Direktorin Museum of Contemporary Art Sydney (vorher Direktorin Ikon Gallery Birmingham)


Rein Wolfs


Künstlerischer Leiter der Kunsthalle Fridericianum Kassel (vorher Museum Boijmans Van Beuningen Rotterdam)


Die von der Findungskommission vorgeschlagene Künstlerische Leitung wird vom Aufsichtsrat der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH gewählt. Dem Aufsichtsrat gehören 5 VertreterInnen des Landes Hessen, 5 VertreterInnen der Stadt Kassel und 2 VertreterInnen der Kulturstiftung des Bundes an.


Die documenta 13 findet vom 09. 06. bis 16. 09. 2012 in Kassel statt.


Oberbürgermeister Bertram Hilgen äußerte sich als Aufsichtsratsvorsitzender der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs-GmbH zur Arbeit der Findungskommission:


Bereits vier Jahre vor Beginn werden mit dem Treffen der Findungskommission die Weichen für die documenta 13 im Jahr 2012 gestellt. Die Findungskommission, die sich aus hochkarätigen Fachleuten aus dem In- und Ausland zusammensetzt, macht dem Aufsichtsrat der documenta und Museum Fridericianum Veranstaltungs GmbH einen Vorschlag für die künstlerische Leitung der nächsten documenta. In der Vergangenheit ist der Aufsichtsrat immer gut gefahren, dem Vorschlag der Findungskommission zu folgen, wie man zuletzt auch bei der Berufung des künstlerischen Leiters der documenta12, Roger M. Buergel, gesehen hat.


 

Der neue Direktor der 53. Biennale in Venedig 2009: Daniel Birnbaum

Daniel Birnbaum heißt der neue Direktor der Kunstbiennale in Venedig 2009. Das gab Paolo Baratta, Präsident der Fondazione la Biennale di Venezia, bekannt. Der 1963 in Stockholm geborene Birnbaum ist in der deutschen Kunstszene kein Unbekannter. Seit 2001 leitet er die renommierte Städelschule in Frankfurt am Main und ist Direktor des kunsthochschuleigenen Ausstellungshauses Portikus. Als Autor und Redakteur arbeitet er für die Kunstzeitschriften Artforum, Frieze und Parkett.  Große Kunstausstellung sind für ihnj nichts Neues, in den vergangenen Jahren war er als Kurator auf der ersten und zweiten Biennale in Moskau tätig und 2003 für die internationale Gruppenschau im italienischen Pavillon Biennale Venedig. Birnbaum, studierte  in Stockholm, Berlin und New York Vergleichende Literaturwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie