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AYSE ERKMEN „Kein gutes Zeichen“
TRINA ROBBINS „She draws Comics“

Wiener Secession
bis 23. Juni 2002

Zu Beginn des frühsommerlichen Ausstellungsreigens öffnet die Wiener Secession ihre Räumlichkeiten für zwei Künstlerinnen.
Die in letzter Zeit viel beachtete türkische Künstlerin Ayse Erkmen, die heute in Berlin lebt, nimmt für ihre Ausstellung Kein gutes Zeichen einen minimalistischen Eingriff an der Glasdecke des Hauptraums vor: zwei rechteckige Lichtbalken, welche die Umrisse der zwei Reinigungsplattformen aufgreifen, die sich zwischen der Glasdecke der Ausstellungshalle und dem eigentlichen Dach befinden, bewegen sich an der Decke hin und her.
Selten hat man den seitens Künstlern und Kuratoren begehrten Raum, der als der erste White Cube der Kunstgeschichte gilt, so leer gesehen.
Im Kassenbereich projiziert Erkmen die Oberfläche einer gefüllten Kaffeetasse auf die Rosette oberhalb des Eingangs und spielt damit ebenso auf die historischen Beziehungen zwischen Österreich und der Türkei an, wie auf den türkischen Brauch, die unglückbringenden großen Bläschen auf dem Kaffee möglichst nicht mitzutrinken.
Das Projekt für die Secession knüpft zwar formal und inhaltlich an frühere Arbeiten von Erkmen an, ruft gleichzeitig aber umso stärker die nachhaltigen Eindrücke ihrer früheren Raumeingriffe in Erinnerung, die beispielsweise die Berliner Installation „Das Haus“ (1993), auszulösen vermochten.

Im Vergleich zu der leeren, dunklen Halle im Hauptgeschoß geht es in den Räumen des darunter liegenden Stockwerks dicht gedrängt, bunt und vergleichsweise improvisiert zu. Trina Robbins, Künstlerin, Produzentin, aktive Networkerin und seit einigen Jahren auch Chronistin der Women Comics-Bewegung, konzipierte die Überblicksschau She Draws Comics und widmet somit einem üblicherweise selbst innerhalb der Comic-Geschichte übergangenen Genre eine Ausstellung: Comics von Frauen.
Trina Robbins zählt zu den zentralen Figuren der amerikanischen Frauen-Comicszene und widmete sich mit den Publikationen The Great Women Cartoonists und From Girls to Grrrzl als erste deren Geschichte.
Die von ihr zusammengestellte Ausstellung zeigt anhand einer großen Auswahl sowohl historischer als auch zeitgenössischer Originalzeichnungen, Comics und Zines aus den USA, die Vielfalt der Comicproduktion von Frauen. Sie vermittelt historische und biographische Hintergründe, ohne die Vielzahl der individuellen Ansätze und das weite Genren-Spektrum zu nivellieren: von Comics für Mädchen seit den Zwanzigerjahren zu feministischen und lesbischen Frauencomics der Siebzigerjahre bis heute. Das Spektrum der Ansätze reicht von Science Fiction und Fantasy (Donna Barr) über Seifenopern (Dale Messick), von bissig humorvollen Newspaperstrips (Nina Paley) bis zum Genre des autobiographischen Comics, wobei letzteres in der Gegenwart zu dominieren scheint.
Die Bildgeschichten sind ein ideales Medium, um gesellschaftliches und politisches Engagement auszudrücken. Trina Robbins steht für diese emanzipatorische Intention mit ihrer ganzen Lebensgeschichte. Bereits Anfang der 60er Jahre veröffentlichte sie ihre ersten Comics in New York. 1968 zog sie nach San Francisco, der Geburtsstätte des Undergroundcomics, wo sie beispielsweise als Mitbegründerin des Wimmen´s Comic Collective immer wieder Netzwerke und Plattformen für die Comicproduktion von Frauen geschaffen hat. Im Rahmen dieser Kollektive entstanden die ersten Comicreihen, die sich mit feministischen Themen wie Abtreibung, Coming Out, Geschlechterdifferenz und allgemein mit Sexualität beschäftigten. Um zu beweisen, daß auch Comics, die ihre weiblichen Figuren nicht auf vollbusige Sexwunder reduzieren, kommerziell erfolgreich sein können, hat Trina Robbins als Zeichnerin und Texterin mit Meet Misty, GoGirl und in der Arbeit für Barbie Geschichten erfunden, die insbesondere jungen Mädchen eine Alternative zu den von der Industrie favorisierten, männlichen Machtphantasien entsprungenen Superhelden und ihren weiblichen Appendixen bieten.
Fotokopierer und Computer machen heute die Produktion von „Zines“ immer einfacher – ersparen jedoch keiner Cartoonistin den Brotberuf. Zeichnerinnen vertreiben ihre Comics entweder selbst oder über kleine Verlagshäuser. Umso lobenswerter ist das Engagement der Secession für dieses Projekt, spiegelt doch die Unterschiedlichkeit, der in den Comics vorgestellten Lebensentwürfe, das veränderte weibliche Selbstbewußtsein ebenso wider, wie den sich wandelnden Umgang mit Identifikationspolitiken der letzten Jahrzehnte.

Secession
Friedrichstraße 12
A-1010 Wien
Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 bis 18 Uhr, Donnerstag 10 bis 20 Uhr

Ayse Erkmen
Kein gutes Zeichen bis 23.Juni 2002
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog in deutsch und in englisch mit einem Text von Fatih Özgüven

Trina Robbins
She draws comics bis 23.6.2002

Für den zur Ausstellung erscheinenden Katalog-Comic hat Trina Robbins 28 Kolleginnen eingeladen ein gemeinsames Comic zu produzieren, das entlang eines von Robbins entworfenen Skripts die unterschiedlichen Positionierungen reflektiert.

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RICHARD JACKSON
BANK JOB

BAWAG FOUNDATION
bis 30. Juni 2002

Mit „vier neuen erfrischend witzigen Installationen“ wirbt die Bawag Foundation für ihre derzeitige Personale mit Werken des kalifornischen Künstlers Richard Jackson. Stolz bezeichnet sich die Institution als die Veranstalterin der ersten österreichischen Einzelausstellung des Künstlers und betont – um den hierzulande nicht geläufigen Namen von vornherein in eine international anerkannte Künstlerschaft einzureihen – seine freundschaftliche Bindung zu Bruce Nauman. „Bank Job“ – „Banküberfall“ betitelt der Kalifornier seine Schau, die in kabinettartig voneinander abgegrenzten Bereichen, jeweils eine raumfüllende Installation präsentiert. Gleich zu Beginn begrüßt eine kleine Versammlung grauer, lebensgroßer und auf Holzsockeln montierter Plastikbären, die aufrecht stehen, auf dem Kopf balancieren und unter der Decke hängen. An ihre Körperöffnungen hat der Künstler trichterförmige Gegenstände und Schläuche montiert, durch die sich anscheinend die flüssige Farbe ergoß, die die unmittelbare Umgebung der Bärengruppe, mit Klecksen auf Boden und Wänden, bedeckt.

Ein weiteres Beispiel für den „Farbverspritzungsdrang“ des Künstlers ist die Installation „The Bedroom“. Hierbei handelt es sich um eine Box mit einem Doppelbett, das vom Künstler mit großen Mengen flüssiger Farbe übergossen wurde. Mit Hilfe einer rotierenden Hebebühne wird die Liegestatt bis unter die Decke befördert, wo der getränkte Überzug eine rotgelbe, verschmierte Farbscheibe hinterläßt.

In „Accidents in Abstract Painting“ (2002) bindet Jackson seine Farbexplosionssphantasien auf pseudo-aktuelle Weise in ein Arrangement, das den Flug einer Chessna-150 dokumentiert, deren mit Farbe gefüllter Tank kurz nach dem Start explodiert und während des kurzen Absturzes die Landschaft mit Farbe besprengt. Rechts und links der Videoprojektion findet sich die Vergrößerung einer Fotografie, von einer in ein Bürogebäude gekrachten Cessna und der schematisierten Zeichnung eines Flugzeugs, die mit einem Belag von Farbtropfen und -spritzern überzogen ist.
Für Jackson, der all seine Gegenstände, wie er nicht müde wird zu betonen, in langwieriger Arbeit selbst herstellt, „ist wichtig, dass ich alles allein mache, weil ich nicht so viele gute Ideen habe und ich glaube, die meisten Künstler haben nicht sehr viele“. Mit lakonischer Ironie erklärt der Konzeptkünstler seinen Impetus: „Es ist bloß eine Art, mir die Zeit zu vertreiben. Was zu tun zu haben, wenn ich nicht jagen gehe“.

Mit viel gutem Willen könnte man hinter all dem einen weiteren Beitrag zur Malereidebatte vermuten, einer „Malerei als Aktion“, wie sie bespielsweise sein jüngerer Kollege Paul McCarthy mit seinen ironischen, sexuell aufgeladenen und den Kunstmarkt kritisierenden Inszenierungen praktiziert. Das Betrachten der Werke von Richard Jackson hingegen ist immer von dem Erlebnis eines „Déjà-vu“ begleitet, vom Gefühl, das soeben in Augenschein Genommene, an anderer Stelle und in anderem Gewand schon einmal gesehen zu haben.

Wen Jacksons Vorstellung trotz allem beeindruckt oder wer diese sogar „erfrischend witzig“ findet, dürfte zur Gruppe der Ausstellungsbesucher mit heiterer Gemütsverfassung gehören, deren mangelnde Kritikfähigkeit allein mit der derzeit von Kastanienduft geschwängerten Wiener Luft zu erklären ist.

BAWAG FOUNDATION
Tuchlauben 7 a
A-1010 Wien

Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr

Katalog: Richard Jackson – Bank Job, hrsg. Von der BAWAG FOUNDATION, dt/ engl., EURO 14,53.

Briefwurfsendung

Noch vor einigen Jahren waren sie auf jedem Rummel und in jeder Briefwurfsendung präsent, jene Rubbellose, die die Tätigkeit des Rubbelns als eine Aktivität auf dem Weg zum Glück erfanden. Einigen klebt von derart niedlich-anzüglichen Glücksspielen noch heute die graue Farbe unter den Fingernägeln. Da der Rubbelspass in jüngster Zeit ohne Angabe von Gründen aus der Hitliste der öffentlichen Glücksspiele verschwand, ist es an der Zeit, das Rubbeln als künstlerische Tätigkeit wiederzuentdecken. Genau das geschieht in der jüngsten Ausstellung von Susanne Weirich bei Laura Mars in Kreuzberg.

Weirich, eine der treffsichersten Berliner Konzeptkünstlerinnen und als solche Erfinderin einer „Glücksprophezeihungsmaschine“, erfindet die Malerei als Glücksspiel neu: Eine ganze Wand dürfen die Besucher der Kreuzberger Galerie freirubbeln. Dahinter hat Weirich eine Wandmalerei versteckt. Als Preis seiner archäologischen Entbergung winkt jedoch kein Scheck in Höhe von und auch kein rosa Teddybär. Die Belohnung Weirichs ist weitaus nobler: Die fleißigen Kratzer und Rubbler erwartet bei vollendeter Freilegung des Bildes nicht weniger als ein Einblick in das Wesen postkonzeptueller Malerei. Denn was durch die Kreuze und Blumen, die Graffitis und Klosprüche zum Vorschein kommt, die bislang in diversen Kratz- und Rubbeltechniken an der Wand hinterlassen wurden, sieht noch aus wie ein tachistisches Gemälde: Lauter stumme Kreise mit Kreuzen blicken den Glückssucher an. Wie als würden sie etwas verbergen, was sie aber nicht preisgeben.

Das Bild als Schatzkarte vereint den Rubbelfreud mit dem Kunstliebhaber, stellt es doch beide vor dasselbe Problem: Mit seiner Freilegung hört die Suche nicht auf, sondern fängt sie erst an. Unter der geheimnisvollen grauen Schicht entdeckt man nicht die Lösung, sondern das Rätsel der zeitgenössischen Malerei ­ die freilich vom versiert sich durch die Kunstgeschichte rubbelnden Glückssucher als Lösung gelesen werden darf: Vor Weirichs Rubbellos in Wandformat entpuppt sich das Geschäft der Bildinterpretation als heiteres Glücksspiel, als Schatzsuche von Reichtümern, die von listigen Künstlern in ihren Schöpfungen hinterlegt werden. Gewinner ist nicht, wer den tollsten Schatz versteckt, sondern wer den seinen am besten versteckt.

Laura Mars Grp, Sorauerstraße 3, 10997 Berlin, Mo-Fr 12-18 Uhr, bis 14. 6. 2002

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RICHARD ARTSCHWAGER

The Hydraulic Door Check.
Skulptur, Malerei, Zeichnung

MAK Museum für angewandte Kunst, Wien
27. März bis 16. Juni 2002

Im internationalen Kunstzirkus ist Richard Artschwager ein beliebter Akteur. Seit 40 Jahren fehlt er bei fast keinem Großereignis. Als Liebling weltweit agierender Kuratoren stellt er sein sperriges Kunstmobiliar in die Hallen der renommiertesten Häuser. Seine imposante Ausstellungsbiographie weist zwischen 1968 und 1992 Teilnahmen an fast jeder Documenta auf; weder die Biennalen in Venedig, Paris und Whitney, noch ambitionierte Großausstellungen wie „American Pop Art“ (1974), „New Art at the Tate“ (1983), „Metropolis“ (1991) oder „Birth of the Cool“ (1997) haben auf Musterstücke seiner reichen Kollektion verzichtet.

Wien, die Stadt, in der sich Artschwager 1944 als Soldat der US-Army kurzzeitig aufhielt, war vom regen Ausstellungswillen des Amerikaners bisher ausgenommen. Mit einer retrospektiv angelegten Schau, die in Zusammenarbeit mit dem Neuen Museum, Staatliches Museum für Kunst und Design in Nürnberg und der Serpentine Gallery in London entstanden ist, präsentiert das Museum für angewandte Kunst mit seiner aktuellen Ausstellung nun erstmals für das hiesige Publikum ein großzügig ausgewähltes Angebot aus Richard Artschwagers Gesamtwerk.

Auf Umwegen fand der 1923 als Sohn eines emigrierten ostpreußischen Botanikers und einer ukrainischen Künstlerin in Washington geborene Maler und Plastiker seinen künstlerischen Weg. Nach Abschluß seines Studiums der Chemie und Mathematik ging er auf Rat eines Lehrers nach New York. Hier traf er auf ein künstlerisches Klima, das durch widerstreitende künstlerische Fraktionen gekennzeichnet war. Sowohl dem abstrakten Expressionismus wie der Pop Art mißtrauend und gleichzeitig daran zweifelnd, der New York School eine autonome künstlerische Position entgegensetzen zu können, widmete er sich zunächst, zusammen mit seinem Schwager, einer Möbelschreinerei. Die praktischen Erfahrungen mit außergewöhnlichen Materialien, industriellen Werkstoffen, vor allem aber mit billigen, in der Regel kunstunwürdigen Materialien, erweisen sich als prägend für sein weiteres bildnerisches Werk. Im Rückblick kann Artschwagers Kunst als eine Anwendung, Weiterentwicklung, aber auch Verdrehung der praktischen und visuellen Erfahrungen des Möbeltischler verstanden werden. Sie thematisiert den Unterschied zwischen Funktionellem und Nutzlosem, zwischen Alltags- und Kunstgegenstand und basiert auf der Resonanz zwischen zwei Zuständen. Seine charakteristischen Resopal-Tische und -Sessel sind einerseits Möbel, aber auch Skulptur, andererseits bildliche Darstellung „a painting pushed in three dimensions“ und letztlich Denkmodelle über die Eigenschaften der Dinge.

Die Wiener Ausstellung präsentiert über fünfzig Werke aus internationalen Sammlungen und unterschiedlichen Werkphasen Artschwagers. Mit frühen möbelähnlichen Objekten aus den sechziger Jahren, wie „Pink Tablecloth“, dem Bild eines Tisches als Objekt, über marmorierte Resopalobjekte bis hin zu den „blinden Flecken“, den sogenannten „blps“ und den aus rohem Holz gezimmerten Kisten (Crates) der neunziger Jahre, ermöglicht die großzügige Schau einen Einblick in unterschiedliche Werkkomplexe. Ein Schwerpunkt der MAK-Ausstellung liegt auf den skulpturalen Arbeiten, wie „Flayed tables“, „Dugout“ und „Janus III“, das eine aus Resopalplatten gefertigte Aufzugskabine beschreibt, deren Benutzbarkeit durch akustische Stimulierung vorgetäuscht wird.
Ein anders, eigens für die Ausstellung angefertigtes und in die zentrale Halle integriertes Objekt ist die „Haltestelle“, ein Werk, das der Künstler bereits 1989-90 als „Chair“ konzipierte. Es handelt sich um ein dreidimensionales, thronartiges Sitzobjekt aus Paneelplatten mit Eichenfurnier, das der Besucher, sofern er Gummiabsätze unter seinen Schuhen trägt, sogar erklimmen darf.

Artschwagers Möbel-Objekte sind funktionslose Gegenstände, deren Inhalt man zu erkennen glaubt, anderseits verweisen sie auf den Bereich reiner Zwecklosigkeit. Sie sind von Gebrauchsgegenständen abgeleitet und doch weit entfernt von deren Funktionalität. Gleichzeitig spielt der Begriff Funktionalität für sein Werk eine entscheidende Rolle. Die äußere Form verrät die Vorbilder der Objekte, die jedoch einer direkten und handgreiflichen Nutzung entzogen sind.
Artschwager macht die Realitätsebenen der Wahrnehmung und die Verschiedenheit der Blicke auf die Umgebung zum Gegenstand seiner Arbeiten. Angestrebt ist ein Dialog zwischen Werk und Betrachter, der dazu führt, sich mit den Gewohnheiten der eigenen Wahrnehmung konfrontiert zu sehen und das Kunstwerk als eine Situation zu begreifen, in der Momente des Sehens und Wahrnehmens als vitale Erfahrung erlebbar werden.

Der von Kritikern und Rezensenten häufig zitierten Ironie, die sich angeblich hinter der formalen Strenge der Objekte von Richard Artschwager verbirgt, bietet die Wiener Ausstellung kein breites Anschauungsfeld. Überzeugend klar und nachvollziehbar ist jedoch die im Katalog formulierte These von der Entwicklung des Œuvres Artschwagers in heterogenen Werkgruppen, die nicht klar umrissen sind und sich nicht auf zeitlich abgeschlossene Phasen beschränken. Beispielhaft für diese Besonderheit hängt im Eingangsbereich eine kleine Gruppe von Gemälden, überwiegend in Schwarzweiß gehalten, fallen sie durch eine Struktur auf, die nicht durch den Malduktus, sondern durch den Malgrund entsteht. Überraschend ist das jeweilige Jahr ihrer Enststehung: so schließt das 2001 entstandene Gemälde „Upper Right Corner Pinch“ stilistisch, thematisch und scheinbar bruchlos und unbeeindruckt eines zeitlichen Abstand von über 3 Jahrzehnten an das Frühwerk „Upper Right Corner Hit“ aus dem Jahre 1969 an.

Öffnungszeiten: Dienstag 10-24 Uhr
Mittwoch bis Sonntag 10-18 Uhr

MAK – Museum für Angewandte Kunst
Stubenring 5
A-1010 Wien
Tel. (+43-1) 711 36 233

Katalog: „Richard Artschwager: Up and Across“, hrsg von neues Museum in Nürnberg, Serpentine Gallery, London und MAK, Wien, dt./engl., 176 Seiten, Verlag für moderne Kunst, Nürnberg 2001