22.05.2012 - 23:10 Uhr
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Termine

05.02.2012 bis 27.05.2012
PAUL WUNDERLICH
Das frühe lithographische Werk

Zum ersten Mal würdigt ein Hamburger Museum das Werk von Paul Wunderlich (1927-2010) mit einer
Einzelausstellung. Wunderlich zählte bis zu seinem Tod im Jahr 2010 zu jenen Künstlern der Stadt, die
international ein hohes Ansehen genossen. Noch während seines Studiums an der Landeskunstschule
in Hamburg wurde ihm die Leitung der graphischen Werkstatt übertragen, wo er als Drucker für Emil
Nolde und Oskar Kokoschka arbeitete und seinen Kommilitonen Horst Janssen in die Kunst der Radierung
einführte. Der Skandal um die Lithographie-Folge qui s’explique, die wegen ihrer sexuellen Brisanz
von der Hamburger Staatsanwaltschaft 1960 beschlagnahmt wurde, machte ihn schlagartig berühmt
und brachte ihm einen festen Platz in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York ein. Auch
ist Wunderlich zu Lebzeiten als einziger deutscher Künstler in die Pariser „Académie des Beaux-Arts"
aufgenommen worden.
Anlass der Ausstellung in der Hamburger Kunsthalle ist die Schenkung eines großen Bestands an
Lithographien Wunderlichs durch den Berliner Kunsthändler Dieter Brusberg. Da sich diese Sammlung
auf einen spezifischen Zeitabschnitt, namentlich auf Wunderlichs frühe Lithographien konzentriert, werden
Arbeiten aus den Jahren bis 1975 gezeigt. Das ermöglicht einen gezielten Blick auf die Frühphase
des Künstlers, auf die Entwicklung seiner unverwechselbaren Handschrift und auf bislang unpublizierte
Lithographien, in denen sich auch Einflüsse anderer Künstler zeigen. Präsentiert werden rund 80 Lithographien,
die motivisch gruppiert sind. Ergänzt werden diese Blätter durch Radierungen und Ölgemälde
aus eigenem Bestand sowie aus der Sammlung von Karin Székessy-Wunderlich.
Die Freunde der Kunsthalle ermöglichen das Erscheinen einer Publikation zu der Ausstellung, erhältlich
im Museumsshop und unter www.freunde-der-kunsthalle.de.
Die Ausstellung wird, nachdem sie in der Hamburger Kunsthalle präsentiert wurde, im Horst-Janssen-
Museum in Oldenburg gezeigt.
Kurator: Jonas Beyer

 


Adresse:
Hamburger Kunsthalle , Glockengießerwall , 20095 Hamburg, Deutschland
Homepage: http://www.hamburger-kunsthalle.de

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