21.05.2012 - 17:43 Uhr
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Künstler der DOCUMENTA12


Ricardo Basbaum, Künstler, Autor, Kritiker und Kurator, 1961 in Sao Paolo geboren, wo er Assistenz-Professor an der Kunstfakultät der Staatlichen Universität ist. Basbaum studierte Geschichte der Brasilianischen Kunst, Biologie und Architektur. Mit einem Stipendium des British Council ging nach England und absolvierte am Goldsmith College in London ein Kunststudium. Seit 1981 nahm er regelmäßig an internationalen Ausstellungen teil. Er ist heute Mitherausgeber der Zeitschrift item art magazine und war Co-Autor eines Buches, das 2004 unter dem Titel "Die nächste documenta sollte von einem Künstler kuratiert werden" erschien.

Adrià Acosta, Ferran, geboren 1962 in l'Hospitalet de Llobregat, Katalonien, Spanien ist ein international bekannter Koch und Gastronom, der seit 1984 das Restaurant "El Bulli" in der Nähe der Stadt Roses an der spanischen Costa Brava betreibt. Er gilt als Vertreter der Molekularküche und wurde durch experimentelle Lebensmittelvorbereitung, -zubereitung und -präsentation bekannt. 2007 ist er zur Teilnahme an der Documenta 12 eingeladen.

Ai Weiwei, Geboren 1957 Peking, Sohn des Dichters Ai Quing, Studium Beijing Film Institute Peking; Parsons School of Design New York. Er lebt und arbeitet in Peking. "New Chinese Art Movement"; Mitbegründer des China Art and Archives Warehouse
1979 Gründung der Künstlergruppe "Stars Group", die die staatliche Propagandakunst ablehnte,
2000 Eastlink Gallery: CoKuration der Ausstellung "Fuck Off" at Shanghai Biennale, 2002 Guangzhou Triennale,
2003 Galerie Rudolfinum, Prag, 2004 International Center of Photography, New York; 2005 OPEN SPACE Köln;
http://www.aiweiwei.com/
http://www.weltwoche.ch/artikel/print.asp?AssetID=7494&CategoryID=63
http://www.cicero.de/page_print.php?ress_id=7&item=471

Artur Zmijewski, geboren 1966 in Warschau, Polen. Von 1990 bis 1995 studierte er an der Warschauer Akademie der Schönen Künste bei Professor Grzegorz Kowalski. Er setzt sich mit menschlichen Behinderungen und deren Wahrnehmung in seinen Arbeiten auseinander. Eine bekannte Arbeit von ihm ist sein zweiteiliges Projekt "Singing Lesson" mit gehörlosen und schwerhörigen Jugendlichen. Mit ihnen hat er in in Warschau und Leipzig eine Kantate von Johann Sebastian Bach und ein Kyrie von Jan Maklakiewicz eingeübt und öffentlich aufgeführt. Er ist zur documenta 12 berufen worden!

Imogen Stidworthy, geboren 1963 in London, Großbritannien, studierte von 1992-94 an der Jan van Eyck Akademie in Maastricht, Niederlande und von 1984-87 am West Surrey College of Art and Design in England. Sie lebt in Amsterdam und Liverpool und ist eine ein britische Video- und Filmkünstlerin die auch mit Klanginstallationen arbeitet. Ihr Thema ist die Sprache und deren Übersetzung in Klang und Bild. Sie wurde berufen für die Documenta 12

Allan Sekula, geboren 1951 in Erie, Pennsylvania, lebt in Los Angeles, lehrt am California Institute of the Arts. Er war Teilnehmer der Documenta 11 und ist berufen für die Documenta 12. Bei seinen Fotografien geht es ihm darum, "den Dokumentarismus auf eine Weise neu zu erfinden, die sowohl von der sozialdokumentarischen Tradition als auch von der künstlerischen Fotografie und vom konzeptuellen Denken abweicht" (aus einem Gespräch mit Benjamin H.D. Buchloh).

Ines Doujak, geboren 1959 in Klagenfurt.Diplom an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Lebt und arbeitet in Wien Die Fragestellung in ihren oft langfristigen Projekten ist die Identität von Personen. "Doujak arbeitet mediale Klischees durch (Jude-Sein, Schwarz-Sein, Frau-Sein), und projiziert das Ergebnis auf direktem Weg in das Gehirn der BetrachterInnen dorthin, wo die meisten von uns Zeichen und Bedeutungen verknüpfen und Gesellschaft reproduzieren." Zitat: Roger M.Buergel. Quelle: GALERIE HOHENLOHE & KALB, Wien. Die Künstlerin ist berufen für die Documenta 12.

Simon Wachsmuth, geboren 1964 in Hamburg. Aufgewachsen in Tel Aviv und Hamburg. Studium der Malerei und visuellen Mediengestaltung an der Hochschule für Angewandte Kunst in Wien. Lebt und arbeitet in Berlin. Die Dinge kann ich nicht mehr sehen, wie ich sie einmal sah." Zitat des Künstlers Er zeichnet, photographiert für seine Objekte und Installationen. Für die Documenta 12 wird er eine Installation mit Film entwickeln.

Olga Neuwirth, Komponistin, geboren am 4.8.68 in Graz (Österreich), ab dem siebten Lebensjahr Trompetenunterricht. 1987-93 Kompositionsstudium an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Wien. Komposition bei Erich Urbanner (Diplom und Magisterarbeit zum Thema: ”Über den Einsatz von Filmmusik in ‘L’amour à mort’ von Alain Resnais”) sowie Studium am Elektroakustischen Institut 1985-86 Studium am Conservatory of Music, San Francisco (Komposition und Theorie bei Elinor Armer) sowie am Art College, San Francisco (Malerei und Film). Sie erhielt wesentliche Anregungen durch die Begegnungen mit Adriana Hölszky, Tristan Murail und Luigi Nono. 1993/94 Studium bei Tristan Murail in Paris; Teilnahme am Stage d’informatique musicale des Ircam, Paris.Sie ist 2006 zum Mitglied der Berliner Akademie der Künste gewählt worden. Für die Documenta 12 wurde sie berufen.

Peter Friedl, geboren 1960 in Oberneukirchen, Österreich, lebt und arbeitet Berlin. Bekannt geworden ist er durch: "Kino" und "Dummy" für die documenta 10 , seinen Beitrag für den österreichischen Pavillon der Venedig-Biennale (1999) oder durch "Tiger oder Löwe" in der Ausstellung "Einräumen" in der Kunsthalle Hamburg (2000). Er beschäftigt sich mit gesellschaftlichen und politischen Fragestellungen. Er wurde für die Documenta 12 berufen. Andrea Geyer, geboren 1971 in Freiburg, die Fotokünstlerin lebt und arbeitet in New York. Sie ist für die Documenta 12 berufen worden.

Jiri Kovanda, geboren 1953 in Prag, der tschechische Konzeptualist lebt in Prag. Er zählt zu den wichtigsten Vertretern der zeitgenössischen Künstler in Tschechien. Seine in den späten 70er Jahren des 20. Jh. entstandenen Aktionen sind in der westlichen Kunstwelt nahezu unbekannt. Das soll sich ändern, denn er ist für die Documenta 12 berufen worden

Gerwald Rockenschaub, geboren 1952 in Linz,Österreich, lebt und arbeitet in Wien und Berlin Studierte an der Hochschule für angewandte Kunst in Wien bei H. Tasquil, 1981 erste große Ausstellung mit H. Brandl im Forum Stadtpark in Graz. 1993 Vertreter Österreichs bei der Biennale in Venedig. Er zählt zu den international renommiertesten Künstlern Österreichs, zugleich ist er als (Techno-) Musiker und DJ erfolgreich. Die Frage des Verhältnisses von Kunstwerk und realer Umgebung nimmt einen wichtigen Platz in seinem Werk ein, das von der anfänglichen Malerei über Drucke und Folienbilder bis hin zu Computeranimationen, skulpturalen Objekten und Rauminstallationen reicht in dem Musik einen wichtigen Platz einnimmt. Er wurde für die Documenta 12 berufen.

Florian Pumhösl, geboren 1971, lebt und arbeitet in Wien. Er ist nominiert für die Documenta 12.

Dimitri Gutow, Geboren in 1960 in Moskau, Studium am Institute of Art, Sculpture and Architecture of the Academy of Arts, St. Petersburg. Er lebt und arbeitet in Moskau Der Künstler wird im Gewächshaus der documenta 12 einen langen, hohen Zaun aufbauen der aus verrottetem Metall und verknoteten Drähten besteht. Bezug nimmt er auf ein Manuskript von Karl Marx, welches er mit Masken versehen hat. Die Datschen rund um Moskau sind eingezäunt mit selbstgebauten Zäunen aus allerlei gesammelten Materialen, z.B. alte Matratzenfedern, die ihn auch inspirierten. Der "Eiserne Vorhang" ist für ihn keine Vorlage, für den Betrachter sicher sehr naheliegend! http://www.gutov.ru/curriculum.htm
http://universes-in-universe.org/eng/islamic_world/articles/2005/in_the_shadow_of_heroes/photos/gutov

Sanja Ivekovic, Geboren 1949 in Zagreb / Kroatien, studierte von 1968 bis 1971 an der Akademie der Bildenden Künste Zagreb, lebt und arbeitet in Zagreb Ihre Themen sind die Veränderung des Alltags unter den Ansagen von Werbung, Mode, Starkult; Genderthemen, Identität und Erinnerung. Zur documenta 12 will sie den Friedrichsplatz vor dem Fridericianum in ein riesiges Mohnfeld verwandeln.
http://www.galerieimtaxispalais.at/ausstellungen/ivekovic/ivekovic_progindex.htm
http://www.fridericianum-kassel.de/ausst/balkan03/kuenstler/33.html
http://foundation.generali.at/index.php?id=387&no_cache=1&tx_pksaw_pi3%5BshowUid%5D=264


Sakarin Krue-On,
geboren 1965 in Mae Hong Son, ist Direktor des Thai Art Department der Silpakorn University Bangkok, wo er auch lehrt. In seinen raumbezogenen Installationen, Videoprojektionen und Objekten greift er traditionelle thailändische Kunstgattungen, Maltechniken, Farbsymboliken und mythologische Erzählungen auf und verbindet sie mit der zeitgenössischen Kunstproduktion. Das ironisch-kritische Potential in seinen Arbeiten gilt u. a. den modernen Bedingungen der sozialen Umwelt, den kapitalistischen Einflüssen und der materiellen Orientierung der einst buddhistisch geprägten Gesellschaft Thailands.

Hito Steyerl,
geboren 1966 in München. Sie lebt in Berlin. Ihre künstlerischen Schwerpunkte sind Film, Dokumentationen, Essays und Publikationen. (Anmerkung der Red.) Lovely Andrea – Videoinstallation
Die Künstlerin über ihre Arbeit:
There is bondage all over the place.
Bondage ist überall. Ich fessle; du fesselst; wir sind gefesselt.
Die Kunst des Knotens ist nicht nur in Abu Ghraib und Guantanamo populär. Ich spinne; du spinnst; wir sind verbunden. Netzwerke und Webs, Seilschaften und Abhängigkeit: Wir sind drin.
It´s art!
Auf einem Foto von 1987 bin ich nackt mit Seilen gefesselt zu sehen.
Das Foto wurde in Tokyo aufgenommen und zeigt die japanische Fesseltechnik Nawa Shibari. Lovely Andrea zeigt die Suche nach diesem obskuren Pornobild in der Tokyoter Bondageszene, in Sexarchiven und bei jenen Spezialisten des Fachs, die das nackte Leben als Kunst verstehen. Inside the web...
Lieber gefesselt oder lieber in freiem Fall? Ja!
Lieber on- oder offline? Ja!
Fliegen oder hängen? Fallen oder schweben? Fake oder Wirklichkeit? Warum nicht!
Abhängig oder unabhängig? Was sonst!
Die Filmemacherin und Theoretikerin Hito Steyerl zeigt ihre Videoinstallation Lovely Andrea und zwei weitere Arbeiten vom 16. Juni – 23. September auf der documenta 12 in Kassel.
Pressemitteilung documenta 12


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