11. Triennale Fellbach Kleinplastik 2010 Kuratorin wird Ulrike Groos

Die Triennale Fellbach Kleinplastik hat sich seit ihrer Gründung im Jahr 1980 zu einem international beachteten Forum für zeitgenössische Skulptur entwickelt. Als einzige – im Turnus von drei Jahren – wiederkehrende Ausstellung aktueller Kunst im Südwesten Deutschlands spielt die anspruchsvolle und umfangreiche Skulpturen-Schau im bundesweiten Kulturkalender eine herausragende Rolle. In der imposanten Alten Kelter besitzt die Triennale seit dem Jahr 2001 einen Ausstellungsort, der aufgrund von Dimension und Atmosphäre die Besucher in seinen Bann schlägt.


Die Erfolgsgeschichte der Triennale wurde maßgeblich von deren künstlerischen Leitern geschrieben. Sie gaben den Ausstellungen ihre jeweils eigene kuratorische Handschrift. Während für die Triennale 1-7 geografische und geopolitische Prämissen vorgegeben waren, haben sich die Verantwortlichen seit 2001 – im Zeichen einer Globalisierung der Kunst – für eine konzeptionelle Öffnung entschieden, wodurch ästhetische, kunsthistorische und soziologische  Fragen in den Vordergrund rückten. Die Internationalität der ausgestellten Künstler blieb gleichwohl Richtschnur – ebenso eine nicht dogmatisch verstandene Fokussierung auf Skulptur im kleineren Format. Aus der Reihe bisheriger namhafter Kuratoren seien beispielhaft Manfred Schneckenburger (1986), Christoph Brockhaus, Direktor des Wilhelm-Lehmbruck-Museums Duisburg (1989 und 1992), Loránd Hegy (1995), Thomas Deecke, damaliger Leiter des Neuen Museums Weserburg, (2001), Jean-Christophe Ammann (2004) und zuletzt Matthias Winzen (2007) genannt.


Ulrike Groos heißt die künstlerische Leiterin für die nächste, die 11. Triennale, die im Juni 2010 eröffnet werden wird. Mit ihr wird erstmals ein weiblicher Kurator an die Spitze der traditionsreichen Ausstellung berufen. Ulrike Groos ist seit 2002 Direktorin der Kunsthalle Düsseldorf und hat sich durch ihre profilierte Ausstellungstätigkeit einen Namen gemacht. Sie kuratierte zahlreiche Ausstellungen, u. a. „Zurück zum Beton“ (2002), Bethan Huws (2003), Ready to Shoot: Fernsehgalerie Gerry Schum/videogalerie schum (2003), Allen Ruppersberg (2005), under cover: aus dem Verborgenen – Berlinde De Bruyckere und Martin Honert (2006), Palermo (2007), die Ausstellungsreihe Compilation I – III (2003 – 2007) und „SICHT WEISEN – Wuppertal, Kunst auf der Talachse (2007).


Sie studierte in Würzburg, Münster und New York und promovierte in Kunstgeschichte mit dem Nebenfach Musikwissenschaft. Nach Mitarbeit bei „Skulptur. Projekte in Münster 1997“ war sie u.a. Projektleiterin für „Manifesta 2“, Europäische Biennale für Zeitgenössische Kunst in Luxemburg und Co-Kuratorin der Sammlung Hauser und Wirth in St. Gallen. Sie hatte einen Lehrauftrag für Kunstwissenschaft an der FHS Münster und unterrichtete als Gastdozentin an der Hochschule für Gestaltung und Kunst in Zürich. 2006 war sie Nationale Koordinatorin der 27. Biennale Săo Paolo 2006. Sie ist u. a. seit 2004 Mitglied des Beirats Bildende Kunst/Ausstellungen des Goethe-Instituts und seit 2008 Mitglied der Villa Massimo-Jury für Bildende Kunst.


Weitere Informationen: Kulturamt Fellbach, Marktplatz 1, 70734 Fellbach,
Telefon 0711/5851-364, E-Mail: kulturamt@fellbach.de;

Link: http://www.triennale.de