Erster Künstler der documenta 12 : Ricardo Basbaum

Mit ihrem Stapellauf in einer Kasseler Lehrlingswerkstatt nahm die erste Arbeit für documenta 12, die soziale Skulptur „Would you like to participate in an artistic experience?“ des brasilianischen Künstlers Ricardo Basbaum ihren Anfang. Ab nun migrieren insgesamt zwanzig Stahlobjekte durch Haushalte und Treffpunkte auf drei Kontinenten, durch Städte wie Kassel, Ljubljana, Mexico City oder Dakar; werden von ihren temporären Besitzern verändert und verändern sich selbst.


Zehn dieser Objekte wurden in einer Gemeinschaftsarbeit von Auszubildenden der Unternehmen Rheinmetall Landsysteme GmbH, ThyssenKrupp ExperSite GmbH und ThyssenKrupp Transrapid GmbH hergestellt. Die Lehrlinge nahmen also schon im Produktionsprozess an der künstlerischen Erfahrung teil.


Die TeilnehmerInnen (Einzelpersonen oder auch Gruppen), die das Objekt für einen gewissen Zeitraum beherbergen, sind selbst verantwortlich, wie sie damit umgehen, in welche Beziehung sie mit ihm treten, wie sie es verwenden oder ob sie es einfach nur abstellen. Ihre Erfahrungen dokumentieren die TeilnehmerInnen in einer ihnen offen gestellten Form auf ihrer Website s.u.


Im Juni 2007 werden diese Dokumentationen in einer Installation präsentiert, die Ricardo Basbaum speziell für die Ausstellung der documenta 12 entwickeln wird.


Idee und Initiative zur Kooperation mit der Kasseler Lehrlingswerkstatt entstanden im Ausstellungsbeirat der documenta 12, einem lokalen Forum in Kassel, in dem die Leitfragen der Ausstellung vor Ort interpretiert werden. Ricardo Basbaum stellte dort den lokalen ExpertInnen seine Konzepte vor – und daraus entstand ein Austausch, der sich nun in den Objekten und der kollektiven künstlerischen Arbeit materialisiert.


Anmerkungen der Redaktion:


Ricardo Basbaum, Künstler, Autor, Kritiker und Kurator, 1961 in Sao Paolo geboren, wo er Assistenz-Professor an der Kunstfakultät der Staatlichen Universität ist. Basbaum  studierte  Geschichte der Brasilianischen Kunst, Biologie und Architektur. Mit einem Stipendium des British Council ging nach England und absolvierte am Goldsmith College in London ein Kunststudium. Seit 1981 nahm er regelmäßig an internationalen Ausstellungen teil.  Er ist heute Mitherausgeber der Zeitschrift item art magazine und war  Co-Autor eines Buches, das 2004 unter dem Titel „Die nächste documenta sollte von einem Künstler kuratiert werden“ erschien. (jhs)



 

Der Blaue Reiter im 21. Jahrhundert


Zweifellos gehört die Sammlung der Kunstwerke des Blauen Reiter zum bedeutendsten Bestand der Städtischen Galerie im Lenbachhaus. Die Gemälde von Wassily Kandinsky, Gabriele Münter, Franz Marc, August Macke, Alexej Jawlensky und Paul Klee ziehen die Besucher aus aller Welt an und erfahren von einem breiten Publikum begeisterte Aufnahme und Zustimmung. Die ursprüngliche Sprengkraft, die in diesen Werken liegt und zum Zeitpunkt ihrer Entstehung für den Betrachter eine völlig neue Seherfahrung bedeutete, scheint im Laufe der Jahrzehnte allerdings einer ästhetischen Zustimmung und Gewöhnung gewichen zu sein. Das Bewusstsein für die Bedeutung dieser außergewöhnlichen Werke in ihrem historischen Kontext schwindet.


Im musealen Kontext gilt im Umgang mit historischen Werken, diese zu bewahren und zu pflegen und im Übrigen ihre Strahlkraft und Aussagemöglichkeit zu überlassen. Wir glauben aber, dass es auch einen anderen Weg im Umgang mit historisch gewordenen Kunstwerken gibt, nämlich den, sie in einen aktiven Diskurs mit heutigen künstlerischen Positionen zu bringen. 1992 haben wir deshalb die Ausstellungsräume des Blauen Reiter in starke, kräftige Farben getaucht, um so ein neues Bewusstsein und eine spannende Auseinandersetzung mit dem Bild und dem Ort seiner Präsentation in Gang zu bringen. Manches der damaligen Erfahrung hat sich bewährt, anderes musste revidiert werden. Allerdings ist inzwischen zu beobachten, dass unsere Auseinandersetzung mit der farbigen Gestaltung der Wände für die Kunst der Moderne häufig allzu leichtfertig imitiert, kopiert, manchmal sogar in verdrehter Form eingesetzt wurde. Unsere Entscheidung basierte auch auf dem Wissen, dass Wassily Kandinsky und Franz Marc in der ersten Ausstellung des Blauen Reiter in der Galerie Thannhauser in München 1911, die Farben der Wändverkleidung bewusst dunkel gewählt hatten, ohne dass wir genaue Auskünfte über die Farben dieser Wände hatten. Gleichzeitig standen uns farbige Raumschöpfungen von Blinky Palermo, Rupprecht Geiger, Gerhard Merz, Günther Förg und anderer vor Augen. Es handelte sich also um eine Art Rekonstruktion des ursprünglichen Ausstellungskontextes und war reine Entscheidung des Kurators.


Der heutige Versuch stellt einen völlig neuen Weg dar. Das Museum gibt mit seinem Bestand und der Entscheidung, wie diese Bilder in den Räumen gruppiert werden, eine bestimmte Lesweise der Sammlung vor. Neu an der Hängung und Präsentation im Lenbachhaus ist, dass die Säle des „Blauen Reiter“ nun jeweils einer Künstlerin oder einem Künstler gewidmet sind, – also Kandinsky, Münter, Marc etc. – während bisher eine stärker chronologische, teilweise durchmischte Hängung gezeigt wurde.


Dazu haben wir jetzt Künstlerinnen und Künstler eingeladen, mit denen wir Einzelausstellungen im Lenbachhaus veranstaltet haben und deren Werke wesentlich zum Bestand unserer Sammlung gehören, um sich jeweils mit einem Künstler des „Blauen Reiter“ und seinem Raum auseinander zu setzen. Dabei geht es um die Klarheit der eigenen künstlerischen Position und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten, aber auch um einen Respekt gegenüber der Kunst dieser Protagonisten der Moderne. Es handelt sich also nicht um eine Frage des Geschmacks und des Stils gehen, sondern allein um eine Verstärkung und Klärung beider Positionen.


Wenn Franz Ackermann den Raum für die Gemälde von Franz Marc bearbeitet, sucht er, innerhalb seines Formenvokabulars und einer bewussten Farbwahl nach einem Klang, der dem Farb- und Formenverständnis von Franz Marc entspricht. Ackermann greift Marcs naturnahe, aber kristalline Welt als Idee auf, öffnet darüber Räume und Welten in seinen architektonischen Visionen, die über die Begrenzung des architektonischen Raumes reichen. Ackermann bezeichnet mit dem Titel für diese Raumarbeit seine Intention:


„Der unverbaute Blick“. Formenanalogien aus Werken von Marc übersetzt Ackermann in eine raumbildnerische Lösung, in der sich die Wandflächen illusionär öffnen und die Tafelgemälde zugleich bergen. Auffallend ist dabei der Verzicht auf ein Farbigkeit, wie sonst im Werk Ackermanns üblich, zugunsten einer eingeschränkten Skala von Blautönen. Diese weist sieben unterschiedliche Farben auf, besitzt daher keine auf die Zeichnung reduzierte Formensprache. Der begleitenden farbigen Grundton schafft durch die konzentrierte Anordnung der Formen an den Rändern, insbesondere in den Raumecken einen neuen, eigenen Raum für die Bilder von Franz Marc und verstärkt die Präsenz ihrer Farbe.


Auch Thomas Demand zielt mit seinem künstlerischen Zugriff darauf ab, eine neue bildmäßige Ebene zwischen dem architektonisch gegebenen Raum und den Gemälden von August Macke einzuführen. Dies wird allein schon dadurch evident, dass er die Wände des Raumes mit einem Bildmotiv, das auf eine Tapete gedruckt wurde, überzieht. Wie eine Haut tritt diese Bildschicht bergend und schützend dazwischen. Ein spitzwinkliges Blattgefüge in hellem Grau und scharf abgrenzenden Schwarzstellen bildet das Muster, das sich beim genaueren Hinsehen als Efeubewuchs zu erkennen gibt. Wir wissen aus der Arbeit von Thomas Demand, dass er die Nachahmung der Wirklichkeit, eingefangen durch hotographien, in Wiederherstellungen durch Papiernachbauten zu seinem Thema gemacht hat. Damit schafft er zwischen Erinnerung und Wirklichkeit ein Diaphragma, eine Trennschicht, durch die uns Vertrautes befremdend entgegentritt. Das Naturvorbild wird auf seine Form reduziert und in der Dichte der Anordnung zu einem Muster. Auf diese Weise wird der Natur in den Gemälden von August Macke, die selbst einen Formalisierungspozess durchlaufen haben, auf befremdliche und überraschende Weise neu begegnet.


Katharina Grosse hat sich Alexej Jawlensky als Gegenspieler ausgewählt. Ihr farbiger Zugriff, der das Temperament und die Energie von Graffitis spüren lässt, hat der Präsenz der Farbe im Raum eine neue Ebene abgerungen. Die Farbe wird als versprühtes Material unmittelbar spürbar und tritt in anderer Präsenz auf als die Farbe der Gemälde von Alexej Jawlensky, obschon es sich um eine verwandte, aus seiner Malerei entwickelte Farbskala handelt. Grosses Farbe strömt von einem seiner Bilder über die Wand abwärts und ergießt sich über den Fußboden in den Ausstellungsraum und macht so die Farbe physisch in ganz anderer Art präsent. Die Distanz zwischen Bild und Betrachter ist hier noch weiter gehend aufgehoben, indem dieser sich nun „im Bilde“ wieder findet.


Olafur Eliasson eröffnet im Kandinsky Raum erneut die Diskussion über den weißen Ausstellungsraum, den „White Cube“. In Titanweiß getünchte Ausstellungsräume sind zu einer internationalen Konvention des modernen Ausstellungskonzeptes geworden, wobei meist nicht bewusst ist, dass Titanweiß als Nummer Null auf der Farbenskala, die chemisch-technische Entwicklung eines amerikanischen Produzenten ist, der damit sein Diktat, eine festgeschriebene Norm als „Parole“ für den modernen, austauschbaren Ausstellungsraum ausgegeben hat. Bis dahin hatten weiße Räume gekalkte Anstriche, wobei die Champagnekreide als besonders rein und hell galt, allerdings auch sie mit einem leichten Chamois bis Grauton. Das „blendende“ Weiß, das in seiner Aggressivität und überstrahlenden Helligkeit auch die Farben der Gemälde optisch angreift, ist eine Erfindung der letzten 50 Jahre. Olafur Eliasson stellt nun eine weitere Frage angesichts der weißen Wand, nämlich die nach der Bedeutung des unterschiedlichen Tageslichtes. Dieses unterscheidet sich nicht nur im Lauf des Tages, sondern auch nach der geographischen Lage. Durch eine Lichtsteuerung über der Milchglasdecke werden unterschiedliche örtliche und zeitliche Lichtsituationen simuliert. Auf diese Weise verändert sich das Licht des Raumes, die Farbe der Wände und selbstverständlich auch die der Bilder. Durch diesen Kunstgriff wandert der Raum virtuell durch die Welt, ohne seinen Ort zu verlassen, die Bilder Wassily Kandinskys werden in unterschiedlichem Licht erfahren. Dabei greift Eliasson Ideen von Kandinsky selbst auf, der bestimmte Stunden des Tages und ihre Lichtstimmungen an manchen Orten, etwa zur Zeit des Sonnenuntergangs in Moskau, besonders geschätzt hat.


Wir gehen davon aus, dass manches den Besucher irritieren, aber auch anregen wird und dass es auf diese Weise zu einem Dialog mit neuen Fragestellungen und neuen Erfahrungen kommen wird. Wir möchten so aber auch deutlich machen, dass die Kunst der Gegenwart zum wesentlichen Sammlungsschwerpunkt der Städtischen Galerie gehört und die Beschäftigung mit der heutigen Kunst unseren Sinn für das Vergangene schärft. In der lebendigen Begegnung unterschiedlicher Ebenen sehen wir ein wesentliches Abbild unserer Zeit, die sich keinesfalls eindimensional darstellen lässt.


Anmerkung der Redaktion:


Beachtenswert sind auch weitere Werke der o.a.Künstler in den unteren Räumen. Im Kunstbau des Lenbachhauses befindet sich bis zum 22.10.2006 eine sehr interessante Lichtinstallation von Olafur Eliasson (s. Termine) jhs

Schloss Derneburg verkauft

Es begann mit dem Verkauf von 120 Arbeiten zeitgenössischer, deutscher Künstler die in 26 Räumen des Schlosses von Georg Baselitz untergebracht waren. Käufer war der Amerikaner Andrew J. Hall, Chef der Firma Phibro. Die Werke sind bereits in New York.


Jetzt hat der Amerikaner das Schloss Derneburg in Niedersachsen von Baselitz gekauft. Es soll in ein Museum werden, vielleicht mit den Werken, die jetzt in New York lagern und Arbeiten von Baselitz. Über 80 Räume befinden sich in dem Gebäude.


Das Inventar des Schlosses wurde über das Kunsthaus „Schloss Ahlden“ aufgelöst, ca.800 Einrichtungsgegenstände für die oft das 2-3 fache des Mindestpreises geboten wurden.Die Käufer kamen aus Japan, China, Russland und USA (auch einige aus Deutschland). Die Höhe des Erlöses wurde nicht bekannt gegeben. 


Baselitz zieht nach Bayern, wie es heißt an den Ammersee.

Samuel Keller wechselt 2008 an die Fondation Beyele

Der 40jährige Samuel Keller ist in Riehn bei Basel aufgewachsen. Sein Kunststudium brach er ab um Erfahrungen im PR Bereich zu sammeln. 1995 kam er als Pressesprecher zur ART Basel, deren Direktor er fünf Jahre später wurde.


Im Frühjahr 2008 tritt er die Nachfolge von Christoph Vitali als Direktor der Fondation Beyeler in Riehen bei Basel an. Der ART Basel wird er als Präsident weiterhin verbunden bleiben. 

Iannis Xenakis – Musik und Architektur


Mit Film, TV, Video und digitaler Kunst ist das Bild in das Gebiet der Poesie und Musik eingetreten. Die bewegten Film- und Videobilder sind der Musik genauso nahe wie der Malerei. Die klassische Ästhetik war allerdings aufgrund der jahrhundertelangen Hegemonie der Malerei so wirksam, dass die Museen der modernen Kunst sich noch im 20. Jahrhundert den eigentlichen Errungenschaft der Kunst verschlossen: der Bewegungs- und Zeitproblematik. Einige fortschrittliche Museen haben zwar Filmabteilungen, aber die Filme werden außerhalb und nicht als Teil der ständigen Sammlung gezeigt. Das ZKM hat mit seinen zahlreichen Ausstellungen von Video- und Computerkunst schon immer für die zeitbasierten Künste votiert. Mit der Einrichtung eines Filmraumes, in dem Filme von Agnès Varda, Artavazd Peleschjan, Andrei Ujica und Peter Weibel gezeigt werden hat es diese Richtung ebenso konsequent im Medienmuseum institutionalisiert wie mit den der Musik gewidmeten Hörräumen, deren Herz und Basis das Musikarchiv IDEAMA bildet. Mit IDEAMA haben die Besucher des ZKM | Karlsruhe die Möglichkeit auf über 100 Stunden Musik  in dieser weltweit wohl umfassendsten Datenbank für elektronische Musik zurückzugreifen.


Ab September widmet sich das ZKM dem Werk des bahnbrechenden Komponisten/Architekten Iannis Xenakis, der durch sein Werk eine ideale Verbindung aus Raum- und Zeitkunst mit dem Philips-Pavillon verwirklicht hat. Die Bayerische Architektenkammer hat von dem von Xenakis konzipierten Philips-Pavillon für die Weltausstellung 1958 in Brüssel ein Modell anfertigen lassen, das im Zentrum ihrer Ausstellung »Iannis Xenakis – Architektur und Musik« steht. Das ZKM präsentiert sie vom 09.09. bis 03.10.06 in der neuen Musikabteilung des Medienmuseums. Edgard Varèse komponierte sein »Poème électronique« für diesen Pavillon. Eine von der TU Berlin konzipierte akustische Simulation wird die damals innovativen Klangmöglichkeiten hörbar machen.


Iannis Xenakis (1922-2001) gehört zu den wenigen internationalen Persönlichkeiten, die als Komponisten und Architekten gewirkt haben. Spätestens mit der Uraufführung des Orchesterwerks »Metastaseis« 1955 bei den Donaueschinger Musiktagen gelang ihm der internationale Durchbruch als Komponist. In der Architekturszene ist Xenakis mit seinen Werken für viele ein Unbekannter geblieben. Die Ausstellung »Iannis Xenakis – Architektur und Musik« – initiiert und erstellt von der Bayerischen Architektenkammer, zunächst in München und nun im ZKM auch in Kooperation mit der TU Berlin zu sehen – dokumentiert diese beiden außergewöhnlichen Begabungen im Zusammenhang mit Xenakis’ Konstruktion des Philipps-Pavillons für die Weltausstellung in Brüssel 1958, einem frühen Versuch, über eine spezielle Anordnung von Lautsprechern, die elektronische Musik gewissermaßen greifbar und den Klang modellierbar zu machen.


Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Projekte von Xenakis, die beispielhaft die Symbiose von Musik und Architektur darstellen. Die Arbeiten von Xenakis werden in der Ausstellung anhand von Reproduktionen zahlreicher Zeichnungen, Pläne, Fotografien, Partituren, musikalischen Skizzen und einem Modell des Philipps-Pavillons präsentiert, erklärt und verdeutlicht. Zusätzlich wird der Film »La Vie et la Musique de Iannis Xenakis / leben und Werk des Iannis Xenakis« des Regisseurs Mark Kidel gezeigt.


Das Werk des griechisch-französischen Komponisten Iannis Xenakis (1922–2001) stellt einen der bedeutendsten Beiträge zur zeitgenössischen Musik dar und umfasst weit mehr als einhundert Kompositionen. Xenakis war aber nicht nur Komponist, sondern vereinte wie Le Corbusier einmal sagte »drei Begabungen«: Er war Komponist, ausgebildeter Bauingenieur und wurde in der Zusammenarbeit mit Le Corbusier Architekt, In der Ausstellung »Iannis Xenakis – Architektur und Musik« werden die Beziehungen von musikalischer Komposition und architektonischem Entwurf im künstlerischen Werk von Iannis Xenakis dargestellt. Mit über hundert Reproduktionen von Fotografien, Zeichnungen, Plänen, graphischen\‘ Notationen und Partituren zum Leben und Werk von Xenakis wird die enge Verwandtschaft von Architektur und Musik dokumentiert. Auszüge aus Büchern und Artikeln von Xenakis sowie Kommentare und Zitate von Zeitgenossen erläutern die Dokumente und führen in das ästhetische Denken von Iannis Xenakis ein.


Iannis Xenakis, der von 1947 bis 1959 im Architekturbüro von Le Corbusier arbeitete und zunächst für die statischen Berechnungen verantwortlich war, wurde von Le Corbusier in den 1950er Jahren zunehmend mit Entwurf, Planung und Durchführung architektonischer Projekte betraut. Das Dominikanerkloster La Tourette (1953–1960) in der Nähe von Lyon (Frankreich) war das erste Projekt, an dessen Entwurf Xenakis maßgeblich beteiligt war. Er entwarf die rhythmisch gestalteten, sogenannten ›musikalischen Glasfassaden‹ (pans de vorre ondulatoires), die nach dem von Le Corbusier entwickelten Maßsystem des Modulor und nach dem Prinzip des Goldenen Schnittes gestaltet waren, und setzte gemeinsam mit Le Corbusier in der Kapelle des Klosters die neue Konzeption um, mit Licht und Schatten Räume zu schaffen, indem mit sogenannten ›Lichtkanonen‹ Kegel aus der Wand geschnitten wurden. Der wahrgenommene Raum erscheint unfassbar und immateriell. Mit La Tourette entsteht zum ersten Mal ein Licht und Projektionsraum, dessen Konzeption Xenakis in seinen, in den 1960er und 1970er Jahren folgenden Licht-, Raum- und Klang-Inszenierungen, den sogenannten Polytopen in Montreal (1967), Cluny (1972) und dem Diatope in Paris (1978) zur Vollendung führen sollte.
Xenakis erlebt zugleich mit seiner musikalischen Komposition »Metastaseis«, die auf den Donaueschinger Musiktagen 1955 uraufgeführt wurde, seinen internationalen Durchbruch, Wenn auch die Musikkritik noch zunehmend skeptisch auf die Streicherglissandi in »Metastaseis« reagierte, erscheinen Xenakis\‘ Kompositionen, die anfänglich zwar noch der seriellen und konkreten Musik verpflichtet waren, als eine konsequente Fortführung zeitgenössischer Kompositionsverfahren, Bereits mit seiner Komposition »Pithoprakta«, die 1957 unter der Leitung von Hermann Scherchen vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks im Rahmen der musica viva in München uraufgeführt wurde, entwickelte er ein auf der mathematischen Wahrscheinlichkeitstheorie basierendes neues Kompositionsverfahren, das als eine Form stochastischer Musik bezeichnet werden kann. Eine besondere Bedeutung für das Verhältnis von Architektur und Musik kommt in diesem Zusammenhang dem Entwurf des Philips-Pavillons zu, den Xenakis für die Präsentation der Firma Philips auf der Weltausstellung in Brüssel 1958 konzipierte. Le Corbusier konzentrierte sich mit seinem poOrne éléctronique, das in Zusammenarbeit mit der gleichnamigen Komposition von Edgar Varèse als eine Synthese von Ton, Licht, Farbe und Rhythmus gedacht war, ganz auf die Inszenierung im Inneren des Pavillons. Der Pavillon selbst besteht aus sogenannten hyperbolisch paraboloiden und konischen Elementen, die Xenakis bereits in der graphischen Notation der Streicherglissandi zu »Metastaseis« anwandte.


»Im  Philips-Pavillon verwirklichte ich die Grundgedanken von Metastaseis. Wie in der Musik, so war ich hier an der Frage interessiert, ob es möglich sei, von einem Punkt zu einem anderen zu gelangen, ohne die Kontinuität zu unterbrechen. In Metastaseis führte mich dieses Problem zu den Glissandi, während beim  Philips-Pavillon das Ergebnis die hyperbolischen Parabolformen waren.« (Iannis Xenakis im Gespräch mit Bálint András Varga)


Vor diesem Hintergrund erscheinen Xenakis\‘ musikalische Kompositionen als sich in der Zeit entfaltende architektonische Konstruktionen. Die Verwandtschaft von Musik und Architektur wird durch die gemeinsame mathematische bzw. geometrische Grundlage dargestellt, die in Zahlverhältnissen und Proportionen ihren Ausdruck findet. Xenakis setzt damit die bereits in der griechischen Antike postulierte, sogenannte pythagoräische Tradition fort. Die Pythagoräer glaubten, dass der gesamte Kosmos von einer Harmonie durchdrungen ist, die sich durch Zahlen und ihren Verhältnissen zueinander ausdrücken lässt, und es insbesondere zwei Künste sind, in denen sich die kosmischen Ordnungsgesetze abbilden lassen: Musik und Architektur.


Xenakis bleibt mit seinen musikalischen Kompositionen und architektonischen Entwürfen der antiken griechischen Idee von der mathematischen Universalität verbunden, allerdings hat sich die mathematisch logische Grundlage seit dem 19. Jahrhundert in geradezu revolutionärer Weise verändert und so erscheint es konsequent, dass Xenakis als Grundlage seines künstlerischen Schaffens neuere mathematische, logische und wissenschaftliche Theorien wie z. B. Stochastik, Automaten, Gruppen, Chaostheorie,
Gastheorie, DNA-Strukturen verwendet. Wissenschaft und Kunst erscheinen im Werk von Xenakis nicht als Gegensätze, sondern können gleichermaßen neue Einsichten eröffnen und das Verstehen der uns umgebenden Welt verbessern,


Begleitend zur Ausstellung haben die Besucher die Gelegenheit, Filme über das Leben und Werk von Iannis Xenakis zu sehen und Orchesterwerke sowie eine Auswahl kammermusikalischer und elektronischer Stücke zu hören,


Kurator: Minas Borboudakis (Musik), Initiator; Prof. Dr. Ulrich Winko (Architektur)
Projektleitung/ZKM: Dr. Achim Heidenreich


Eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Bayerischen Architektenkammer und der Fachhochschule München, Fachbereich Architektur


Mit freundlicher Unterstützung von:
Bang & Olufsen, Bayern 4 Klassik, BMG, Boosey & Hawkes / Bote & Bock, designfunktion, Donaubauer, Griechisches Generalkonsulat München, Hypo-Kulturstiftung, G. Ricordi & Co. München

SpacePlace: Art in the Age of Orbitization

Der Titel der Datenbank »Space Place: Art in the Age of Orbitization« zitiert Sun Ras Kultfilm »Space ist the Place«, der als eine Reaktion auf die Missachtung der Menschenrechte in den 1960ern in den Vereinigten Staaten zu verstehen ist. Sein besonderes Anliegen war die Wiederherstellung der Gleichstellung im Orbit, nachdem er hatte festellen müssen, dass die Bemühungen der Staaten auf eine Rassentrennung im Weltraum hinauslaufen würden.


Die von Philip Pocock und Peter Weibel kuratierte Datenbank setzt diese Kritiklinie fort, indem sie die Bedingungen einer gleichberechtigten Nutzung des Weltraums überprüft.


 »SpacePlace« setzt sich daher mit mobilen Technologien, Webanwendungen und Möglichkeiten des Kuratierens im Web auseinander. Es erschließt den öffentlichen Raum und bietet allen Interessierten die Möglichkeit der Partizipation an der Gestaltung des Inhalts.


Verschiedene Web-Technologien und Vorgehensweisen des gemeinschaftlichen Publizierens von Informationen im Internet werden zu einem innovativen Forum zusammengeführt, an dessen inhaltlicher Gestaltung sich die Öffentlichkeit über das Internet oder über die meisten Bluetooth-fähigen Mobiltelefone beteiligen kann.


Mit »SpacePlace« soll den unterschiedlichen Konzepten und Ideen der gemeinschaftlichen kreativen und friedlichen Nutzung des Weltraums sowie der mit diesem Begriff assoziierten Zukunftsvision Rechnung getragen werden.


So versteht sich das Projekt als ein erster Schritt hin zu einem »Kunstsatelliten«, d.h. hin zur Definition eines adäquaten Ortes für die Präsentation von Weltraumkunst, eines Ortes also außerhalb eines Museums, außerhalb der Erde auf der einen Seite und der Definition eines Forums auf der anderen Seite, das öffentlich und gemeinschaftlich zum Abruf und zur Speicherung von Daten genutzt werden kann. Die hierzu genutzten Möglichkeiten der Web2.0-Technologien und des mash-ups lösen heftige Kontroversen bezüglich der Fragen nach der Autorschaft und der Identitätsbestimmung im Internet aus. Dieser Diskussion stellt sich »SpacePlace«  als eine Form des consumer generated content und überschreitet damit die Schwelle in das Zeitalter der Orbitalisierung.


»SpacePlace« ist als Versuchsstation konzipiert. Über die Projektwebsite oder auch über die meisten Mobiltelefone (der Marken: Sony Ericsson, Nokia oder Siemens) vor Ort im ZKMax können die Nutzer durch die Datenbankinhalte navigieren oder Text- oder Bildinformationen von ihrem eigenen Handy zu diesem Universum hinzufügen und so seinen Inhalt und dessen Strukturierung kollektiv gestalten.


Ausgehend von den veränderten Nutzungsarten des Internets wurde eine Plattform entwickelt, die Inhalte, Dienste und Anwendungen unterschiedlichster Quellen im Internet verbindet und zu einem neuen Forum zusammenfügt, das durch die User mitgestaltet werden kann. Inhaltlich bündelt dieses so genannte »Web2-Mash up« dabei Material aus den verschiedenen Sphären künstlerischer Produktion von Musik über Science Fiction bis hin zu digitaler Kunst, die um den Begriff »Orbit« kreisen.


Aktuell sind über 400 Einträge, darunter zu Projekten von Künstlern von Marina Abramovic über Nam June Paik bis hin zu Arthur Woods oder Woody Vasulka, abrufbar – ein Datenpool, der beständig erweitert wird.


Das ZKMax wird dabei zu einer Bodenstation des »SpacePlace«-Satelliten: Zwei großformatige Projektionen geben visuell und akustisch den aktuellen Stand des Projektes wieder. Eine Projektionsfläche dient dabei als Interaktionsplattform, die die Möglichkeit bietet, den Datenpool zu erkunden sowie über ein Bluetooth-Interface mit dem Mobiltelefon selbst neue Informationen oder eigene Bilder hinzuzufügen.


Eine zweite Projektion zeigt visuell und akustisch den aktuellen Zustand des »SpacePlace«-Forums an: Textnachrichten und RSS Newsfeeds aus der Bloggerwelt, die in diesem Forum zusammenlaufen, werden in Echtzeit in eine synthetische Computerstimme, umgewandelt. Dieser »Soundtrack« bestimmt die Abfolge von Video- und Standbildsequenzen aus dem Datenpool, die als Projektion zu sehen sind. Die Besucher und Nutzer erleben so die terrestrische Simulation eines orbitalen Kunstwerks.


Mit »SpacePlace: Art in the Age of Orbitization« im ZKMax und online soll ein Beitrag zur Unterstützung der kulturellen, friedlichen und gemeinsamen Nutzung des Orbits bzw. des Weltraums geleistet werden. Damit verweist es auf die einstige UN-Erklärung zur friedvollen Erschließung des Weltraums, die heutzutage immer weiter hinter militärische Strategien zur Nutzung des Orbits zurücktritt.


Ein Projekt des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe


präsentiert im ZKMax München, 03.08.-31.12.2006 


SpacePlace: Art in The Age of Orbitization
Produktion: ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe, 2006


Kuratoren: Philip Pocock, Peter Weibel


Datatect: Axel Heide


Screen: onesandzeros


Archiv: Heike Borowski


Gotchis: Heiko Hoos


 



 

Skulptur-Preis für Rebecca Horn

Bereits 1992 erhielt Rebecca Horn als erste Frau den – Kaiserring von Goslar -. Sie wurde mit vielen wichtigen Kunstpreisen ausgezeichnet. Auf der Documenta in Kassel wurde ihr Werk mehrmals gezeigt.


Der Piepenbrock Preis wird ihr am 30.08.2006 für ihr schon früh erkennbares Profil, mit dem sie sich besonders von anderen Künstlern hervorhob, überreicht. Der Festakt mit Bundespräsident Horst Köhler findet im Hamburger Bahnhof in Berlin statt.


Anlässlich des 75-jährigen Firmenjubiläums des Dienstleistungsunternehmens Piepenbrock, wurde die Kulturstiftung Hartwig Piepenbrock 1988 gegründet. Es ist der höchstdotierte Skulpturenpreis Europas. Ferner ist die Stiftung tätig in einem vielseitigen Kultursponsoring.

Isa Genzken im Deutschen Pavillon in Venedig 2007


Isa Genzken wird die Künstlerin des deutschen Beitrags auf der 52.Internationalen Kunstausstellung der Biennale von Venedig sein. Der Kurator ist Nicolaus Schafhausen, Direktor des Witte de With, center for contemporary art in Rotterdam. Die Ausstellung im Deutschen Pavillon entsteht im Auftrag des Auswärtigen Amts der Bundesrepublik Deutschland und wird realisiert in Zusammenarbeit mit dem Institut für Auslandsbeziehungen (ifa). Hauptsponsor des Deutschen Pavillons ist die Deutsche Bank.


Seit mehr als 30 Jahren schafft die 1948 geborene Isa Genzken ein vielseitiges Oeuvre, das sie mit immer neuen Wendungen kontinuierlich weiter entwickelt. Ihr umfangreiches Werk umfasst Skulpturen und Installationen, sowie Fotos, Collagen und Filme. Für Venedig wird Isa Genzken kontextbezogen arbeiten. \“Isa Genzken gehört zu den unangepassten Künstlern der Gegenwart. Sie trifft die Zeit wie kaum ein anderer zeitgenössischer Künstler\“, begründet Nicolaus Schafhausen seine Auswahl.


\“Isa Genzken ist Bildhauerin. Diese einfach erscheinende Feststellung ist im Hinblick auf Genzkens Werk von relativer Komplexität, da die klassische Gattungskonzeption gleichzeitig in Frage gestellt und bejaht wird. Diese Künstlerin ist ein grosses Glück\“, so Schafhausen weiter, \“für den Betrachter öffnet Isa Genzken komplexe und neue Sinnzusammenhänge, mit ihren Werken diskutiert sie genau das, was uns als Gesellschaft heute wirklich bewegt und berührt. Die ästhetischen Erkenntnisse ihrer Werke leiten sich von einem vieldimensionalen Referenzrahmen ab und kommentieren und diskutieren gleichermaßen gesellschaftliche und Kunst-Zusammenhänge. Genzkens Inszenierungen sind von einer theatralischen Qualität, die den Betrachter intellektuell und emotional herausfordern. Für Isa Genzken sind das Leben und die Existenz ebenso komplex wie die Kunst selbst. Ihr Schaffen steht im Widerspruch zu einer ´One-Trick Pony´-Gesellschaft und -Kultur, die die Verheißungen des Glücks in den einfachen Antworten sucht.


Vermutlich ist sie auch deshalb so bedeutend und stilprägend für viele internationale Künstler nachfolgender Generationen\“, erläutert der Kurator.


\“Meine bisherige Zusammenarbeit mit Isa Genzken gehörte zu meinen produktivsten Erfahrungen als Kurator. Ich bin der festen Überzeugung, dass die besondere Herausforderung mit der Arbeit am Deutschen Pavillon es Isa Genzken ermöglicht, neue symbolische Räume zu schaffen, die die Realität auf ganz besondere Weise angreifen werden\“, kommentiert Nicolaus Schafhausen abschließend.


Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier hatte Nicolaus Schafhausen im Mai 2006 zum Kurator des offiziellen deutschen Beitrags für die 52. Internationale Kunstausstellung in Venedig 2007 berufen.


Die Bundesrepublik Deutschland ist auf der Kunst-Biennale traditionell mit einem nationalen Beitrag vertreten, den das Auswärtige Amt in Auftrag gibt und in erheblichem Umfang mitfinanziert.


Das Institut für Auslandsbeziehungen unterstützt die Teilnahme von Künstlerinnen und Künstlern aus Deutschland an Biennalen weltweit: 2005 u.a. an der 51. Biennale di Venezia, an der 9. Biennale Istanbul, an der 1. Biennale in Moskau und der 2. Biennale in Prag sowie an der Architekturbiennale São Paulo. Darüber hinaus begleitet es als Kooperationspartner die Realisierung der deutschen Beiträge durch das Team des Deutschen Pavillons und trägt die finanzielle Gesamtverantwortung.


Seit mehr als 25 Jahren nimmt die Deutsche Bank mit ihrem Engagement für die zeitgenössische Kunst eine Vorreiterrolle ein: Das Programm umfasst die mit über 50.000 Werken weltweit größte Unternehmenssammlung, die Berliner Ausstellungshalle \“Deutsche Guggenheim\“ sowie ein vielfältiges Ausstellungs-, Vermittlungs- und Förderprogramm. Mit der Unterstützung des Deutschen Pavillons auf der 52. Biennale in Venedig setzt das Unternehmen dieses internationale Kunstengagement konsequent fort. Mehr Informationen zu Deutsche Bank Art unter www.deutsche-bank-art.com.


Die 52. Internationale Kunstausstellung der La Biennale di Venezia 2007 findet vom 10. Juni bis 21. November 2007 statt.


Zum Team des Deutschen Pavillons gehören:


NICOLAUS SCHAFHAUSEN, Rotterdam – Kurator SOPHIE VON OLFERS, Rotterdam – Projektleitung SVEN BERGMANN, Bonn – Presse- und Öffentlichkeitsarbeit ROGER BUNDSCHUH, Bundschuh Architekten, Berlin – Architektur MARKUS WEISBECK, Frankfurt am Main – Design/Grafik WITTE DE WITH center for contemporary art, Rotterdam – Technische Realisation


Kontakt:Deutscher Pavillon,  Witte de With center for contemporary art, Witte de Withstraat 50, 3012 BR Rotterdam


info@deutscher-pavillon.org